Porsche über Gen3: Wenn die Büchse der Pandora geöffnet wird, dann ...

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Porsche über Gen3: Wenn die Büchse der Pandora geöffnet wird, dann ...
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Co-Autor: Alex Kalinauckas
11.06.2019, 14:20

Porsche steckt mitten in den Diskussionen um das Gen3-Auto der Formel E - Die neue Generation ist für die Saison 2021/22 geplant

Das Gen2-Auto ist noch keine Saison alt und schon wird in der Formel E über die dritte Generation der elektrischen Formelautos gesprochen, die für die Saison 2021/22 geplant ist. Porsche ist in den Diskussionen rund um das neue Modell involviert. Die Batterie der Zukunft sorgt für Diskussionen.

"Wir diskutieren zusammen mit der FIA [Automobil-Weltverband] die technische Seite der neuen Generation", sagt Malte Huneke, Chef des Formel-E-Projekts von Porsche. "Was die Technologie angeht, haben wir keine speziellen Forderungen. Die Formel E soll ihren Zielen treu bleiben und die Marschrute weiter einhalten."

Die Batterie der Zukunft werde heiß diskutiert, verrät der Porsche-Formel-E-Chef, der auch im ehemaligen LMP1-Projekt von Porsche in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) involviert war. "Das ist ein schwieriges Thema, weil dort schnell die Büchse der Pandora geöffnet werden könnte. Wenn jemand die richtige Technologie entwickelt, wird er vorne wegfahren."

Dass ein Team die Meisterschaft dominiert und die Kosten explodieren, soll verhindert werden. "Das diskutieren wird eng mit der FIA", sagt Huneke. "Wir müssen da den richtigen Weg für die Zukunft finden. Wir sind jedoch noch nicht so weit, dass wir sagen können, wie das genau aussehen soll."

Die Effizienz soll weiterhin im Fokus der Elektroserie stehen. Huneke sagt: "Die Effizienz muss eine wichtige Rolle spielen, genauso wie der Antriebsstrang. Das ist, was wir uns vorstellen. Das geht dann Hand in Hand mit dem, was auch in der Serienproduktion von Relevanz ist."

Außerdem soll weiterhin ein Reifen für alle Bedingungen eingesetzt werden. Aktuell nutzt die Formel E einen Reifentyp aus dem Hause Michelin, der sowohl im Trockenen als auch Nassen zum Einsatz kommt. Auch hier wird Effizienz groß geschrieben. Einen separaten Renn- und Regenreifen will Porsche auch in der Zukunft der Formel E nicht sehen.

"Wir sollten außerdem auf eine ausartende Aerodynamik verzichten", so Huneke weiter "Es sollte weiterhin eine Einheitsaerodynamik eingesetzt werden. Das ist, was uns glücklich machen würde und das ist das, was wir in der Zukunft sehen wollen." Porsche wird ab der Saison 2019/20 in der Formel E an den Start gehen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel E
Autor André Wiegold
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