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24h Daytona 2019: Gelbphase rettet alle vor Alonso-Überrundung

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24h Daytona 2019: Gelbphase rettet alle vor Alonso-Überrundung
27.01.2019, 11:50

Fernando Alonso geht übers Wasser, doch eine Gelbphase rettet die Konkurrenz - Mazda verliert zweites Auto, Corvette-Debakel in GTLM perfekt

Der vorhergesagte Regen ist bei den 24 Stunden von Daytona 2019 angekommen. Nach ziemlich genau 14 Stunden fielen die ersten Tropfen, der Starkregen setzte um 4:55 Uhr Ortszeit ein. Noch immer bei Dunkelheit brannte Fernando Alonso seinen zweiten Geniestreich ab. Nachdem er schon in den Abendstunden einen brillanten 3-Stunden-Stint abgeliefert hatte, fuhr er am frühen Sonntagmorgen Rundenzeiten, die zum Teil fünf bis sechs Sekunden schneller waren als die seiner unmittelbaren Konkurrenten.

Nach einer Gelbphase wegen Trümmerteilen auf der Fahrbahn marschierte der ehemalige Formel-1-Pilot los und nahm allen anderen Autos mehrere Sekunden pro Runde ab. Der Vorsprung des Wayne-Taylor-Cadillacs #10 (van der Zande/J. Taylor/Alonso/Kobayashi)wuchs in schwindelerregender Geschwindigkeit an. Alonso hatte im dem Zweitplatzierten, dem Penske-Acura #6 (Montoya/Cameron/Pagenaud), bereits 55 Sekunden abgenommen. Es wären noch ungefähr zehn Runden nötig gewesen und der WTR-Cadillac hätte eine Runde Vorsprung auf alle anderen herausgefahren.

 

Doch dann machte die Gelbphase für einen Abflug der Corvette #4 (Gavin/Milner/Fässler) die Arbeit wieder zunichte. Großes Durchatmen bei allen Konkurrenten. Nur noch vier Fahrzeuge haben nach 16 Stunden reelle Siegchancen: Der WTR-Cadillac, die beiden Penske-Acuras und der Action-Express-Cadillac #31 (Nasr/Curran/Derani) liegen noch in der Führungsrunde. Der Core-Nissan #54 (Bennett/Braun/Dumas/Duval) auf Platz vier hat bereits vier Runden Rückstand.

Vorentscheidung in der LMP2

Prominentester Abgang in der späten Nacht auf dem Daytona International Speedway war der Joest-Mazda #55 (Bomarito/Tincknell/Pla), der bis dahin in der Spitzengruppe lag. Nach einem Boxenstopp drehte sich Olivier Pla im Infield mit einem losen linken Hinterrad. Joest Racing hat beide Mazda RT24-P mittlerweile als Ausfall gemeldet.

 

Einen weiteren Rückschritt gab es für den Action-Express-Cadillac #5 (Barbosa/Albuquerque/Fittipaldi), der nach einem Abflug die gesamte Heckpartie verlor und ein Werbebanner als Souvenir an die Box brachte. Bei 19 Runden Rückstand geht es nur noch darum, die IMSA-Punkte für die Meisterschaft mitzunehmen.

In der LMP2 zog der DragonSpeed-Oreca #18 (Gonzalez/Maldonado/Saavedra/Cullen) zu Beginn der zweiten Rennhälfte alles Pech auf sich. Erst sprang der Gibson-V8 bei einem Boxenstopp für mehrere Runden nicht an, danach legte Ryan Cullen im Regen eine Reihe von Abflügen hin, die diverse Reparaturstopps nach sich zogen. Das Schwesterfahrzeug #81 (Hedman/Hanley/Lapierre/Allen) hat nun drei Runden Vorsprung auf die #18.

Corvette aus der Entscheidung raus

In der GTLM kann Corvette endgültig den Sieg abschreiben. In einem Rennen voller Pleiten, Pech und Pannen standen beide Pratt-&-Miller-Boliden bei einem Restart an der Box und verloren dadurch eine Runde. Beim Versuch, das wieder reinzuholen, flog Tommy Milner in der #4 durch Aquaplaning in Kurve 1 ab. Seitdem läuft das Rennen unter Gelb und es ist fraglich, ob es so schnell wieder freigegeben wird. Die Corvette #3 (Magnussen/Garcia/Rockenfeller) hat noch immer sieben Runden Rückstand.

 

Durch die zahlreichen Gelbphasen kamen einige Fahrzeuge zurück in die Führungsrunde, sechs Fahrzeuge sind noch im Lostopf. Seit einiger Zeit führt der Risi-Ferrari #62 (Rigon/Molina/Pier Guidi/Calado). Dieser kämpft nun gegen beide Porsche, beide Fords und den RLL-BMW #25 (Farfus/de Phillippi/Eng/Herta).

In der GTD-Klasse sind noch zwölf Fahrzeuge in der Führungsrunde, auch hier haben einige durch die zahlreichen Cautions wieder zurückrunden können. Es führt der Riley-Mercedes #33 (Keating/Bleekemolen/Stolz/Fraga).

Der Regen könnte das Rennen nun für lange Zeit neutralisieren. Mehrere Fahrer bezeichneten die Verhältnisse als unfahrbar. Das Problem bei der ganzen Sache: Es wird bis ins Ziel so weiterregnen. Das könnte ein zäher Sonntag werden.

Mit Bildmaterial von LAT.

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