Formel-E-Budgetgrenze: Andretti hätte eine striktere Limitierung unterstützt!

13 Millionen pro Saison und 25 Millionen Euro für die Entwicklung der Antriebe über zwei Jahre: Andretti hätte in der Formel E eine strikteres Limit unterstützt!

Formel-E-Budgetgrenze: Andretti hätte eine striktere Limitierung unterstützt!

Die Hersteller und Teams bekommen in der Formel E am 1. Oktober 2022 eine strikte Budgetgrenze vor die Nase gestellt. Ein Team darf pro Jahr nicht mehr als 13 Millionen Euro ausgeben. Hersteller von Antriebssträngen erhalten eine Kostenlimitierung von 25 Millionen Euro für zwei aufeinanderfolgende Saisons. Andretti hätte eine noch niedrigere Budgetgrenze akzeptiert.

Die Formel E reagiert mit ihrer Deckelung der Kosten auf die wirtschaftliche Situation in der Pandemie und auf die Ausstiege der drei deutschen Hersteller Audi, BMW und Mercedes. Die neuen Kostenstrukturen sollen Marken langfristige Stabilität und Planungssicherheit geben. Ab der Saison 2024/25 erhöht sich die Grenze auf 15 Millionen Euro - dann werden aber auch Fahrergehälter mit eingerechnet.

Für Andretti geht der Vorstoß noch nicht weit genug! Der Teamchef des amerikanischen Rennstalls, Roger Griffiths, sagt: "Es kommt auf die Größe deiner Organisation an und die Hürden, die sie nehmen muss, um dort hin zu kommen. Wir sind eine bescheidene Organisation und haben keine großen Spitzenetage über uns. Für uns ist das eine Zahl, mit der wir sehr gut arbeiten können."

Auch weniger Budget möglich

"Wir hätten sogar eine noch niedrigere Grenze unterstützt, denn wir hätten auch die Fahrer in die 13 Millionen Euro mit eingerechnet", stellt Griffiths klar. Das Team aus den USA, das zuvor den Werkseinsatz von BMW betreut hat, stellt den verschiedenen Sparten ein unabhängiges Budget zur Verfügung, weshalb die verschiedenen Teams in den unterschiedlichen Rennserien völlig unabhängig voneinander agieren.

Deshalb beeinflusst das Formel-E-Engagement nicht den IndyCar- und Extreme-E-Einsatz oder umgekehrt. "Für uns heißt das, dass wir zwei Einkommensquellen haben. Eine ist das Sponsoring und die andere das Preisgeld. Wir betreiben unsere Programme mit vernünftigen Geschäftsmodellen."

Einen Investor, der einfach "jedes Jahr glücklich darüber ist, einen großen Scheck auszustellen, um die Verluste zu decken", gibt es bei Andretti nicht. "Wir müssen das Geld zusammenbekommen", erklärt der Teamchef. "Wenn wir also zehn Millionen Euro brauchen, um zu fahren, dann geben wir auch nur das aus." Deshalb könnte das Team, falls möglich, sogar unter der Grenze von 13 Millionen Euro agieren.

Andretti muss effizient wirtschaften

"Andretti ist ein Unternehmen und wenn wir rote Zahlen schreiben, sind wir aus dem Motorsport ganz schnell wieder verschwunden", so Griffiths. "Wir können nichts tun, was die Zukunft der Organisation gefährden könnte." Doch welchen Einfluss hat die Budgetgrenze auf die Gen3-Ära der Formel E, die in der Saison 2022/23 starten wird?

Laut Griffiths wird trotzdem mehr Geld ausgegeben, weil die Autos schon lange mitten in der Entwicklung stecken, die bisher nicht gedeckelt war. Damit würde die Budgetgrenze erst ab 2024/25 ins so richtig Gewicht fallen, wenn ein zweiter Antriebsstrang homologiert werden kann. Deshalb wird es laut dem Teamchef keine Schwierigkeiten geben, das Limit einzuhalten.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
"Es ist mir ein Rätsel": Formel-E-Gründer wundert sich über Mercedes-Ausstieg
Vorheriger Artikel

"Es ist mir ein Rätsel": Formel-E-Gründer wundert sich über Mercedes-Ausstieg

Nächster Artikel

Neuer Hersteller kommt: Maserati steigt 2023 in die Formel E ein!

Neuer Hersteller kommt: Maserati steigt 2023 in die Formel E ein!
Kommentare laden