Formel E will Boxenstopps auch in Saison 5 beibehalten

Die Formel E will Pflichtboxenstopps in Saison 5 der Serie auch ohne die Notwendigkeit eines Autowechsels beibehalten.

Ab der Saison 2018/2019, wenn die neuen Akkus von McLaren Applied Technologies genügend Energie für eine gesamte Renndistanz produzieren, werden die Autowechsel gegen Rennmitte überflüssig.

Bei einem Treffen der Sportlichen Arbeitsgruppe der Formel E (SWG) soll Ende des Monats besprochen werden, wie die Rennen nach der Einführung der neuen Regeln aussehen sollen.

Roger Griffiths vom Team Andretti sagte gegenüber Motorsport.com: "Wir haben über konventionelle Boxenstopps gesprochen, bei denen wir die Reifen wechseln würden. Das würde aber wenig bringen, weil wir Reifen wechseln würden, die nicht abgenutzt sind."

"Es würde nur zusätzliche Ausrüstung bedeuten. Und es gäbe keinen echten Grund, weshalb wir es tun sollten", erklärte er. "Wir versuchen etwas zu finden, das etwas zur Strategie beiträgt."

Die FIA, die das neue Format absegnen muss, steht diesen Überlegungen offen gegenüber.

Boxengassendurchfahrten oder tatsächliche Stopps seien Möglichkeiten, erklärte Griffiths. "Es könnte auch eine Option sein, einen Stopp zu machen, bei den man zusätzliche Energie bekommt. Je länger man also stoppt, desto mehr Energie bekommt man. Wenn man dann auf die Strecke zurückfährt, kann man also schneller fahren als vorher. Das könnte gut funktionieren und ein zusätzliches strategisches Element beisteuern."

Ein Sprecher der Formel E betätigte gegenüber Motorsport.com, dass Boxenstopps auch für die neue Ära der Formel E beibehalten werden könnten.

"Wir haben bei dem Treffen der Kommission eine ganze Reihe Vorschläge für Saison 5 gemacht, die sowohl das Format des Sports als auch die Boxenstopps betreffen, die wir beibehalten wollen", sagte der Sprecher.

"Diese Ideen werden nun überprüft und von unserer Sportlichen Arbeitsgruppe auf ihre Durchführbarkeit überprüft."

Abt-Fahrer Lucas di Grassi unterstützt den Vorschlag, Boxenstopps beizubehalten. Er sehe diverse neue Ansätze für die Meisterschaft, von "relativ konventionellen wie Boxenstopps" bis hin zu "radikaleren". Denkbar wäre aus seiner Sicht zum Beispiel eine sogenannte Joker-Lap, wie sie in der Rallycross-Szene bereits genutzt wird.

"Ich denke, es werden auch andere strategische Komponenten, mit denen man spielen kann, wichtig sein – nicht nur die Menge an Energie, die wir haben. Man sollte auch die Strategie und wie man sie nutzt mit einbeziehen."

"Vielleicht könnten 2 Boxenstopps in einem Rennen funktionieren. Das muss alles analysiert werden. Ich bin aber dafür, dass man diese strategische Möglichkeit offen lässt."

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