Venturi: Mit dem Antarctica zum Südpol

Nach einigen Jahren Unterbruch wird die von Prinz Albert II. von Monaco initiierte Expedition des monegassischen Teams zum Südpol ab 2018 wieder fortgesetzt.

Ziel der im Jahre 2011 erstmals durchgeführten Expedition war es, die Forscher vor Ort bei der Suche nach Ursachen des Klimawandels zu unterstützen. Nun hat man sich entschlossen, den Elektro-Prototypen noch einmal ins ewige Eis zu schicken.

Während Jahrzehnten verwendete man für ähnliche Expeditionen in erster Linie dieselgetriebene Fahrzeuge – eine der Hauptquellen für Umweltverschmutzung überhaupt.

Aus diesem Grund, und angesichts einer zunehmend restriktiven Gesetzgebung zum Schutz der Natur, hatte sich das in Monaco ansässige Unternehmen Venturi in Zusammenarbeit mit Experten aus diesem Bereich das ehrgeizige Ziel gesetzt, ein komplett elektrisch angetriebenes Raupenfahrzeug zu entwickeln, das diese Aufgabe emissionsfrei und damit möglichst ohne schädlichen Einfluss auf die Natur bewältigen kann. Das Ergebnis war der Antarctica.

 

Das Projekt wurde im Jahre 2011 auf Initiative von Prinz Albert ins Leben gerufen, der 2009 die Antarktis besucht hatte und dabei zum Entschluss kam, dass bei der Erforschung des Gebietes mehr Rücksicht auf die Umwelt genommen werden müsse. 

Die weiterentwickelte Version dieses Prototypen verwendet nun zwar noch immer dieselbe Basis und den gleichen Motor wie das ursprüngliche Modell, kann allerdings vier anstelle der ursprünglichen zwei Personen aufnehmen und besitzt einen Kofferraum für das benötigte Equipment.

Venturi Antarctica
Venturi Antarctica

Photo by: Lorenzo Senna

Das nur etwas mehr als eine Tonnen schwere Gefährt verfügt über eine Leistung von 2x50kW und hat bei einer maximalen Geschwindigkeit von 25km/h eine Reichweite von 40km – was beträchtlich ist, angesichts der Tatsache, dass die extrem tiefen Temperaturen die Entladung der Batterie massiv beschleunigen.

 

Im Winter 2018 soll in mehreren europäischen Skigebieten eine weiterentwickelte Batterie getestet werden, ehe der Antarctica im späteren Verlauf des Jahres damit zu einer neuen Mission zum Südpol startet.

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