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Zwischen Hotel und Strecke gefangen: Ungarn-Isolation deutlich härter

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Zwischen Hotel und Strecke gefangen: Ungarn-Isolation deutlich härter
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
16.07.2020, 06:57

In Ungarn sind die Isolationsregeln noch einmal deutlich härter als in Österreich, doch für die Teamchef ist es das wert, um wieder Rennen fahren zu können

Die Formel 1 befindet sich im zweiten Lockdown - und der ist noch einmal schärfer als der erste. Sah man zwischen den beiden Spielberg-Rennen noch zahlreiche Fotos von Fahrern in den Bergen, so ist das Formel-1-Personal in Budapest deutlich eingeschränkter.

Fahrer und Teams wurde gesagt, dass sie sich nur an der Strecke oder in ihren Hotelzimmern aufhalten dürfen. Wer außerhalb erwischt wird, dem drohen 15.000 Euro Strafe oder im schlimmsten Fall sogar Arrest.

Das hat einige sogar schon in Bredouille gebracht: "Das Hotel hat zum Mittagessen geschlossen, es gibt kein Catering an der Strecke und ich muss 15.000 Euro Strafe zahlen, wenn ich außerhalb des Hotels oder der Strecke erwischt werde. Ich schätze, ich esse einfach meinen linken Arm zum Mittag", schrieb etwa Formel-3-Spitzenreiter Oscar Piastri.

"Es ist hart", sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Aber wir haben erst drei Monate eingeschlossen zuhause verbracht, und das war eine Bedingung, wenn wir wieder Rennen fahren können. Wenn wir uns zwischen den Bedingungen und gar nicht fahren entscheiden müssten, würden wir wohl alle die Bedingungen nehmen."

 

"Das ist nicht ideal, aber es sind außergewöhnliche Zeiten - und es ist nur eine Woche unseres Leben", so Horner weiter, der darauf hofft, dass sich die Situation im weiteren Jahresverlauf verbessern wird.

Ähnlich sieht es auch Haas-Teamchef Günther Steiner: "Dass man nicht rausgehen darf, ist nicht das, was man hören möchte, aber es ist nur ein Rennen und wir sollten glücklich sein, dass wir hier fahren dürfen", sagt er. "Wir sollten ihre Regeln akzeptieren. Ich sehe darin kein Problem."

Und auch McLarens Teamboss Andres Seidl sieht den Hausarrest im Hotel als viel geringeres Problem an als die Situation vor einigen Monaten, als die Zukunft von vielen Formel-1-Teams auf der Kippe stand. "Wir verstehen, dass es sehr wichtig ist, diese Rennen auszutragen", betont er. "Ich bin aber zuversichtlich, dass wir als Team gut durch diese Situation durchkommen werden."

Nach den beiden Rennen von Spielberg und dem Lauf auf dem Hungaroring hat die Formel 1 erst einmal eine kurze Pause. Die nächsten Läufe finden in der Heimat der meisten Teams statt, in Großbritannien.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Event Budapest
Autor Norman Fischer