Formel E sucht Montreal-Ersatz: Rennen auf dem Norisring?

Die Formel E sucht weiter nach einem Ersatz für das Saisonfinale in Montreal: Der Norisring ist eine mögliche Option, doch man will nicht um jeden Preis ...

Die Formel E sucht weiter nach Alternativen für den ausfallenden ePrix von Montreal. Eigentlich hätte die kanadische Stadt wie im Vorjahr das Saisonfinale austragen sollen, doch die Metropole zog sich nach einem Bürgermeisterwechsel auf einer Pressekonferenz selbst zurück. Aktuell stehen laut Informationen von 'Motorsport.com' Alternativen in Deutschland, England oder Italien im Raum.

Aus deutschsprachiger Sicht wäre der Norisring eine denkbare Möglichkeit. Der Kurs befindet sich in einem Stadtzentrum und müsste nicht erst extra aufgebaut werden. Schon einmal stand die Strecke in Nürnberg auf der Liste, als es um eine Verlegung des Rennens in Berlin ging. Dagegen spricht allerdings, dass es mit dem Lauf ein der Hauptstadt bereits ein Rennen auf deutschem Boden gibt.

Eine weitere Möglichkeit wäre, aus dem ePrix von Rom einen Doppelevent zu machen, wie es im vergangenen Jahr mit Berlin der Fall war, die für das Aus von Brüssel ein zweites Rennen abhalten durften. "Es gab Gespräche über ein Doppelrennen in Rom oder eine Verlegung des Montreal-Rennens auf den Norisring", bestätigt Renault-e.dams-Manager Alain Prost gegenüber 'e-racing365.com'.

Allerdings ist auch ein Rennen in England denkbar, wo die Formel E gerne wieder hinmöchte, jedoch seit dem Aus von London nach dem Rennen 2016 nicht mehr zu Gast war. Wie 'Motorsport.com' weiß, wird ein Rennen in Birmingham in Erwägung gezogen. Dort wurden bereits Ende der 80er-Jahre auf öffentlichen Straßen Rennen der Formel 3000 und der Britischen Tourenwagen-Meisterschaft ausgetragen. Allerdings spricht die kurze Vorbereitungszeit gegen die britische Stadt.

Auch die Rennstrecken in Donington und Brands Hatch sollen als Varianten in Erwägung gezogen worden sein. Donington hat in den ersten drei Jahren als Basis und Teststrecke der Elektroserie fungiert, Brands Hatch wäre mit seiner Nähe zu London zumindest nicht ganz abwegig, was die bevorzugte Fannähe der Formel E angeht.

Sollte es ein Ersatzrennen für Montreal geben, würde das aller Voraussicht nach nicht den Platz des ursprünglichen Finales (29./30. Juli) einnehmen, sondern auf Ende Juni gelegt werden und den Doppelevent in New York am 16./17. Juli zum neuen Finale machen. Möglich ist aber auch, dass der Event ersatzlos gestrichen wird. "Ich vermute, dass wir den Kalender einfach so lassen, wie er aktuell ist", sagt Serienboss Alejandro Agag.

"Selbstverständlich schauen wir uns auch nach Optionen um, aber der Großteil der Teams und Partner ist auch ohne einen Montreal-Ersatz zufrieden mit dem Kalender", so der Spanier. Eine Entscheidung wird Anfang dieser Woche erwartet.

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