Formel E für Mercedes (noch) kein Thema

Elektromobilität sei die Zukunft, glaubt Mercedes-Teamchef Toto Wolff, und dem könne man sich auch nicht verschließen. Ein Einstieg in die Formel E steht für die Marke mit dem Stern aber nicht auf dem Programm.

„Was die Formel E gemacht hat, ist ein bahnbrechendes, neues Entertainmentkonzept. Es ist eine Mischung zwischen Sport und Entertainment. Für uns ist es ein Thema, das wir beobachten“, sagte Wolff am Rande der Veranstaltung „Stars and Cars“ am Samstag.

Für Mercedes sei die Serie aber trotzdem keine Option.

„Es ist zu früh für Mercedes die Standbeine zu verändern. Unser Kernthema sind die Formel 1 und die DTM und darauf wollen wir uns konzentrieren“, meinte der Österreicher.

„Gleichzeitig bietet es uns eine gute Möglichkeit, die Entwicklung der Formel E weiter zu verfolgen und wir schauen uns das mit Interesse an. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es aber keine strategischen Schritte in dieser Richtung.“

Elektromobilität finde in erster Linie auf der Straße statt und nicht im Rennsport, so Wolff.

Nico Rosberg findet die Formel E „eine Klasse-Idee“, sie würde aber sicher keine Konkurrenz zur Formel 1. „Das sind zwei separate Sachen.“ Er werde die Serie und auch die Rennen „mit Interesse“ verfolgen, sagte Rosberg. „Dann werden wir sehen, wo die Reise hingeht.“

In der Formel E gebe aber sicher Dinge, die man auch auf die Formel 1 übertragen könne, glaubt er.

„Mit Sicherheit kann man da auch Einiges lernen, denn da gibt es Leute, die kreativ denken und neue Ansätze bringen“, meinte der 30-Jährige. Man könne immer etwas lernen, von Leuten, die versuchen, Neues zu kreieren und ein Erlebnis für die Zuschauer zu schaffen. „Das wollen wir ja auch und da gibt es sicher ein paar Sachen, die man rauspicken kann.“

Nico Rosberg gestand auch, dass er die Formel E durchaus selbst verfolge. „Ich schaue die Rennen ab und zu an. Es sind ja auch viele Fahrer dabei, mit denen ich früher gefahren bin.“

Ganz anders Teamkollege Lewis Hamilton. Er hält nicht sehr viel von der neuen Serie. „Ich habe noch kein Rennen angeschaut und weiß auch nicht viel darüber“, gab er zu.

„Ich mag die Idee grüner Technologie, aber als echter Rennfan mag ich Autos, die Lärm machen und den Geruch von Benzin. Das wird sich auch nicht ändern, also werde ich wohl auch nie in diese Richtung gehen.“

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