FIA Formel 2: Freude bei Boschung, Frust bei Delétraz

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FIA Formel 2: Freude bei Boschung, Frust bei Delétraz
Riccardo Didier Vassalli
Autor: Riccardo Didier Vassalli
Übersetzung: Peter Wyss, Motorsport.com Switzerland
28.06.2017, 07:40

Der eine Schweizer wurde beim vierten Rennen in Baku für die Geduld und Arbeit belohnt, der erlebte das bisher schlechteste Wochenende seiner Rennfahrerkarriere.

Louis Deletraz, Racing Engineering
Grid girl of Ralph Boschung, Campos Racing
Ralph Boschung, Campos Racing, Louis Deletraz, Racing Engineering
Louis Deletraz, Racing Engineering
Louis Deletraz, Racing Engineering
Ralph Boschung, Campos Racing
Ralph Boschung, Campos Racing
Ralph Boschung, Campos Racing Louis Deletraz, Racing Engineering, Luca Ghiotto, RUSSIAN TIME
Ralph Boschung, Campos Racing
Louis Deletraz, Racing Engineering
Ralph Boschung, Campos Racing
Ralph Boschung, Campos Racing
Louis Deletraz, Racing Engineering
Ralph Boschung, Campos Racing
Louis Deletraz, Racing Engineering
Ralph Boschung, Campos Racing

Ralph Boschung hatte es angekündigt. Ab den Rennen in Aserbaidschan müssen erste Punkte in der zweithöchsten FIA-Formelklasse angestrebt werden. Gesagt, getan.

Der für das spanische Team Campos Racing fahrende Walliser fuhr in beiden Läufen auf den achten Platz. Dies bedeutete im Hauptrennen vom Samstag nicht nur die ersten 4 Punkte, sondern für das Sprintrennen vom Sonntag auch die Pole Position.

"Wie Monaco war Baku für mich eine neue Strecke, auf der ich mich jedoch rasch zurecht fand", blickt Ralph zurück. Die vom Team gewählte Strategie, mit den härteren Reifen loszufahren, hatte sich am Samstag bezahlt gemacht. "Das war etwas riskant. Nur wir und eine anderes Team haben sich für diese Option entschieden. Aber wir hatten ja vom 16. Startplatz aus nicht mehr viel zu verlieren."

 

Für den 19-Jährigen aus Monthey war auch der Start aus der ersten Reihe etwas Neues. "Das war wirklich eine fantastische Erfahrung. Ich habe nur daran gedacht, sauber zu fahren und zu verhindern, dass gleich alle Verfolger über mich herfallen."

Die erste Runde genoss Boschung in Führung liegend, später warf ihn ein Treffer von Norman Nato von P2 auf P4 zurück. Der Ausfall des DRS bedeutete auf der langen Geraden des Baku City Circuit ein arges Handikap, das mit weiteren Positionsverlusten verbunden war. Immerhin gab es nochmals einen achten Rang und die Punkte dafür. Klar, dass er nun Blut geleckt hat: "Nun möchte ich auch beim nächsten Rennen in Spielberg gleich wieder in den Punkteränge fahren." Zuzutrauen ist es ihm.

Ein Wochenende zum Vergessen erlebte dafür Louis Delétraz. Aus der 18. Position ins Rennen 1 gestartet, beging der Genfer in der 11. Runde den oft begangenen Anfängerfehler, auf einem Stadtkurs mit den Mauern unliebsame Bekanntschaft zu machen. Am Sonntag kam Delétraz wenigstens ins Ziel, aber lediglich an 16. und vorletzter Stelle.

 

"Ich denke nicht, dass ich alles falsch gemacht habe. Insbesondere hatte ich keine Probleme im Umgang mit den Reifen, was mir gegen Rennende noch hätte helfen können. Leider habe ich dann einen unerwarteten Fehler gemacht, etwas zu spät gebremst, bin innen auf den Randstein gekommen und habe danach aussen die Mauer getroffen. Mein erster Unfall seit drei Jahren, aus dem ich sicher meine Lehren gezogen habe", äusserte sich der 20-Jährige aus dem anderen spanischen Team Racing Engineering zerknirscht.

Was den zweiten Lauf betrifft, verheimlicht Louis nicht, dass er aus unerklärlichen Gründen unter seinem Leistungsvermögen blieb. "Das lief schlecht, es ging nicht mehr. In den nächsten Tagen müssen wir die Daten analysieren und der Sache auf den Grund gehen. Ein Alarmzeichen, das mir zu denken gibt. Aber es war schon oft so, dass sich Rookies in den ersten Saisonrennen schwer taten und dann stärker wurden. Ich hoffe, dass ich in den kommenden europäischen Rennen bald mal etwas ernten kann. Das täte auch meinem Selbstwertgefühl gut…"

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