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Vorschau GT-Masters Oschersleben: Unberechenbarer Saisonstart

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Vorschau GT-Masters Oschersleben: Unberechenbarer Saisonstart
23.04.2019, 11:19

In Oschersleben startet am kommenden Wochenende das GT-Masters in seine 13. Saison - Die Karten werden neu gemischt, einen echten Favoriten gibt es nicht

Nach dem bisher spannendsten Jahr der Seriengeschichte sucht das GT-Masters die Champions 2019. Beim Saisonauftakt in Oschersleben am kommenden Wochenende (26.-28. April) zeigt sich, wer die Winterpause optimal genutzt hat und wem der beste Start in die neue Saison gelingt.

Siegkandidaten gibt es viele: 19 Teams mit Supersportwagen von Aston Martin, Audi, BMW, Corvette, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-AMG oder Porsche treten zu den ersten zwei Saisonrennen an. Beide Rennen werden am Samstag und Sonntag (jeweils ab 13:00 Uhr) live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de zu sehen.

Dass die Leistungsdichte im GT-Masters auch in diesem Jahr wieder hoch sein wird, deutete sich bereits beim Vorsaisontest an: Mit Audi, Porsche, Corvette und Ferrari gelang vier der acht vertretenen Marken in den sechs Testsessions mindestens eine Bestzeit.

Wie schwierig eine Prognose für den Auftakt ist, zeigt auch der Blick in die Siegerliste der Strecke bei Magdeburg: In den vergangenen acht Rennen haben dort Fahrzeuge von sieben verschiedenen Herstellern gewonnen. Die Unberechenbarkeit unterstreichen auch die Erfolge von Serienneulingen in Oschersleben. So gelang Luca Ludwig 2009 ein Doppelsieg, 2014 gewann Kelvin van der Linde als bis heute jüngster Fahrer einen Lauf und im vergangenen Jahr waren unter den vier Siegern gleich drei Rookies.

"Oschersleben ist ein anspruchsvoller Kurs, der sehr viel Spaß macht", sagt Audi-Pilot Max Hofer (Land-Motorsport), im Vorjahr mit Philip Ellis Sieger des Samstagsrennens und nun neuer Teamkollege von Ex-Champion Christopher Mies. "Oschersleben ist eine meiner Lieblingsstrecken, da der Fahrer noch einen Unterschied machen kann."

"Dass es dort oft Überraschungen gibt, kann auch daran liegen, dass beim ersten Saisonrennen nach der langen Winterpause noch nicht alle Fahrer ihre Leistung genau auf den Punkt abrufen können. Das ist vor allem im Qualifying ein Nachteil. Da das Überholen in Oschersleben nicht einfach ist, ist eine gute Startposition sehr wichtig."

Zuversichtlich für den Saisonauftakt ist Titelverteidiger Robert Renauer. Mit Porsche-Carrera-Cup-Champion Thomas Preining hat der Bayer einen neuen Teamkollegen, der beim Vorsaisontest mit einer Bestzeit im neuen Porsche 911 GT3 R bereits einen vielversprechenden Eindruck hinterlassen hat.

"Die Vorfreude auf die Saison und vor allem auf das neue Auto ist groß", so Renauer. "Wir sind froh, dass wir ein gutes Paket für das Projekt Titelverteidigung schnüren konnten. Es ist schwer, eine Prognose abzugeben, da das Starterfeld wieder sehr gut besetzt ist. Unser Ziel ist es natürlich, um Siege zu kämpfen. In Oschersleben war der Porsche immer gut, daher rechnen wir uns gute Chancen aus." 

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Hoch motiviert ist auch Mercedes-AMG-Pilot Maximilian Götz (Team HTP). 2018 hatte er bis zum Saisonfinale Titelchancen, belegte aber nach zwei Kollisionen nur den vierten Gesamtrang. In diesem Jahr soll endlich der zweite Titel nach 2012 her. "Ich war seitdem mehrmals nah dran, aber es hat am Ende nicht ganz gereicht. Jetzt greife ich wieder an. Wir haben uns gut auf die Saison vorbereitet, mit uns muss man wieder rechnen", sagt Götz, der sich einen Mercedes-AMG GT3 erstmals mit Indy Dontje teilt.

"Beim Saisonauftakt sind wir nicht die Favoriten, aber wir wollen in die Top Fünf fahren. Wir haben beim Test gesehen, dass wir auf Longruns gut sein sollten." Im Mittelpunkt des Interesses wird auf Deutschlands nördlichster Rennstrecke auch Teamkollege Fabian Vettel stehen. Der jüngere Bruder des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Sebastian Vettel debütiert in Oschersleben im GT-Masters.

Ebenfalls viel beachtet wird in Oschersleben das Debüt der beiden Aston Martin Vantage GT3, mit denen die britische Marke in das GT-Masters zurückkehrt. Aston-Martin-Werksfahrer Maxime Martin stapelt jedoch noch tief: "Im Grunde ist alles möglich. Aber wir müssen realistisch betrachten, dass das GT-Masters weitgehend Neuland für uns ist, nicht zuletzt auch unser Aston Martin Vantage GT3. Eine Platzierung in den Punkterängen sollte ein realistisches Ziel sein."

Der Belgier, der sich einen Vantage bei Propeak Performance mit GT-Masters-Rekordsieger Daniel Keilwitz teilt, hat gute Erinnerungen an Oschersleben: "2009 und 2012 bin ich vier Rennen in Oschersleben gefahren und habe drei gewonnen. Es ist eine technische Strecke, ich würde sagen, sie ist 'tricky'. Die Geraden sind ziemlich kurz, man braucht viel Abtrieb und die dreifache Links ist speziell. Definitiv freue ich mich auf mein Comeback im GT-Masters. 2012 habe ich die volle Saison bestritten, das ist lange her. Jetzt bin ich gespannt, was kommt."

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

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