Andreas Jenzer: „Wir wollen unbedingt wieder an die Spitze“

Das Schweizer Team feierte am vorletzten Sonntag in Barcelona den ersten GP3-Sieg seit 2012. Andreas Jenzer ist überzeugt: „Der Sieg von Arjun Maini war keine Eintagsfliege.“

Lange ist es her. Im Juli 2012 gewann Patric Niederhauser mit einem Dallara von Jenzer Motorsport das erste der beiden GP3-Rennen von Hockenheim. Das war der letzte Sieg des Teams aus Lyss in dieser Klasse. Ein zweiter und dritter Platz von Niederhauser beim Saisonauftakt 2013 in Barcelona nährte daraufhin die Titelhoffnungen, doch wurde aus verschiedenen Gründen nichts daraus. 

 

Vier Jahre später stand Arjun Maini am vorletzten Sonntag in Spanien als Sieger auf dem gleichen Podium. Daneben als Dritter Alessio Lorandi, der schon tags zuvor den dritten Platz belegt hatte. „Ein Podium mit zwei Jenzer-Fahrern hatten wir noch nie“, freut sich der Teamchef. 

Nun belegt Lorandi nach dem ersten GP3-Wochenende 2017 in der Meisterschaft den zweiten hinter Samstagsieger Nirei Fukuzumi (J), Maini den dritten. „Wir wussten nach den Testfahrten, dass wir mithalten können, aber ein Doppelpodium hatten wir nicht erwartet“, gibt Jenzer zu.

„Ein Sieg von uns ist schon so lange her... aber das ist keine Eintagsfliege. Wir kommen zurück. Ich will unbedingt wieder an die Spitze, und das werden wir schaffen“, ist der Berner überzeugt.

Worauf stützt Andreas Jenzer seinen Optimismus? „Wir haben uns ein sehr gutes Verständnis der neuen Pirellireifen erarbeitet. Aber wir sind noch zu wenig gut im Qualifying. Es ist jedoch gut zu sehen, dass Auto und Fahrer noch mehr Potenzial haben.“ 

 

Stolz ist Jenzer nicht nur auf all seine Mitarbeiter und den neuen Siegfahrer Arjun Maini, sondern auch auf Alessio Lorandi. Der Italiener stiess erst in den letzten beiden Veranstaltungen 2016 zum Team. „Er absolvierte zwei absolut fehlerfreie Rennen. Im zweiten Lauf mit umgekehrter Startaufstellung von P7 aufs Podium zu fahren, hat nicht mal einer der vier Fahrer von ART Grand Prix geschafft.“

Im Vergleich zu ART, betont Jenzer, sei sein Team unterfinanziert. Und statt vier Wagen setzt Jenzer Motorsport vorerst nur zwei ein. „Das Budget ist eigentlich für drei Autos ausgelegt. Wir wären froh, wenn wir einen dritten Fahrer hätten, aber ich werde deshalb keinen mit weniger Geld aufnehmen.“ 

 

Das nächste GP3-Wochenende ist erst vom 7. bis 9. Juli in Spielberg. Gut möglich, dass der rennbereite dritte GP3-Rennwagen von Jenzer Motorsport aufgrund des jüngsten Erfolgs besetzt sein wird.

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Über diesen Artikel
Rennserien GP3 , Formel 4
Fahrer Patric Niederhauser , Arjun Maini , Alessio Lorandi , Nirei Fukuzumi
Teams Jenzer Motorsport
Artikelsorte Interview
Tags andreas jenzer