Sharon Scolari: "Ich würde gerne in Le Mans starten”

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Sharon Scolari:
Riccardo Didier Vassalli
Autor: Riccardo Didier Vassalli
Übersetzung: Peter Wyss, Motorsport.com Switzerland
21.04.2017, 11:01

Für die junge Rennfahrerin aus Bellinzona bleibt Michael Schumacher ein Vorbild. Der Weg in die Formel 1 ist für sie eher ein Traum, doch hofft die schnelle Lady aus dem Lotus Cup Europe, einmal in Le Mans zu starten.

Sharon Scolari, Lotus Elise, ScoRace Team
Sharon Scolari e Roberto Landis di BancaStato
Sharon Scolari, Lotus Elise, ScoRace Team
Sharon Scolari, Lotus Elise, ScoRace Team
Sharon Scolari, Lotus Elise, ScoRace Team
Sharon Scolari presso BancaStato a Bellinzona
Sharon Scolari presso BancaStato a Bellinzona
I saluti di Sharon Scolari a Motorsport.com
Sharon Scolari presso BancaStato a Bellinzona

Im vergangenen Jahr ging Sharon Scolari der Titel in der Open Kategorie des Lotus Cup Europe im letzten Moment durch die Lappen. "Er lag zum Greifen nah, doch offenbar wollte jemand nicht, dass ihn eine Frau gewinnt”, knirscht die junge Dame aus Sant’Antonino im Tessin.

Was passierte? "In Le Mans lag ich vor meinem Titelrivalen. Dann hat er in einer Kurve einfach nicht gebremst, fuhr mir hinten ins Auto und drehte mich um. Egal, ob das Absicht war oder nicht, dieses Jahr will ich Revanche".

Die Leidenschaft für den Automobilsport übertrug sich von ihrem Papa, der sie zu Rennen mitnahm. Bald war Michael Schumacher ihr grosses Idol. "Ich schau mir noch heute ständig Bilder von ihm an. Für mich bleibt er immer ein Vorbild".

Im Lotus Cup Europe 2017 hat sie nur ein Ziel – den Titel in der Kategorie Open. "Ich glaube, wir haben Fortschritte gemacht, um wieder ein ernstes Wort mitreden zu können. Mit ihrem Lotus Elise vom ScoRace Team (das ihr Vater 2008 gründete) fuhr sie vor 2016 in Italien, ehe sie den Schritt in die europäische Serie wagte".

 

Gerne würde sie in der Schweiz fahren, weshalb sie auf das leidige Thema einer fehlenden Rennstrecke zu sprechen kommt. "Es wäre ein Traum, hier irgendwo in den Bergen einen Circuit zu haben. Wir werden wirklich bestraft, wenn wir für unseren Sport ständig ins Ausland fahren müssen. Vielleicht erhalten auch wir Motorsportler eines Tages das Privileg einer eigenen Rennstrecke".

Nicht blosses Wunschdenken sind auch ihre nächsten Schritte im Rennsport. "Ich bin einst mit dem Hintergedanken in den Motorsport eingestiegen, um irgendwann in der Formel 1 zu fahren. Heute ist mir natürlich bewusst, dass dies ein Traum bleiben wird.

Vielmehr strebe ich einen Start bei den 24 Stunden von Le Mans als oberstes Ziel an“, sagt die ehrgeizige Sharon Scolari. Im Nachsatz scherzt sie dann doch: "Wenn mir doch jemand ein Formel-1-Auto anböte, würde ich natürlich nicht nein sagen…“

 

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