RoboRace präsentiert fahrerloses Auto für neue Rennserie

RoboRace, die erste Rennserie mit fahrerlosen Autos, hat eine Designstudie des Fahrzeugs veröffentlicht. Damit will Roborace schon 2016/2017 im Rahmen der Formel E antreten.

Insgesamt sollen zehn Teams jeweils zwei Autos einsetzen, die Renndistanz soll eine Stunde betragen. Gelenkt werden die Fahrzeuge nicht durch Fahrer, sondern durch von Ingenieuren programmierte Algorithmen.

Roborace

Foto: RoboRace

Tron-Designer entwirft Designstudie

RoboRace hat Daniel Simon zum Chefdesigner bestellt. Der Deutsche ist vor allem dafür bekannt, die futuristischen Fahrzeuge der Filme Tron: Legacy und Tron: Oblivion entworfen zu haben. Zudem zeichnete Simon 2011 für das Farbdesign des HRT-Autos in der Formel 1 verantwortlich.

Bildergalerie: Der RoboRace-Rennwagen

„Wir leben in einer Zeit, in der die getrennten Welten von Automobilen und künstlicher Intelligenz unausweichlich aufeinandertreffen“, sagt Simon. „Es ist fantastisch, ein Teil dieser Entwicklung zu sein. Da werden all meine Leidenschaften angesprochen – Motorsport, Design und moderne Technologien.“

„Mein Ziel war, ein Auto zu entwerfen, das das ungewöhnliche Merkmal, keinen Fahrer zu haben, maximal ausnützt – ohne aber gleichzeitig Abstriche bei der Schönheit zu machen. Renningenieure und Aerodynamik-Spezialisten haben von Anfang an mit mir gearbeitet, damit wir diese Balance hinkriegen.“

Daniel Simon, Roborace Chief Design Officer
Daniel Simon, Chefdesigner

Foto: RoboRace

Simon weiter: „Es war wichtig, genug Abtrieb zu generieren, ohne zu viele Luftleitelemente am Auto unterzubringen. Wir wollten eine saubere und markante Linienführung haben. Deshalb nutzen wir hauptsächlich den Unterboden als aerodynamisches Hilfsmittel. Wir entwickeln aber auch aktive Luftleitelemente, die besser sind, als heutige Teile.“

„In jedem Fall freue ich mich sehr darüber, ein Mitglied dieses mutigen Teams zu sein, das all dies in die Tat umsetzen wird.“

Identische Autos, unterschiedliche Software

Alle RoboRace-Teams sollen mit identischen Fahrzeugen gegeneinander antreten. Es obliegt jedoch jedem Team, die Software zu modifizieren. Am Auto selbst darf nicht gebastelt werden.

Zusätzlich zu den normal eingeschriebenen Teams soll ein per Crowd-Funding finanzierter Rennstall in der Startaufstellung stehen.

„Wir fühlen uns geehrt, Daniel als Chefdesigner bei uns zu haben“, sagt RoboRace-Geschäftsführer Denis Sverdlov. „Seine Leidenschaft und seine Erfahrung sind unbestritten. Und ich glaube, unser Auto hat die besten Voraussetzungen, zu einem der berühmtesten Fahrzeuge in der Automobilgeschichte zu werden.“

Denis Sverdlov, Roborace CEO
Denis Sverdlov, Geschäftsführer

Foto: RoboRace

„Wir nennen unsere Meisterschaft ‚die Intelligenz-WM‘, weil es eine offene Meisterschaft für die klügsten Köpfe der Welt sein soll. Da passt es natürlich perfekt, dass unser Fahrzeug eines der cleversten ist, das je produziert wurde. Dank Daniel könnte es auch eines der schönsten Autos sein, das je gefahren ist.“

Über das Konzept der neuen Rennserie sagt Sverdlov: „Es ist Gaming, Motorsport, Technologie und Unterhaltung, alles in einem. Und ich glaube leidenschaftlich daran, dass es in der automobilen Zukunft viel um Software gehen wird, um fahrerlose Autos, um elektrische Antriebe und dergleichen mehr. Roborace wird dabei helfen, all dies Realität werden zu lassen.“

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Rennserien Formel E , Roborace
Artikelsorte News
Tags auto, automobil, design, fahrerlos, fahrzeug, roborace, technik