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Oschersleben: Manöver von Joel Sturm und Raffaele Marciello begeistern

Die Angriffe von Joel Sturm und Raffaele Marciello waren in Oschersleben das Salz in der Suppe: So blicken die beiden Fahrer auf ihre waghalsigen Manöver

Die Saison 2022 des ADAC GT Masters ist gestartet, und gleich im ersten Rennen bewerben sich zwei Fahrer für die Szene des Jahres: Joel Sturm im Allied-Porsche #22 (S. Müller/Sturm) und Raffaele Marciello im Landgraf-Mercedes #48 (Marciello/Aberdein). (Ergebnis)

Sturm sorgte bereits in den ersten Sekunden der neuen Saison dafür, dass den Zuschauern der Atem stockte. Er ritt eine Attacke in der ersten Kurve des Rennens, jenseits von gut und böse. Der Porsche-Fahrer musste über das Kiesbett ausweichen und kam anschließend glücklicherweise ohne folgenschwere Kettenreaktionen zurück auf die Strecke.

"Der Start war sehr gut von mir, und dann wurde ich leicht auf die Wiese gedrückt vom Lamborghini. Dann waren die Reifen ein bisschen zu dreckig, um in Kurve 1 so spät zu bremsen, wie ich es gemacht hatte. Ich musste daher über den Kies fahren. Aber im Endeffekt ist noch alles gut gegangen", berichtet der junge Deutsche hinterher.

Tatsächlich ließ Sturm im Sprint zur ersten Kurve den Pole-Setter Franck Perera im Emil-Frey-Lamborghini #19 (Perera/Rougier) alt aussehen. Der Franzose musste den Porsche leicht auf das Gras drücken, um die Führung zu behaupten. Von der anderen Seite kam auch noch Jusuf Owega im Land-Audi #29 (Feller/J. Owega) angeschossen.

Owega wollte nicht mitgerissen werden

"Der Start war okay. Ich musste ein wenig vorsichtig sein, denn der Porsche war ein wenig optimistisch", erklärt Lamborghini-Fahrer Perera, der nach der mitreißenden Szene am Start die Führung behaupten konnte. "Aber danach war das Ziel, so viel Abstand wie möglich herauszufahren, aber gleichzeitig Reifen zu sparen."

Etwas mehr Angst machte sich bei Owega breit. Er reihte sich in der ersten Kurve hinter Perera ein und musste in dieser Position damit rechnen, vom abgeflogenen Sturm getroffen zu werden. "Da kam ein Porsche links vorbei geflogen. Da habe ich mir gedacht: 'Was geht denn da ab?'", gibt Owega Einblicke in sein Gefühlsleben.

"Aber es ist Gott sei Dank gut gegangen. Ich hatte ein bisschen Sorge, dass er vielleicht zurückkommt auf die Strecke und mich mitnehmen würde." Owega kam ungeschoren davon und legte mit seinem reifenschonenden Startstint den Grundstein für den späteren Land-Sieg.

Und Marciello? Der übernahm beim Boxenstopp den Landgraf-Mercedes #48 von Teamkollege Jonathan Aberdein und startete eine Aufholjagd, die ihm fast noch einen Podiumsplatz beschert hätte. Sein erstes Opfer hieß Konsta Lappalainen.

Marciello macht kurzen Prozess mit Lappalainen

Der Finne lag im Emil-Frey-Lamborghini #14 (Wishofer/Lappalainen) auf P4, musste Marciello dann aber nach einem aufsehenerregenden Zweikampf über mehrere Kurven, in denen der Mercedes-AMG GT3 stets auf der Außenbahn unterwegs war, ziehen lassen!

 

"Ich habe gesehen: Als er in Kurve 2 innen gefahren ist und mir für Kurve 3 auf der Außenseite Platz gelassen hat, dass er nett war. Man sieht es am Fahrstil, ob ein Fahrer aggressiv ist oder nicht. Ich habe erkannt, dass er mir Platz lässt, deshalb war es okay", sagt Marciello im Gespräch mit 'Motorsport.com' nach dem Rennen.

Er habe schon am Ausgang von Kurve 3 gewusst, dass er das Manöver durchziehen würde. Ein Fahrer, der nicht bereit ist, seine Position aufzugeben, würde an dieser Stelle sonst die Tür zu machen, begründet Marciello. Das habe Lappalainen nicht getan, und so war Marciello schon auf der folgenden Geraden "leicht vorn".

In der anschließenden Triple-Links zog er endgültig am Lamborghini vorbei. Der Italiener selbst hätte ein solches Manöver an Lappalainens Stelle nie zugelassen. Er stellt klar: "Wenn mich jemand dort auf der Außenbahn überholen würde, müsste ich den Beruf wechseln!"

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

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