Daniel Abt: "Nicht mein letzter Sieg gewesen..."

Daniel Abt erlebte beim Formel-E-Saisonauftakt in Hongkong eine Achterbahn der Gefühle – Nach seinem ersten Formel-E-Sieg wurde er disqualifiziert – Er reist trotzdem motiviert nach Marrakesch

Daniel Abt erlebte in Hongkong einen Formel-E-Auftakt mit Höhen und Tiefen. Nachdem der Abt-Pilot seinen Sieg gefeiert hatte, gab es die Ernüchterung: Ihm wurde der Sieg aberkannt, da eine falsche Teile-Nummer im Wagenpass stand. Abt wolle sich davon aber nicht herunterziehen lassen und reist selbstbewusst zum zweiten Rennen nach Marrakesch, Marokko. 

Gegenüber 'Bild' sagt der junge Rennfahrer: "Ich nehme das als Motivation. Ich bin heiß auf die Rennen in Marokko und will mir am liebsten die 25 Punkte zurückholen, die mir in Hongkong genommen wurden." Er fühle sich trotz der Disqualifikation als Sieger des Laufs. Außerdem habe die Leistung des Autos gepasst. "Ich hätte schon das erste der beiden Rennen dort gewinnen können."

 

Abt kritisiert die Strafe, die ihm auferlegt wurde: "Ich hatte durch den Formfehler null-komma-null Vorteile im Rennen. Ich finde, eine solche Strafe ist schlecht für den Sport." Innerhalb des Teams habe der Mitarbeiter, der die falschen Eintragungen gemacht hatte, keinerlei Sanktionen erhalten. "Er hat es sicher nicht mit Absicht gemacht", so Abt weiter. "Wir haben geredet, damit war das abgehakt. Wir sind ein Team und halten zusammen, erst recht, wenn etwas schiefläuft. Ich selbst habe schon genug Fehler gemacht."

Bitter sei die Disqualifikation deshalb, weil Abt seit vielen Jahren auf seinen ersten Formel-E-Sieg wartet. Daher stünde der Rennfahrer auch enorm unter Druck: "Ich fahre meine vierte Formel-E-Saison, Audi ist jetzt werksseitig eingestiegen. Meine Position als Werksfahrer war schon ein bisschen vakant; es ist halt so eine Sache, wenn man der Sohn des Teamchefs ist" Jetzt habe er aber bewiesen, gewinnen zu können. "Das war wichtig. Es gibt mir einen Schub. Das ist nicht mein letzter Sieg gewesen."

Bildergalerie: Daniel Abt in Hongkong 2017

 

Ein wichtiger Faktor sei das Auto, das in der aktuellen Saison stärker sei als in der vergangenen Meisterschaft. Generell freut sich Abt auf den härteren Wettbewerb in der Formel E: "Wir sind an Renault herangerückt, die bisher dominant waren. Aber andere Teams sind auch herangerückt, Mahindra zum Beispiel mit Nick Heidfeld und Felix Rosenquist. Es gibt sicher zehn Sieg-Fahrer. Ich freue mich auf eine extrem spannende Saison."

 

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