Bortolotti crasht im Oschersleben-Quali: "Das kann auch ganz anders enden"

Mirko Bortolotti verunfallte mit seinem Lamborghini beim 1. Qualifying in Oschersleben: Was die Ursache war und warum er Glück im Unglück hatte

Bortolotti crasht im Oschersleben-Quali: "Das kann auch ganz anders enden"

Es war - zumindest auf der Strecke - die große Story des ersten Rennens zur ADAC-GT-Masters-Saison 2021: Der Podiumsplatz für den Lamborghini #63 vom GRT Grasser Racing Team. Dabei hing das Schicksal von Mirko Bortolotti und Albert Costa nach dem Qualifying am seidenen Faden.

Zum Hintergrund: Bortolotti bestritt für das Duo die Qualifikation und lag auf Platz fünf, als er durch einen Abflug wenige Minuten vor Schluss für die erste und einzige Unterbrechung der Session verantwortlich war. Ursache war laut Bortolotti ein von der Felge abgerutschter Reifen. Der Lamborghini schlug bei dieser Gelegenheit relativ sanft in die Reifenstapel ein.

Bortolotti hatte somit Glück, denn, wie er auf Nachfrage von 'Motorsport.com' ausführt: "Das kann auch ganz anders enden in der Schikane. Wenn man sich zum Beispiel dreht und rückwärts einschlägt, dann hat man eine große Chance, dass am Rahmen oder Chassis etwas kaputt geht, und dann hat man ein großes Problem."

 

"Glücklicherweise konnte ich das Auto irgendwie noch so abfangen, dass ich nur gerade durch das Kies gerollt bin und dann leicht die Reifenstapel berührt habe. Dadurch war schon ein bisschen Bodywork kaputt, aber es ging nichts Gravierendes kaputt", atmet Bortolotti auf.

Bortolotti nach Quali-Crash mit Attacke im Rennen

Einem Start im Rennen stand somit nichts im Wege. Bortolotti/Costa wurden im Qualifying zwar noch vom Mercedes-Duo Stolz/Engel verdrängt. Allerdings behielten die Lamborghini-Fahrer nach einer Grid-Strafe gegen Stolz/Engel ihren fünften Startplatz. Eine gute Ausgangslage für das Rennen.

"Aber es war auch klar, dass es schwierig sein wird, von da in Oschersleben große Sprünge zu machen. Aber ich habe trotzdem versucht, zu attackieren so viel wie möglich", so Bortolotti. Das gelang ihm auch: Während seines Stints arbeitete sich Bortolotti auf den dritten Platz nach vorne.

Eine bärenstarke Inlap zum Boxenstopp brachte den Lamborghini sogar noch an den Land-Audi #29 (Feller/Mies) vorbei auf den zweiten Platz. Danach war dank einer Safety-Car-Phase sogar der Sieg kurzzeitig in Griffweite. Bortolotti und Costa mussten sich letztlich aber mit dem zweiten Platz begnügen.

Doch auch darüber ist Bortolotti nach den Ereignissen des Tages hocherfreut: "Albert hat dann auch im zweiten Stint einen super Job gemacht und deswegen können wir mit dem zweiten Platz heute sehr zufrieden sein. Das ist ein sehr wichtiges Resultat für uns und ein sehr guter Saisonstart."

Mit Bildmaterial von Alexander Trienitz.

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