Nach Hongkong-Unfall: Bird sieht Parallelen zu Techetaah-Crash

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Nach Hongkong-Unfall: Bird sieht Parallelen zu Techetaah-Crash
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Co-Autor: Alex Kalinauckas & Tom Errington
12.03.2019, 12:50

Virgin-Fahrer Sam Bird wolle nach dem Unfall mit Andre Lotterer in Hongkong nicht als "unfairer Fahrer" angesehen werden - Der Formel-E-Fahrer wurde bestraft

Es war ein munterer Kampf an der Spitze zwischen Sam Bird und Andre Lotterer beim Formel-E-Lauf in Hongkong. Jedoch ging das Scharmützel zwischen den beiden nicht glimpflich aus: Bird touchierte kurz vor Rennende das Heck von Lotterer, weshalb dieser einen Reifenschaden davon trug. Bird schaffte es, auf Position eins ins Ziel zu fahren, wurde aber dann mit einer Fünf-Sekunden-Strafe zurückversetzt. Den Sieg erbte Edoardo Mortara. Bird befürchte nun, als Rüpel zu gelten.

"Es ist wirklich schade, weil er [Lotterer] ein gutes Rennen gefahren ist", resümiert der 32-Jährige den Lauf in Hongkong. "Es ist schade, dass wir keine Pokale und nicht alle Punkte bekommen haben." Laut Bird war der Unfall zwischen ihm und Lotterer aber derselbe, den es zwischen dem Deutschen und seinem Teamkollegen Jean-Eric Vergne im vergangenen Jahr in Santiago gegeben habe. "Damals wurde es als die spannendste Situation überhaupt gehandelt," so das Fazit von Bird.

Lotterer und Vergne wurden damals nicht bestraft und kamen deshalb auf den Plätzen eins und zwei ins Ziel. Bird hielte es deshalb für unfair, wie er in Hongkong behandelt wurde. "Alle waren damals am Lachen und Strahlen", erinnert sich der Brite. "Dieses Mal kam es halt zu einem Reifenschaden und das ist der einzige Unterschied." Bird wäre seinem Konkurrenten aus Deutschland nicht absichtlich ins Heck gefahren.

 

Außerdem kritisiert der Virgin-Fahrer das Prozedere in der Formel E. Es dauere zu lange, den Sieger festzustellen. Er erklärt: "Weil ich auf dem Podium war und mit den Medien geredet habe, dachte ich, dass ich für das nächste Rennen eine Strafe bekommen würde. Warum sagen sie erst allen, dass ich gewonnen habe, um dann zu erklären, dass ich nicht gewonnen habe? Schon oft wurde der Sieger in der Formel E letztendlich nicht auf Platz eins gewertet. Das ist Schade, vor allem für die Zuschauer zuhause und an der Strecke, die erst später erfahren, wer eigentlich gewonnen hat."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel E
Event Hongkong
Autor André Wiegold
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