"Mega-Debüt für uns alle": Porsche gleich im ersten Formel-E-Lauf Zweiter

Bei Porsche freut man sich über den gelungenen ersten Formel-E-Einsatz in Riad: Andre Lotterer holt beim Auftakt Platz zwei und hat sein Ziel damit schon erreicht

"Mega-Debüt für uns alle": Porsche gleich im ersten Formel-E-Lauf Zweiter

Dass im ersten Rennen der neuen Formel-E-Saison gleich beide neuen Teams auf dem Podest stehen würden, damit hatten wohl die wenigsten gerechnet. Mercedes überzeugte mit zwei dritten Plätzen durch Stoffel Vandoorne, doch auch Porsche konnte sich über einen überraschenden Erfolg freuen, als Andre Lotterer gleich zum Auftakt auf den zweiten Platz fuhr.

"Ein Mega-Debüt für uns alle", strahlt der Deutsche, der den Erfolg schon vorausgeahnt hatte: "Als ich dem Team vor ein paar Wochen gesagt habe, dass ich aufs Treppchen möchte, haben mich alle angeschaut, als ob ich verrückt sei. Jetzt haben wir es geschafft. Harte Arbeit und etwas Glück", lacht er.

Schon das Qualifying war mit Rang sieben in Ordnung. "Dann bin ich das Rennen ruhig angegangen, habe auf das Energie-Management geachtet und konnte dank der früh eingesetzten Attack-Modes an einigen Konkurrenten vorbeiziehen", beschreibt er den ersten Porsche-ePrix.

Am Ende sah Lotterer sogar die Chance, das Rennen gegen Sam Bird noch zu gewinnen, "aber ich wollte nicht zu viel riskieren. Ein zweiter Platz ist für den Anfang doch nicht schlecht."

Auch am Samstag hätte es für ihn noch ein gutes Ergebnis geben können, doch weil er unter dem Safety-Car überholt hatte, wurde Lotterer noch von Rang sechs zurückversetzt. "Als das Safety-Car auf die Strecke ging, bin ich gerade an Pascal Wehrlein vorbeigezogen. Das war einfach ein extrem unglückliches Timing", hadert er. Denn Wehrlein hatte nach einer Kollision mit Bird zuvor Probleme.

Somit blieb es bei dem einen starken Ergebnis, denn Neel Jani konnte in Riad noch nicht den Eindruck hinterlassen, den er sich vielleicht gewünscht hätte: Für ihn gab es nur die Positionen 17 und 13. "Es war ein herausforderndes zweites Rennen. Aber wir waren in Sachen Pace besser unterwegs als am Freitag und für mich persönlich war es ein weiterer großer Schritt nach vorn", sagt er.

"Wir haben hier alle eine Menge Erfahrung gesammelt und müssen jetzt weiter hart arbeiten, um diese für uns und die bevorstehenden Rennen nutzen zu können", so der Schweizer weiter. Denn auf dem einen Ergebnis möchte man sich bei Porsche natürlich nicht ausruhen. Trotzdem ist man über den gelungenen Erfolg sehr glücklich.

"Die Erkenntnis von Riad: Porsche kann's auch elektrisch", sagt Motorsportchef Fritz Enzinger. "Unglaublich - unser erstes Rennen und gleich auf dem Podium. Die Arbeit der vergangenen anderthalb Jahre hat sich gelohnt. Andre Lotterer ausgezeichnet, Neel Jani auch gut unterwegs." Einsatzleiter Amiel Lindesay ergänzt: "Die Ergebnisse stimmen uns zuversichtlich für die kommenden Rennen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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