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Niederhauser: “Ich ziehe die Rennstrecke dem Laufsteg vor”

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Niederhauser: “Ich ziehe die Rennstrecke dem Laufsteg vor”
Autor:
Übersetzung: Peter Wyss, Motorsport.com Switzerland
28.04.2017, 08:30

Als Rennfahrerin und Fotomodell lässt die Bernerin keinen Zweifel über ihre Zukunftsaussichten offen. „Wenn ich fahre, fühle ich mich wie in einer grossen Familie.“ Marylin erzählt im Interview von ihrer Karriere und ihren Zielsetzungen.

Marylin Niederhauser, Rennsport Rössler
Marylin Niederhauser, Rennsport Rössler
Marylin Niederhauser, Rennsport Rössler
Marylin Niederhauser, Rennsport Rössler
Marylin Niederhauser, Rennsport Rössler
Marylin Niederhauser, Rennsport Rössler
#246 Reiter Engineering, KTM X-BOW GT4: Caitlin Wood, Anna Rathe, Naomi Schiff, Marylin Niederhauser
#44 RYS Team WP, KTM X-Bow GT4: Marylin Niederhauser, Naomi Schiff
Marylin Niederhauser, Rennsport Rössler
Marylin Niederhauser, Rennsport Rössler
Marylin Niederhauser, Rennsport Rössler
Marylin Niederhauser, Rennsport Rössler
Marylin Niederhauser, Lechner Racing
#246 Reiter Engineering KTM X-BOW GT4: Caitlin Wood, Anna Rathe, Naomi Schiff, Marylin Niederhauser
Marylin Niederhauser
Marylin Niederhauser, Lechner Racing
Marylin Niederhauser, Lechner Racing
Marylin Niederhauser, Rennsport Rössler

Von der Fotosession auf die Rennstrecke, von luxuriösen Kleidern in den Rennoverall. Im Leben von Marylin Niederhauser wechselt sich das Blitzlichtgewitter der Fotografen mit Adrenalinstössen am Lenkrad ab.

Das junge Model, deren Rennerfahrung sich auf die ADAC Formel 4 beschränkt, macht 2017 einen Sprung nach vorne, indem sie am GT4 Northern Cup mit einem KTM X-Bow vom Team RYS WP teilnimmt. 

 

Die am 8. August 1995 geborene Marylin Niederhauser begann sich erst vor sieben Jahren für den Rennsport zu interessieren. Im Interview mit Motorsport.com Schweiz spricht sie von ihren Anfängen und vielem mehr.

Marylin, woher rührt deine Leidenschaft für den Motorsport und wie verlief dein bisheriger Weg?
“Sie begann 2010 nach vielen Stunden an Rennstrecken, zusammen mit meinem Vater und meinem Halbbruder. 2015 nahm ich an der ADAC Formel 4 teil, aber ohne spezielle Zielsetzungen. Mein einziger Anspruch war, und ist es immer noch, Erfahrungen am Steuer von Rennfahrzeugen zu sammeln. Im vergangenen Jahr wechselte ich zu Walter Lechner Racing, und nun nehme ich am GT4 Northern Cup mit einem KTM X-Bow von Reiter Engineering teil.“

Wie siehst Du diese Kategorie? Hast Du noch anderes im Sinn?
“Die GT4-Europameisterschaft ist ein optimales Tummelfeld, um im Rennsport an Erfahrung zu gewinnen. Es hat einige gute Fahrer dabei, und gegen diese zu fahren, spornt mich an. Im Moment will ich es einfach in dieser Klasse gut machen.“

Aus einer Nachwuchsformel wie der Formel 4 entsprangen Fahrer vom Kaliber eines Vettel oder Rosberg. Möchtest Du ihnen nacheifern?
“Natürlich, aber dieses hohe Niveau zu erreichen, ist sehr schwierig und das schaffen nicht viele.“

 

Was ist vom sportlichen Standpunkt aus dein grösster Wunsch?

“Mein Ziel ist es, möglichst lange in der Welt des Motorsports zu bleiben. Mir gefielen auch gute Resultate, aber diese erzielt man nur mit Erfahrung.“

Was nimmst Du dir für 2017 speziell vor?
“Wir ich schon sagte, stellt sich die Frage nach dem Titel als Zielsetzung für mich nicht. Natürlich will ich mich Rennen für Rennen verbessern. Ich nütze jede Gelegenheit aus, um so viele Informationen wie möglich aus der Welt des GT-Sports zu erhalten.“

Was sind deiner Meinung nach die schwierigsten Momente während eines Rennwochenendes?
“Jede Sekunde am Lenkrad ist irgendwie ein schwieriger Moment. Man muss unter dem Helm immer 200 Prozent konzentriert bleiben. Autorennen sind an sich schon schwierig, deshalb muss man sie mit Entschlossenheit und Konzentration angehen.“

Die Schweiz und Motorsport: Wie denkst du darüber?
“Es ist in der Schweiz nicht einfach, Rennfahrer zu sein. Immer weniger junge Leute entscheiden sich dafür. Es braucht stets mehr Sponsoren, und diese zu finden, ist nie einfach. Die Tatsache, dass wir in unserem Land keine eigene Rennstrecke haben, macht diese Bemühungen um einiges schwieriger.“

 

Wie bringst du die Arbeit als Fotomodell mit der als Rennfahrerin unter einen Hut?
“Im Moment sehe ich da keine speziellen Probleme. Die Fotositzungen kann ich nach dem Rennkalender richten, auch umgekehrt. Ich glaube, ich werde beides auch in Zukunft sehr gut nebeneinander machen können.“

Welche Hürden musstest Su bisher nehmen? Der Verhältnis von Frauen zu Motorsport war ja immer etwas kontrovers…
“Wir haben es bestimmt nicht einfacher. Oftmals werden Frauen unterschätzt, daher müssen sie im Vergleich zu den Männern vielfach das Doppelte beweisen. Ich bin der Meinung, dass eine junge Frau am Steuer eines Rennwagens durchaus etwas taugen kann. Und es gibt ja wirklich Frauen, die richtig stark fahren.“

Wo ist die Kameradschaft grösser, unter Rennfahren oder Fotomodellen? Wo hast Du mehr Freunde?
“Ich glaube, trotz der Rivalität ist sie unter Rennfahrern grösser. Wenn man einmal aus dem Auto raus ist, fühlt man sich wie in einer grossen Familie. Unter Models ist dies anders, das ist eine andere Atmosphäre und Herausforderung. Persönlich glaube ich, sind die Rennfahrer unter sich solidarischer. Aber trotzdem, auf der Rennstrecke hat man keine Freunde mehr.“ 

 

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