Gegen den Trend: Formel E behält die Grid-Girls

geteilte inhalte
kommentare
Gegen den Trend: Formel E behält die Grid-Girls
Roman Wittemeier
Autor: Roman Wittemeier
Co-Autor: Scott Mitchell
10.02.2018, 09:25

Formel-E-Boss Alejandro Agag will in seiner Serie an der Tradition der Grid-Girls festhalten: "Sie gehören doch zur Tradition im Motorsport"

Der Motorsport verliert an Weiblichkeit. Die Formel 1 hat beschlossen, zur bevorstehenden Saison 2018 keine Grid-Girls mehr in die Startaufstellung zu schicken. Dies sei nicht mehr zeitgemäß, so die Verantwortlichen der Königsklasse. Die Formel 1 setzt damit einen Trend fort, der 2015 in der Langstrecken-Weltmeisterschaft begonnen hatte. Zum Saisonstart vor drei Jahren hatte die WEC bereits von der Tradition der Grid-Girls Abschied genommen.

"Grid-Girls sollten weiterhin Teil des Motorsports sein", meint Formel-E-Boss Alejandro Agag. Der Spanier ist vom Konzept überzeugt, wenngleich seine Formel E zwischenzeitlich die Startaufstellung bereits jetzt schon mit Grid-Kids bestückt. "Ist für mich generell kein großes Thema", so Agag, "eigentlich sollte das aus meiner Sicht sogar gar kein Thema sein. Manchmal nehmen wir Kids, manchmal Girls. Die Mädchen haben doch nichts Schlimmes gemacht. Sie gehören doch sogar zur Tradition im Motorsport."

"Ich bin definitiv kein Gegner des Konzepts mit Grid-Girls", betont der Formel-E-Boss. "Die Formel E wird auch weiterhin Mädchen und Frauen in der Startaufstellung haben. Vielleicht nicht bei jedem Rennen, aber wir werden diese Tradition ganz sicher fortführen." In der WEC ist das Konzept seit 2015 alles andere als schlüssig. Grid-Girls gibt es immer noch bei den 24 Stunden von Le Mans. In anderen Serien wird derzeit über die Abschaffung der Grid-Girls diskutiert.

Nächster Formel E Artikel

Artikel-Info

Rennserie Formel E
Autor Roman Wittemeier
Artikelsorte News