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F3000-Neuling Robin Faustini: „Jetzt muss ich an mir arbeiten“

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F3000-Neuling Robin Faustini: „Jetzt muss ich an mir arbeiten“
Autor:
, Motorsport.com Switzerland
11.05.2017, 15:35

Nach nur einer Saison mit einem Formel Renault bestritt der 19-jährige Aargauer bereits sein erstes Bergrennen mit einem Reynard F3000. „Der Unterschied ist gigantisch. Jetzt freue ich mich auf weitere Rennen.“

Robin Faustini, Reynard 93D-Cosworth, ACS
Simon Hugentobler, Reynard 97D-Mugen, ACS
Simon Hugentobler, Reynard 97D-Mugen, ACS
Simon Hugentobler, Reynard 97D-Mugen, ACS
Simon Hugentobler, Reynard 97D-Mugen, ACS
Simon Hungentobler und Robin Faustini
Simon Hugentobler und Robin Faustini
Robin Faustini, Tatuus-Renault, ACS
Robin Faustini, Tatuus-Renault, ACS

Für die meisten Bergrennfahrer erfüllt sich der Traum nach einem Start mit einem Formel-3000-Rennwagen nie. Und wenn, dann erst nach etlichen Jahren als abschliessender Höhepunkt einer Karriere. Bei Robin Faustini ist das anders.

Den Einsatz im 460 PS starken F3000-Boliden hat ihm sein Vater Simon Hugentobler möglich gemacht. Der Autohändler aus Suhr besitzt gleich drei Reynard F3000. Den 97D mit Mugen-V8 aus der ehemaligen Formula Nippon in Japan pilotiert der Papa seit zwei Jahren selbst, den ältesten – ein 92D mit Ford-Cosworth V8 – darf nun sein Sohn pilotieren. 

In der letzten April-Woche musste Faustini zur Lehrabschlussprüfung als Sanitär-Installateur antraben, am ersten Mai-Wochenende begann er beim European Hillrace in Eschdorf quasi seine Lehre als Formel-3000-Pilot. Die erste Prüfung schloss der junge Aargauer als 17. im Gesamtklassement und als Zweiter in der Juniorenwertung ab Jahrgang 1992 ab. 

 

„Der Unterschied vom Formel Renault zum F3000 ist gigantisch. Mit solch einem Auto schnell zu fahren, braucht Zeit und muss man Schritt für Schritt lernen. Ich drehte zuvor nur etwa 20 Testrunden auf dem Anneau du Rhin. Leider war das Wetter in Luxemburg nicht so gut, was mir Sorgen machte. Doch ich merkte schnell, dass das Auto im Regen gut zu fahren ist. So habe ich mich von Lauf zu Lauf gesteigert“, stellte der mutige Neuling erleichtert fest. 

Als nächstes will Robin einen ganzen Tag lang auf einer Rundstrecke testen, um mehr Fahrroutine zu bekommen. Was ihn selbst freut: „Man sieht, dass ich mit diesem Auto sehr sauber fahre und die Ideallinie stimmt. Jetzt muss ich an mir arbeiten, um später zu bremsen und schneller durch die Kurven zu kommen. Auch der Gangwechsel über die normale H-Schaltung muss geübt werden. Ein Schaltfehler, und der Motor kann kaputt gehen.“ 

Sein Schweizer Debüt am Berg wird Faustini am 2. Juli auf seiner Heimstrecke in Reitnau geben. Weitere Starts sind noch nicht fixiert, aber vorgesehen. „Nur so lerne ich. Aber ich setze mich nicht unter Druck.“

Am Wochenende vor Reitnau startet der Junior beim Glasbachrennen, dem deutschen Lauf zur Berg-EM. Nicht mit dem Reynard, sondern mit dem Osella PA21 JRB aus dem Team von Christian Merli. Ein Sportwagen mit 1000er-BMW-Motor, den der Italiener beim Bergrennen Cividale im Oktober 2016 selbst pilotierte. Unter Anleitung des neben Simone Faggioli besten Bergrennfahrers Europas will Robin Faustini damit weiter an Erfahrung und Speed gewinnen. 

 

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