Zweite Strafe in Folge: Wehrlein verliert auch Podium am Sonntag

Pascal Wehrlein wird auf den vierten Platz zurückgestuft - Das allerdings nicht für das Vergehen, für das er ursprünglich unter Beobachtung gestanden hatte

Zweite Strafe in Folge: Wehrlein verliert auch Podium am Sonntag

Pascal Wehrlein wurde nach seiner Disqualifikation im Samstagsrennen beim Puebla E-Prix auch am Sonntag der Podiumsplatz aberkannt, weil er den Fanboost nicht richtig eingesetzt hat.

Am Samstag hatte er im ersten Rennen in Mexiko seinen ersten Sieg in der Formel E verloren, weil das Team einen Formfehler begangen hat. Porsche, ebenfalls dadurch seines ersten Sieges in der Elektroformelserie beraubt, will gegen die Disqualifikation Berufung einlegen.

Jetzt hat Wehrlein seinen zweiten Platz im Sonntagsrennen verloren, weil er eine Fünf-Sekunden-Strafe aufgebrummt bekam, die ihn auf Platz vier zurückwarf.

Wehrlein stand bereits unter Beobachtung für zu hohe Leistungsabgabe, was durch Leistungsspitzen wegen Bodenwellen schnell zustande kommt. Der Automobil-Weltverband FIA hat allerdings das falsche Verwenden des Fanboosts als Grund für die Strafe ausfindig gemacht.

 

Der Fanboost sei zu spät ausgeführt worden, sodass Wehrlein nicht mehr ausreichend Energie übrighatte, das in Artikel 37.4 des Sportlichen Reglements vorgeschriebene Niveau von 240 Kilowatt (326 PS) zu erreichen.

Das sagen die FIA-Kommissars

"Die Kommissare haben einen technischen Report über zu hohe Leistungsabgabe erhalten. Sie fanden heraus, dass es keine zu hohe Leistung gegeben hat, wohl aber einen nicht korrekten Einsatz des Fanboosts ", heißt es in einem FIA-Kommunique.

"Die Daten zeigen, dass der Fahrer den Fanboost betätigt hat, doch aufgrund der geringen verbliebenen Energie im Fahrzeug wurde die minimale Leistung von 240 Kilowatt nicht erreicht. Die Daten zeigen auch, dass die maximale Leistung von 100 Kilojoule nicht komplett aufgebraucht wurde. Aus diesem Grund entschließen sich die Kommissare zu oben genannter Strafe."

 

Die Entscheidung fiel rund drei Stunden nach Fallen der schwarz-weiß karierten Flagge. Edoardo Mortara und Venturi behalten ihren zweiten Sieg in der Formel E. Das neue Podium besteht nun aus Virgin-Pilot Nick Cassidy auf Platz zwei und Oliver Rowland im e.dams-Nissan auf Position drei.

Pascal Wehrlein hat damit am gesamten Rennwochenende 32 WM-Punkte eingebüßt. Er ist jetzt Neunter in der Gesamtwertung, 24 Punkte hinter Tabellenführer Edoardo Mortara. Als Wehrlein in der Pressekonferenz saß, war ihm gerade erst mitgeteilt worden, dass er unter Beobachtung steht.

Porsche wird den Einspruch in den kommenden Tagen einreichen. Allerdings ist es äußerst unwahrscheinlich, dass die Ergebnisse des Samstagsrennens geändert werden. Das liegt daran, dass in Mexiko ein "Doubleheader" veranstaltet wurde. Der Verlust seiner Punkte beeinflusste dann die Gruppe, in der der Ex-Formel-1-Pilot das Qualifying für das Sonntagsrennen absolvierte.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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