Formel E in Hong Kong: Pole-Position für Nelson Piquet Jr.

In einem chaotischen Qualifying sicherte sich Nelson Piquet Jr. in Hong Kong die erste Pole-Position seiner Formel-E-Karriere.

Die 1. Gruppe musste sich vor dem Qualifying erst mal ein paar Minuten gedulden. In der Schikane wurde der Sausage-Randstein entfernt, der Nelson Piquet im letzten Training in die Streckenbegrenzung geschickt hatte. Zum Leidwesen von Nicolas Prost (e.dams), der in eben jener Kurve beinahe abgeflogen wäre. "Man sieht ohne den Sausage Kerb fast nichts mehr", beschwerte sich der Franzose. Am Ende der 6 Minuten war er 2. hinter Loic Duval (Dragon). Nick Heidfeld (Mahindra) landete auf Platz 3 vor Adam Carroll (Jaguar) und Stephane Sarrazin (Venturi).

In der zweiten Gruppe sorgte der Meisterschaftszweite, Lucas di Grassi (ABT) nach knapp 3 Minuten für eine rote Flagge. Der Brasilianer war über den noch vorhandenen Randstein in der Schikane gefahren, ausgehebelt worden und an der Leitplanke gelandet. Dabei hatte er die linke Seite seines Autos so sehr beschädigt, dass das Training für ihn beendet war und er das erste Rennen der neuen Saison von ganz hinten wird starten müssen. Schnellster war am Ende Oliver Turvey (NextEV) vor Sam Bird (Virgin). Antonio Felix da Costa (Andretti) schaffte es nur auf Platz 6, Qinghua Ma (Techeetah) landete auf dem vorletzten Platz vor Di Grassi.

In Gruppe 3 krachte es erneut – wieder in der Schikane. Dieses Mal sorgte Robin Frijns (Andretti) für die rote Flagge. Dem Belgier war es genauso ergangen wie zuvor Di Grassi und auch er wird vom Ende des Feldes starten müssen. Der Überraschungsmann der Gruppe war aber Nelson Piquet jr. (NextEV), der seinen Teamkollegen von Platz 1 verdrängte, während der Schnellste des letztes Trainings, Jean-Eric Vergne (Techeetah), nur auf Rang 6 landete.

In der letzten Gruppe traten Sebastien Buemi (e.dams), Daniel Abt (ABT), Jerome d'Ambrosio (Dragon), Maro Engel (Venturi) und Jose Maria Lopez (Virgin) an. An der Spitze änderte sich jedoch nichts mehr und Nelson Piquet wird in Hong Kong zum ersten Mal in seiner Formel-E-Karriere von der Pole-Position aus ins Rennen gehen.

Aufgrund der Unterbrechungen und Verzögerungen von mehr als einer halben Stunde wurde nämlich die Superpole gestrichen, wodurch das Ergebnis des Gruppen-Qualifyings auch die Startaufstellung bestimmt.

Neben dem Brasilianer wird sein Teamkollege Oliver Turvey stehen. Auf Platz 3 reihte sich Jose Maria Loopez ein, vor Sam Bird und dem Meister der vergangenen Saison, Sebastien Buemi.

Rang 6 belegte Neuling Felix Rosenqvist (Mahindra) vor Daniel Abt, Loic Duval und Jean-Eric Vergne. Nicolas Prost komplettierte die Top 10.

Nick Heidfeld und Maro Engel verpassten einen Platz unter den schnellsten 10 nur knapp und wurden 11. und 12.

Das große Gesprächsthema war jedoch die Änderung, die kurz vor dem Beginn des Qualifying in der Schikane vorgenommen wurde und die folgenden Unfälle. "Wir haben zwei Sessions lang geübt, und dann gehst du in die Qualifikation, ohne die Schikane einschätzen zu können", schimpfte di Grassi und auch Felix da Costa konnte "nicht verstehen, wie man 5 Minuten vor dem Qualifying die Strecke verändern kann. Da werden wir später drüber reden müssen."

Zum Ergebnis geht es hier.

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Über diesen Artikel
Rennserien Formel E
Veranstaltung Hongkong
Unterveranstaltung Qualifying, Sonntag
Rennstrecke Stadtkurs in Hongkong
Artikelsorte Qualifyingbericht
Tags formel e, hong kong, qualifying