Flüchtlingskrise: Formel-E-Rennen in Berlin vor Absage?

Laut Informationen von Motorsport.com könnte das Formel-E-Rennen am Tempelhof-Flughafen in Berlin 2016 aufgrund der Flüchtlingskrise abgesagt werden.

Denn die Flughafengebäude werden inzwischen als Unterkünfte für Flüchtlinge genutzt, mehrere Hundert Menschen sind bereits vor Ort einquartiert.

Und die Regierung will die Gebäude „mindestens bis nächstes Jahr“ für diese Zwecke nutzen. Bis Mai 2016 könnten dort über 2.000 Menschen untergebracht sein.

Daher ist unklar, ob der Tempelhof-Flughafen am 21. Mai 2016 erneut als Austragungsort für das Formel-E-Rennen in Frage kommt.

Formel-E-Serienchef Alejandro Agag hat Motorsport.com bestätigt, dass man sich damit auseinandersetzt und sich bereits nach Alternativen umsieht.

„Wir stehen in Kontakt mit den örtlichen Behörden. Eine finale Entscheidung wird in den kommenden Wochen getroffen", sagt Agag.

Er fügt hinzu: „Wir werden jedwede Entscheidung der deutschen Regierung vollkommen unterstützen, schließlich handelt es sich hier ganz klar um eine gewaltige humanitäre Situation.“

„Deutschland bleibt aber ein wichtiger Markt für die Formel E. Wir sind fest entschlossen, alle Möglichkeiten zu sichten, um dort ein Rennen abzuhalten.“

Laut Informationen von Motorsport.com stehen mehrere Ausweichszenarien im Raum. Demnach könnte das Formel-E-Rennen an anderer Stelle in Berlin ausgetragen werden.

Dass das geplante Stadtrennen in Lugano in der Schweiz als direkter Ersatz für Berlin-Tempelhof einspringen wird, gilt hingegen als unwahrscheinlich.

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Rennserien Formel E
Veranstaltung ePrix Berlin
Rennstrecke Berlin Tempelhof Airport
Artikelsorte News
Tags alejandro agag, berlin, deutschland