Montreal sagt Formel-E-Finale 2017/18 ab

Die Stadt Montreal hat das geplante Saisonfinale der Formel E eigenhändig abgesagt: Die Serie regiert überrascht auf die Verkündung und muss nun ein Problem lösen

Montreal hat das geplante Saisonfinale der Formel E 2017/18 abgesagt, weil die Stadt das Rennen nicht mehr abhalten möchte. Die neue Bürgermeisterin Valerie Plante wollte das Rennen zunächst an einen anderen Ort verlegen lassen und führte Gespräche mit der Formel E, um das Problem zu lösen, doch auf einer Pressekonferenz verriet sie am Montag, dass die Regierung das Rennen, das für Ende Juli geplant war, mit sofortiger Wirkung absagen wollte.

"Wir sind über die einseitige Entscheidung und die Verkündung der Bürgermeisterin von Montreal sehr überrascht und enttäuscht", sagt ein Sprecher der Formel E gegenüber 'Motorsport.com'. "Hierbei hat ein neuer Bürgermeister wieder alles umgeworfen, was der vorherige gemacht hat." Allerdings gebe es noch einen gültigen Vertrag, sodass die Sache nun beim kanadischen Rechtsbeistand der Serie landet.

Es heißt jedoch auch, dass der Promoter die Formel E noch nicht für das Rennen im vergangenen Sommer bezahlt hat. Der Event wurde vom staatlichen Unternehmen Hydro-Quebec ohne Hilfe privater Sponsoren unterstützt, was die Stadt laut Bürgermeisterin Plante nicht noch einmal so machen könne. Eine Verlegung auf den Formel-1-Kurs Circuit Gilles Villeneuve galt als Möglichkeit, allerdings werden dort im Sommer Renovierungsarbeiten durchgeführt, zudem gilt das nicht als Wunschlösung der Formel E.

Ein Ersatzrennen müsste nun beizeiten gefunden werden, doch die Absage kommt für die Formel E überraschend, sodass es bislang keine Zeit gab, um darauf zu reagieren. Zuletzt wurde bereits der Event in Sao Paulo gestrichen und durch Punta del Este ersetzt. Sollte Montreal ersatzlos ausfallen, wäre der Doppelevent in New York das neue Saisonfinale.

Mit Informationen von Rene Fagnan

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