Nico Müller mit neuem Rundenrekord bei Formel-E-Rookietest

Nico Müller hat sich für Audi die Bestzeit beim Rookietest der Formel E in Marrakesch gesichert und einen Rekord aufgestellt - Zahlreiche bekannte Namen dabei

Audi-Pilot Nico Müller hat den Rookietest der Formel E mit einem neuen Streckenrekord und einer souveränen Bestzeit abgeschlossen. Einen Tag nach dem Formel-E-Event in Marrakesch trafen sich die Teams noch einmal auf dem marokkanischen Kurs, um 20 Rookies die Testchance in einem Elektroboliden zu gewähren.

Neben einigen unbekannten Youngstern waren auch einige alte Hasen aus anderen Motorsportbereichen dabei: So testeten etwa die ehemaligen DTM-Champions Paul di Resta (Jaguar), Gary Paffett (Venturi) und Bruno Spengler (Andretti) das Formel-E-Auto, genau wie Formel-1-Testpilot Antonio Giovinazzi (DS Virgin) oder der deutsche Formel-3-Pilot Maximilian Günther (Dragon).

Am schnellsten war aber DTM-Pilot Nico Müller unterwegs, der für Audi ins Lenkrad griff. Der Schweizer fuhr mit 1:19.651 Minuten sogar deutlich schneller als Felix Rosenqvist, der im Qualifying mit 1:20.115 Minuten die schnellste Zeit fuhr. Die beste Zeit des Wochenendes kam im zweiten Training jedoch von Daniel Abt, der 1:19.760 Minuten für eine Umrundung brauchte.

"Ich hatte viel Spaß", versichert Müller nach dem Testtag. "Das erste Mal in einem Formel-E-Auto war erfolgreich. Es hat mir wirklich gefallen, ich konnte viele Runden drehen und hatte ein gutes Programm für längere Runs und auch für kürzere am Ende des Tages", so der Schweizer, der die Bestzeit erst wenige Minuten vor dem Fallen der Zielflagge gefahren hatte.

Weniger erfolgreich war der Auftritt für seinen Audi-Kollegen Nyck de Vries. Der Formel-2-Pilot konnte am Morgen lediglich zwei Runden fahren und kam auch am Nachmittag lediglich auf 15 Umläufe, weil es Probleme an beiden Autos gab. Der Niederländer war in den Fahrzeugen von Lucas di Grassi unterwegs, der schon am Samstag Probleme an beiden e-tron FE04 hatte.

Rang zwei ging an Pietro Fittipaldi (Jaguar), der allerdings bereits 0,946 Sekunden Rückstand auf Müller aufwies. Einen guten Eindruck machte auch der deutsche Nachwuchspilot Maximilian Günther, der im Dragon auf Rang drei fuhr (+1,006). Der ehemalige Formel-1-Pilot Paul di Resta (Jaguar) fuhr am Vormittag die Bestzeit und landete am Nachmittag auf dem vierten Rang (+1,123).

Für den Unfall des Tages sorgte am Morgen Andrea Caldarelli, der seinen Dragon unsanft in die Barriere stopfte und stark beschädigte. Für eine zweite ungewöhnliche Unterbrechung sorgte zudem ein Hund, der am Vormittag auf die Strecke lief - ihm ist allerdings nichts passiert.

Die Zeiten des Rookietests:
1. Nico Müller (Audi) - 1:19.651 Minuten
2. Pietro Fittipaldi (Jaguar) - 1:20.597
3. Maximilian Günther (Dragon) - 1:20.657
4. Paul di Resta (Jaguar) - 1:20.774
5. James Rossiter (Techeetah) - 1:20.794
6. Daniel Juncadella (Mahindra) - 1:20.874
7. Antonio Giovinazzi (DS Virgin) - 1:20.876
8. Andrea Caldarelli (Dragon) - 1:20.964
9. Joel Eriksson (DS Virgin) - 1:20.971
10. Nyck de Vries (Audi) - 1:21.108
11. Gary Paffett (Venturi) - 1:21.351
12. Sam Dejonghe (Mahindra) - 1:21.884
13. Alexander Albon (Renault e.dams) - 1:22.027
14. Frederic Makowiecki (Techeetah) - 1:22.219
15. Alexandre Imperatori (NIO) - 1:22.500
16. Colton Herta (Andretti) - 1:22.673
17. Bruno Spengler (Andretti) - 1:22.987
18. Mitsunori Takaboshi (Renault e.dams) - 1:23.052
19. Harry Tincknell (NIO) - 1:23.076
20. Michael Benyahia (Venturi) - 1:23.975

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Rennserien Formel E
Fahrer Nico Müller , Nyck de Vries
Artikelsorte Testbericht
Tags TEST, formel e, marokko, marrakesch, nico muller, rookie, testfahrten