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Ticktum-Ersatz: So planen Red Bull und O'Ward für die Formel 1

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Ticktum-Ersatz: So planen Red Bull und O'Ward für die Formel 1
Autor:
Co-Autor: Jack Benyon, Writer
30.06.2019, 11:33

Patricio O'Ward ersetzt Daniel Ticktum in der Super Formula und soll weitere Formel-2-Einsätze erhalten - Red Bull will den Mexikaner mittelfristig in die Formel 1 holen

Red Bull wird seinen geschassten Juniorpiloten Daniel Ticktum in der Super Formula durch seinen anderen Junioren Patricio O'Ward ersetzen. "Auf diesem Niveau sind die Ansprüche hoch, und leider hat Dan nicht den Erfolg in der Super-Formula-Serie gehabt, den wir erhofft haben", sagt Red Bulls Motorsport-Konsulent Helmut Marko.

Das ist die Chance für den 20-jährigen Mexikaner O'Ward, der schon an diesem Wochenende als Ersatz für den gesperrten Mahaveer Raghunathan in der Formel 2 antreten durfte. O'Ward ist ehemaliger Meister der Indy-Lights-Serie und tritt 2019 in der IndyCar-Serie an. Seit kurzem gehört er auch zum Aufgebot der Red-Bull-Junioren.

Nun scheint er bereits den Piloten verdrängt zu haben, der in der vergangenen Saison noch als ranghöchster Red-Bull-Kandidat auf ein zukünftiges Formel-1-Cockpit galt. Marko habe ihm bereits mitgeteilt, dass er die Saison in der japanischen Super Formula zu Ende fahren und zudem noch einige Formel-2-Einsätze bekommen soll, sollte es sich ergeben.

O'Ward: Werde machen, was Red Bull will

"Das ist natürlich eine riesige Möglichkeit für mich. Ich freue mich sehr darauf, weiß aber auch, dass es eine große Herausforderung wird", meint O'Ward. "Ich muss nehmen, was ich kriegen kann. Denn ich habe für den Rest der Saison kein wirklich festes Cockpit."

Der 20-Jährige sollte noch drei Rennen mit Carlin in der IndyCar-Serie absolvieren, doch aufgrund von Budgetproblemen steht das noch nicht fest. Es geht um die Rennen in Toronto, Mid-Ohio und Portland. "Ich weiß nicht, ob ich weitermachen kann und werde einfach alles machen, wo Red Bull mich hinschickt und wo sie einen Platz für mich finden."

Das mittelfristige Ziel ist dabei klar: die Formel 1. Auf dieser Grundlage wurde die Zusammenarbeit vereinbart. Nun geht es darum, die notwendigen 40 Superlizenzpunkte zu bekommen. Durch seine Erfolge in der Indy-Lights-Serie und den IMSA-Prototypen wähnt er sich schon am Ziel, doch es gibt da noch einige Unstimmigkeiten.

Formel 2 als gute Übung

"Ich sollte eigentlich genug haben, aber sie wollen meine Indy-Lights-Punkte nicht zählen, weil in einigen Rennen weniger als zwölf Autos am Start waren", hadert er. Laut eigener Aussage braucht er in diesem Jahr 15 Punkte für eine Superlizenz. "Ich weiß nur nicht von woher."

Patricio O'Ward

Der Mexikaner trat in Spielberg für das MP-Team an

Foto: LAT

In der Formel 2 müsste er dafür Fünfter werden, was allerdings aufgrund der bereits absolvierten Rennen unmöglich scheint. In der Super Formula wäre sogar Rang drei vonnöten. Ebenfalls ein schwieriges Unterfangen, da auch dort fast die Hälfte der Saison vorbei ist.

Sollte er die Punkte nicht zusammenbekommen, wüsste er, wohin er 2020 gehen würde: "Ich denke, die Formel 2 ist der bessere Weg, weil ich keine der Formel-1-Strecken kenne. Es wäre daher eine gute Übung, die Strecken und Reifen kennenzulernen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 2 , Super Formula
Autor Norman Fischer