Formel-E-Kalender: Rennen in Brasilien, Kanada und Australien auf dem Prüfstand

Brasilien könnte ab nächstem Jahr das dritte südamerikanische Land werden, in dem die Formel E gastiert. Serienchef Alejandro Agag will sich Woche vor Ort umsehen.

„Wir denken über Brasilien nach. Es sind einige Leute aus Brasilien hier“, sagte Agag in Punte del Este gegenüber Motorsport.com. „Vielleicht fliege ich am Montag von hier aus hin.“

„Wir brauchen einen Veranstalter in Brasilien und einige Leute, die uns helfen, aber wir würden sehr gerne in Brasilien fahren. Das Land hat großartige Fans und wir haben brasilianische Fahrer.“

Ursprünglich hätte die Formel E schon letzten Februar in Rio de Janeiro starten sollen, das Rennen kam aber nicht zustande und auch jetzt sagte Agag, dass Rio de Janeiro und São Paulo wohl kaum infrage kämen.

„Es gibt andere mögliche Orte. Wir sind offen dafür.“

Ob die Formel E in mit offenen Armen aufgenommen würde, darf bezweifelt werden, wenn man Nelson Piquets Meinung als Anhaltspunkt nimmt. Der Brasilianer ist von der Idee gar nicht begeistert.

„Ich glaube nicht, dass Brasilien im Moment in der Lage ist, Geld auszugeben oder Rennen wie diese auszutragen. Ich glaube, das wäre nicht richtig. Brasilien hat so viele Probleme, die es zuerst lösen muss.“

Montreal oder Australien als erstes Saisonrennen?

Peking könnte seinen Platz an der Spitze des Kalenders verlieren, denn Montreal oder ein Rennen in Australien könnte übernehmen – wenn es überhaupt eines geben wird.

„Wir arbeiten an einem Rennen in Australien, ein paar mehr in Asien, im Nahen Osten und vielleicht noch einem in Europa“, sagte Agag.

In Australien stehen Sydney uns Adelaide ganz oben in der Gunst, aber: „In Australien gibt es verschiedene Möglichkeiten, wir haben uns noch nicht entschieden“, bestätigte Agag.

Bezüglich Montreal sagte er, dass in der Stadt großes Interesse bestünde. „Wir wissen aber noch nicht, ob es 2016 oder 2017 sein wird. Es könnte nächste oder übernächste Saison sein.“

Entscheidung über Ersatz für Berlin im Januar

Nach der Absage des Rennens auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Flughafens Tempelhof, weil dort Flüchtlinge untergebracht sind, wird nun nach einem Ersatz gesucht.
„Wir suchen nach einem Ersatz für Tempelhof und wir haben Optionen in Berlin, die gut wären“, sagte Agag.

„Es gibt auch Möglichkeiten an anderen Orten. Wir denken also darüber nach, aber wir wollen auf alle Fälle in Deutschland fahren.“

„Wir müssen die Entscheidung bald treffen, denn es ist eine Menge Logistik damit verbunden. Ich denke aber, Ende Januar wäre die Deadline.“

Interview Sam Smith

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Rennserien Formel E
Fahrer Nelson Piquet Jr.
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