Kevin Jörg: "Jetzt muss ich noch im Qualifying besser werden"

Endlich kam der St. Galler im zweiten Rennen von Budapest zu seinem ersten Podium in der GP3. "Langsam verstehe ich, was ich mit dem Auto machen muss..."

Der achte Startplatz war die bisher beste Ausgangslage für den 21-Jährigen aus Weesen am Walensee. Diesen verwandelte Kevin Jörg im ersten Rennen in einen siebten Platz, was gleichbedeutend mit der ersten Startreihe für den zweiten Lauf am Sonntagmorgen war. 

 

Mit Ryan Tveter, Kevin Jörg, Giuliano Alesi und Dorian Boccolacci standen alle vier Fahrer von Trident aus Italien in den ersten zwei Reihen. "Ich hatte dann einen guten Start, musste aber in der ersten Kurve aussen herum, weil Tveter innen dicht machte. Dabei hat er sich verbremst, und so zog Alesi innen durch." 

Damit waren die Positionen bezogen. Überholen ist auf dem Hungaroring schwierig, wenn der Vordermann keinen Fehler macht. "Leider erhielt ich dadurch keine Chance mehr, Ryan oder Giulio zu attackieren", bedauert Jörg.

Sein erstes Podium in der zweiten GP3-Saison ist für ihn eine Erleichterung. "Ich habe mich von Rennen zu Rennen gesteigert. Langsam weiss ich, was ich mit dem Auto und den Pirelli-Reifen machen muss. Ich muss nun vor allem im Qualifying stärker werden, weil das zweite Rennen immer vom Resultat am Samstag abhängt. Ich hoffe, dass ich diesen Schritt nach vorne auf den nächsten Strecken in Spa und Monza beweisen kann." 

 

Von den beiden Piloten von Jenzer Motorsport setzte sich Alessio Lorandi als Vierter im ersten Rennen hervorragend ins Szene, nachdem er nur als Neunter gestartet war. Arjun Maini blieb nach der ersten Runde mit durchgebrannter Kupplung stehen.

Am Sonntag räuberte der Italiener zu wild über die Randsteine und handelte sich dadurch einen Reifenschaden ein. Ansonsten hätte Lorandi das Trident-Quartett sprengen können. Der Inder wurde Neunter und blieb so in Ungarn ohne Punkte. 

In der von den vier ART-Fahrern George Russell (92 Punkte), Jack Aitken (88), Anthoine Hubert (78) und Nirei Fukuzumi (72) angeführten Meisterschaft liegt Lorandi (63) an sechster Position hinter Alesi (66). Trotz der 16 Punkte in Ungarn bleibt Kevin Jörg zur Sommerpause auf dem 13. Rang (18), ist nun jedoch deutlich näher an den Top Ten von 2017. 

 

In der Teamwertung liegt ART Grand Prix mit 311 Punkten weit vor Trident (152) und Jenzer (99), doch hat das kleine Schweizer Zweimannteam die grossen Equipen von Arden (46), Campos (30) und DAMS (4) um weitere sechs Punkte distanziert.

GP3 Series - Drivers - points standings after 8 rounds

GP3 Series - Teams - points standings after 8 rounds

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Über diesen Artikel
Rennserien GP3
Veranstaltung Budapest
Unterveranstaltung Nach dem Rennen, Sonntag
Rennstrecke Hungaroring
Fahrer Arjun Maini , Alessio Lorandi , Kevin Jörg
Teams Jenzer Motorsport , Trident
Artikelsorte Kommentar
Tags jenzer motorsport, schweiz