Mit Bier & Döner: So feiert Daniel Abt den Heimsieg von Berlin

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Mit Bier & Döner: So feiert Daniel Abt den Heimsieg von Berlin
Norman Fischer
Autor: Norman Fischer
20.05.2018, 10:34

Daniel Abt und Audi feiern den Traum von Berlin: Nach dem Doppelsieg in Tempelhof fließt das Bier beim Team in Strömen - und der Sieger gönnt sich nachts 'nen Döner

Daniel Abt, Audi Sport ABT Schaeffler
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Daniel Abt, Audi Sport ABT Schaeffler

"Heute wird richtig gefeiert", jubelt Daniel Abt nach seinem Sieg in Berlin. Für den Audi-Piloten ist am gestrigen Samstag ein Traum wahr geworden. Nicht nur dass der Deutsche seinen zweiten Erfolg in der Formel E einfahren konnte, er konnte diesen auch ausgerechnet beim Heimspiel in Deutschland feiern - und das zur Live-Premiere in der ARD, wo das Rennen genau vor König Fußball gezeigt wurde.

Abt hatte auf diesen Tag richtig hingefiebert. "Die beste Woche des Jahres", nannte er den Berlin-ePrix in einem seiner Videos, die er regelmäßig auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht. Der Kemptener hatte schon im Vorfeld so ein Gefühl, dass an diesem Wochenende etwas Gutes passieren würde - und so kam es auch: Pole-Position, Rennsieg, schnellste Runde - besser geht es nicht.

"Das ist wirklich etwas Besonderes", strahlte er auf der Pressekonferenz nach dem Rennen. In Paris hatte er gesehen, wie glücklich Jean-Eric Vergne nach seinem Heimsieg war - "das wollte ich auch so machen", lacht er. Und seit dem Qualifying lief auch alles auf einen erfolgreichen Tag für die Fans auf den Tribünen hinaus. Denn dort sicherte sich Abt die so wichtige Pole-Position mit einer wahren Knallerrunde in der Superpole.

Eigentlich war das Qualifying bislang ein Schwachpunkt für die Audi-Truppe, doch in Berlin funktionierte es plötzlich: "Bei der Runde im Qualifying war nicht mehr viel drin, die hat einfach gepasst. Von da an wusste ich, dass ich das gewinnen kann", sagt Abt. Der 25-Jährige zog am Start vom Zweitplatzierten Oliver Turvey (NIO) weg, der die Konkurrenz erst einmal ein bisschen aufhielt.

Beim Boxenstopp wurde es eng

Audi-Teamkollege Lucas di Grassi schob sich im Rennverlauf dann auf den zweiten Platz und versuchte die Lücke zu Abt zu schließen. Dessen einzig kritischer Moment kam beim Autowechsel gegen Rennhalbzeit. Genau als Abt seine Garage verlassen wollte, kam Sebastien Buemi vorbeigefahren. "Sie mussten mich also zurückhalten, um keine Unsafe Release zu kassieren. Dadurch habe ich eine Menge Zeit verloren", so Abt.

Fotos: Die Formel E in Berlin

Dadurch war aber plötzlich di Grassi genau hinter ihm und schien ihm den Sieg noch einmal streitig zu machen. "Er sah im ersten Stint sehr stark aus, und ich habe mich auf den ersten paar Runden dann nicht so wohl mit dem Auto gefühlt. Das Auto ist enorm gerutscht", machte er sich Sorgen, dass er den Heimsieg noch abgeben müsste. "Aber plötzlich fühlte sich das Auto sehr gut an, und ich war sehr zuversichtlich und konnte die Lücke aufreißen und es heimbringen."

Mehr als sechs Sekunden holte der Deutsche am Ende noch heraus und konnte schließlich über den zweiten Sieg in der Formel E jubeln. Dass di Grassi noch Rang zwei nach Hause brachte, machte für Audi den Tag perfekt.

Der Döner um 4:45 Uhr

"Erst einmal Glückwunsch an Daniel, der den Sieg heute absolut verdient hat", zollt der Brasilianer seinem Teamkollegen Respekt. "Unser Audi war heute superschnell und der Konkurrenz überlegen, sodass wir den Sieg eigentlich nur unter uns ausmachen mussten. Nach dem Boxenstopp war ich an Daniel dran, aber mit meinem zweiten Auto hatte ich ein Problem, das wir analysieren müssen."

 

Trotzdem konnte er noch Rang zwei holen und damit seinen vierten Podestplatz in Folge einfahren, nachdem das Jahr für ihn so schlecht begonnen hatte. "Trotzdem liegen wir jetzt auf Rang zwei in der Teamwertung" freut sich di Grassi und weiß: "Mit dem Doppelsieg ist für Audi ein Traum wahr geworden."

Ganz besonders aber für Daniel Abt, der nach schwierigen Jahren endlich ein paar Erfolgsfrüchte ernten kann. Schon nach der Zieldurchfahrt wurden bei Audi ganze Paletten an Bier in die Box gebracht. "Hoffentlich haben sie hier in Berlin genug", feixt Abt, der mit seinem Team noch eine rauschende Nacht feierte. Und wie tut man das in der Hauptstadt? Ganz klar: Nachts um 4:45 Uhr von Teamchef Allan McNish mit einem Döner in der Hand erwischt werdend. Der dürfte sicher ganz besonders gut geschmeckt haben ...

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