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ADAC GT Masters Oschersleben

Rutronik-Audi unaufhaltsam? Konkurrenz verzweifelt am Marschall-Express

Rutronik Racing und insbesondere Dennis Marschall schocken die Gegner mit Traumzeiten - Ist das Rennen schon entschieden? Oder wendet sich das Blatt?

Sie dominieren in der Motorsportarena Oschersleben nach Belieben. Die Audi R8 LMS GT3 Evo II von Rutronik Racing bestimmen seit den offiziellen Testfahrten vor zwei Wochen das Geschehen beim Saisonstart des ADAC GT Masters. Die Konkurrenz reibt sich verwundert die Augen.

Bestzeit bei den Testfahrten vor zwei Wochen, zwei Bestzeiten bei den Testfahrten am Donnerstag, Bestzeit in beiden Trainings am Freitag: Der Rutronik-Audi #27 (Marschall/Schramm) und der Rutronik-Audi #15 (Niederhauser/Engstler) scheinen unantastbar zu sein. Aber woran liegt das?

Zunächst einmal wäre da die neue Evo-Stufe des Audi R8 LMS GT3. Das Evo-II-Paket ist ein so großer Schritt, dass die BoP-Hüter verschiedener Serien offenbar überrascht worden sind.

Beim Auftakt zur Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS, Ex-VLN) wurde der Land-Audi nur knapp vom Manthey-Porsche mit A-Mannschaft geschlagen. Bei der GT-World-Challenge (GTWC) Europe in Imola dominierte der mit Vollprofis besetzte WRT-Audi #32 das Geschehen. Nun geschieht dasselbe mit Rutronik Racing in Oschersleben.

Die Konkurrenz ist sich sicher: Um den Audi R8 LMS GT3 Evo II wieder einzufangen, wären mindestens 20 Kilogramm Zusatzgewicht nötig. Von mehreren anderen Herstellern heißt es: 1:22.8 oder vielleicht noch 22.7 wäre am Freitag möglich gewesen, aber eine 22.5 habe definitiv nicht im Bereich des Machbaren gelegen.

Doch auch im Audi-Lager ist man verblüfft. "Da können wir aktuell nicht mithalten", sagt Meister Ricardo Feller von Land-Motorsport gegenüber 'Motorsport.com Deutschland'. "Da sind wir noch hintendran. Ich hoffe, dass wir bis morgen noch etwas am Set-up finden."

"Ich denke, die sind einfach bestens vorbereitet", so der Schweizer im Hinblick auf das Meisterteam von 2019. "Sie waren in der Vergangenheit schon immer stark hier. Deswegen denke ich, die haben einfach das Auto aktuell in einem etwas besseren Fenster, oder vielleicht auch für die Bedingungen oder die neuen Reifen."

Dennis Marschall sieht zwei Gegner

Dennis Marschall versucht gar nicht erst, die Favoritenrolle von sich wegzuschieben. Das wäre nach drei Tagesbestzeiten durch ihn selbst (Vorsaisontest, Donnerstagstest, Freitag) ohnehin nicht glaubwürdig.

"Natürlich ist das schön, aber letztlich bringen einem die Bestzeiten nichts. Im Gegenteil: Man denkt sich immer, dass es nur noch schlechter werden kann", sagt der Audi-Werksfahrer im Gespräch mit 'Motorsport.com Deutschland'.

"Wenn wir plötzlich im Rennen nur in der vierten Reihe stehen sollten, würden wir uns natürlich fragen, wie es im Training so gut laufen kann und im Qualifying nicht. Andererseits ist mir das natürlich lieber, als in den Freien Trainings nach Zeit zu suchen und dann ins Qualifying mit Fragezeichen zu gehen."

Trotz dreier Bestzeiten in bisher sechs Sitzungen in dieser Saison (je zwei beim Vorsaisontest, Donnerstagstest und Freitag) wird das Qualifying für Marschall am Sonntag (am Samstag fährt Schramm) kein Selbstläufer, wie er glaubt.

"Für mich gibt es zwei Gegner, die richtig stark sind: Patric [Niederhauser], der im gleichen Auto sitzt, und auch Raffaele Marciello sehen sehr stark aus. Wenn man durch die Zeiten schaut, dann sieht man, dass die vorne dabei sind, oder sogar schneller. Es sind sicher noch viele andere mit bei der Musik, aber das werden wir im Zeittraining sehen."

Im Qualifying wird es aller Voraussicht nach einen neuen Streckenrekord geben. Man rechnet mit Zeiten im tiefen 1:22er-Bereich - sofern es über Nacht nicht regnet, wonach es nicht aussieht. Der neue Pirelli-Reifen allein bringt bereits eine halbe Sekunde, hinzu kommt das Evo-II-Paket des Audis.

Auch die anderen Audi-Teams rätseln: Champion Ricardo Feller kann derzeit mit Rutronik nicht mitgehen

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Foto: Alexander Trienitz

Wie schlagen sich Schramm und Engstler?

Da das ADAC GT Masters Teamsport ist, müssen auch die Teamkollegen mitziehen. Kim-Luis Schramm kann schnell sein, das aber bisher nur in einem kleinen Fenster. Genau hier soll das Evo-II-Paket des Audis helfen.

Marschall ist zuversichtlich: "Das Evo-Paket hilft auch mir, aber Kim besonders. Er ist voll bei der Pace. Deshalb bin ich optimistisch wie schon lange nicht mehr." Schramm sicherte sich die Bestzeit im Abschlusstraining am Freitagnachmittag.

Im anderen Auto steht Ex-Meister Patric Niederhauser außer Frage. Hier ist das Fragezeichen GT3-Neuling Luca Engstler. Dessen Saisonvorbereitung lief nicht wie geplant. Nach den 24 Stunden von Dubai litt seine Saisonvorbereitung.

"Wir wollten eigentlich früh anfangen, in Spanien zu testen, hatten dann aber teamintern einen kleinen Corona-Ausbruch", sagt der Sohn von Ex-Rennfahrer Franz Engstler. "Daher haben wir die Testtage in Spanien gecancelt und uns hier auf Deutschland konzentriert. Wir waren in Hockenheim und einmal in Oschersleben. Aber das ist halt relativ wenig, zumal die Temperaturen nicht die waren, die wir erwarten können."

Er gibt zu, dass "schon noch ein bisschen Arbeit" von seiner Seite nötig sei. "Aber es ist jetzt halt so, wie es ist. Da braucht man sich nicht lange den Kopf darüber zu zerbrechen. Wir müssen das Beste draus machen. Das Auto läuft ja; das heißt, diese Ausrede ist bei mir schon mal gestrichen."

Mit Bildmaterial von Alexander Trienitz.

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