Marco Parroni: "Für die Formel E hat Zürich spezielle Bedeutung"

Der Head Global Sponsoring der Bank Julius Bär, der globalen Partner der elektrischen Rennserie Formel E ist, sieht einem möglichen Rennen im 2018 mit großer Vorfreude entgegen: "Für die Formel E ist das eine wunderbare Story."

Marco Parroni: "Für die Formel E hat Zürich spezielle Bedeutung"
Nelson Piquet Jr., NEXTEV TCR Formula E Team
Marco Parroni, Marketingchef der Bank Julius Bär
Jérôme d'Ambrosio, Dragon Racing
Marco Parroni, Marketingchef der Bank Julius Bär
Sébastien Buemi, Renault e.Dams
Alejandro Agag, Marco Parroni und Lapo Elkann
Jérôme d'Ambrosio, Dragon Racing
Sébastien Buemi, Renault e.Dams; Jean-Eric Vergne, Techeetah
Nelson Piquet Jr., NEXTEV TCR Formula E Team; Jérôme d'Ambrosio, Dragon Racing
Antonio Felix da Costa, Amlin Andretti Formula E Team
Jean Todt, FIA-Präsident, und Alejandro Agag, Formel-E-Boss, mit Gästen
Adam Carroll, Jaguar Racing
Esteban Gutierrez, Techeetah

Der Sponsoring- und Marketing-Leiter von Julius Bär ist so was eine Koordinationst-Stelle, um nach langer Vorbereitungszeit ein Rennen zur Formel E in der größten Schweizer Stadt zu realisieren.

Nach dem klaren Ja der Schweizer Bevölkerung zur Energiewende 2050 sieht Parroni noch bessere Chancen für ein Formel-E-Rennen in Zürich.

"Nach der Abstimmung vom 21. Mai könnten gewisse Budgets, die in Richtung Mobilität gehen, eher freigemacht werden. Die Elektromobilität muss bei uns klar gefördert werden, da gibt es Nachholbedarf. Der Support von Frau Bundesrätin Doris Leuthard war immer da." 

Dass sich beim Thema Formel E die Geister scheiden, ist Parroni bewusst. "Aber Fakt ist: Es ist das einzige Marketing-Projekt, das sich mit diesem Thema befasst und den Wert der Elektromobilität transferiert. Daher wäre ein solches Rennen in Zürich ideal."

Der Marketingfachmann erklärt, warum es für die Formel-E-Organisation eine besondere Bedeutung hat. "Es ist für sie mehr als ein Rennen. Wegen unserer Gesetzgebung ist es nur dank einer Ausnahmebewilligung erlaubt. Es ist eine Story und Botschaft dahinter. Das ist für die Formel E wichtig."

Die Strecke entlang der Seepromenade besteht. 

 

"Die Formel E hat sie schon geprüft und wegen der Tramlinien gewisse Änderungen verlangt. Mit dem See und den Bergen im Hintergrund ist sie wie ein kleines Monaco, auch das ist für die Formel E wichtig."

Entgegen anderer Meldungen hat der Stadtrat von Zürich noch kein grünes Licht dazu gegeben, diskutiert aber intern darüber.

"Wir müssen ein Dossier mit allen Punkten erstellen, worüber der Stadtrat befinden und entscheiden kann. Je kompletter es ist, desto kürzer wird die Zeit bis zur Bewilligung." 

Bei einem Ja wird danach mit Hochdruck an der Sicherstellung des Budgets gearbeitet. "Es gibt schon mehrere potenzielle Sponsoren, die großes Interesse zeigen. Auch wir als Hauptsponsor der Formel E werden uns zusätzlich engagieren. Vom Niveau und der Qualität könnte Zürich eines der besten Rennen im Kalender werden."

Wenn es mit diesem für 2018 geplanten Anlass klappt, dann sieht Parroni darin ein Highlight, das Sport, Politik, Prominenz und Institutionen miteinander verbindet. Auch deswegen ist er überzeugt, könne man das Budget eher sicherstellen als bei einem normalen Sportevent. 

Bis es aber soweit ist, muss die Politik vom Projekt überzeugt sein. "Wir müssen aufzeigen, dass wir es mit finanzstarken Unternehmen sauber auf die Beine stellen und mit der Formel E etwas Nachhaltiges für die nächsten paar Jahre gewährleisten können. Sobald alles klar ist, legen wir los und gehen damit an die Öffentlichkeit." 

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Rennserie Formel E
Autor Peter Wyss