24h Daytona 2019: Mazda schlägt im zweiten Training zurück

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24h Daytona 2019: Mazda schlägt im zweiten Training zurück
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24.01.2019, 20:10

Mazda hat sich mit einer überlegenen Bestzeit zum Pole-Favoriten in Daytona gekrönt - Jonathan Bomarito nimmt Cadillac sieben Zehntelsekunden ab!

Nach dem verregneten Auftakttraining war die trockene Session am Donnerstagmittag die erste "richtige" Trainingssitzung der 24 Stunden von Daytona 2019. Das zweite Training brachte alle vier Hersteller der Topkategorie DPi auf die ersten vier Plätze. Doch Mazda scheint zumindest auf eine Runde gesehen nach wie vor die meisten Reserven zu haben, was sich beim Vortest Anfang Januar bereits abgezeichnet hatte.

Jonathan Bomarito fuhr im Joest-Mazda #55 (Bomarito/Tincknell/Pla) eine Zeit von 1:34.672 Minuten. Das hätte beim Vortest zwar nur zu Position acht gereicht, ist aber angesichts der noch recht "grünen" Strecke nach den Gewitterschauern am Donnerstagmorgen eine beachtliche Zeit. Sein Vorsprung auf den Zweitschnellsten, Joao Barbosa im Action-Express-Cadillac #5 (Barbosa/Conway/Albuquerque/Fittipaldi), betrug sagenhafte 0,711 Sekunden. (Alle Ergebnisse der 24 Stunden von Daytona 2019)

Hinter Barbosa platzierte Colin Braun den Core-Nissan #54 (Bennett/Braun/Dumas/Duval) mit 0,866 Sekunden Rückstand auf Rang drei. Ricky Taylor sorgte im Penske-Acura #7 (R. Taylor/Castroneves/Rossi) dafür, dass alle vier DPi-Hersteller auf die ersten vier Positionen kamen. Er war nur eine Tausendstelsekunde langsamer als Braun.

Binders Cadillac schneller als der von Alonso

Die sensationelle Vorstellung des Juncos-Cadillacs #50 (Owen/Binder/Canapino/Kaiser) ging auch im zweiten Training weiter. Wie schon in der ersten Session belegte das Team bei seinem ersten Langstreckenrennen überhaupt den fünften Rang in der DPi-Kategorie. Diesmal zeigte sich nicht Rene Binder, sondern sein argentinischer Teamkollege Augustin Canapino für die beste Zeit verantwortlich; er war nur elf Tausendstelsekunden langsamer als Taylor.

Damit ließ er nicht nur den Action-Express-Cadillac #31 (Nasr/Curran/Derani) auf Platz sechs hinter sich, sondern auch Fernando Alonso. Der Ex-Formel-1-Star fuhr mit dem Wayne-Taylor-Cadillac #10 (van der Zande/J. Taylor/Alonso/Kobayashi) in 1:35.924 Minuten nur auf die siebte Position. Es folgen der zweite Mazda, der zweite Acura und die beiden JDC-Miller-Cadillacs.

In der LMP2 läuft alles auf einen Kampf zwischen DragonSpeed und PR1/Mathiasen Motorsports hinaus. 0,257 Sekunden war James Allen im DragonSpeed-Oreca #18 (Gonzales/Maldonado/Saavedra/Cullen) schneller als Gabriel Aubry im PR1-Mathiasen-Oreca #52 (McMurry/Aubry/Kvamme/Guibbert). Seine Zeit von 1:37.255 Minuten war noch eine knappe Sekunde weg von seiner eigenen Bestmarke beim Vortest und 1,3 Sekunden langsamer als die absolut schnellste Runde beim "Roar before the 24", die Aubry aufgestellt hatte.

GT-Klassen erwartet eng beieinander

Nick Tandy bescherte Porsche in der GTLM die zweite Bestzeit des Tages für den Porsche #911 (Pilet/Tandy/Makowiecki). Der Le-Mans-Sieger von 2015 war in 1:43.475 Minuten 0,086 Sekunden schneller als Jan Magnussen in der Corvette #3 (Magnussen/Garcia/Rockenfeller). Das neun Fahrzeuge umfassende GTLM-Feld war nur durch 0,826 Sekunden voneinander getrennt. Auch hier waren die Zeiten noch eine knappe Sekunden von den schnellsten Runden beim "Roar" entfernt.

Noch enger ging es wie erwartet in der stark besetzten GTD-Klasse zur Sache. Hier blieben gleich 15 Fahrzeuge innerhalb einer Sekunde. Da sind die 0,248 Sekunden Vorsprung für den Spirit-of-Race-Ferrari #51 (Dalla Lana/Lamy/Lauda/Serra) schon ein ordentliches Polster. Bestzeit: 1:45.936 Minuten. Es folgen Boliden von Acura, Mercedes-AMG und der einzige BMW im Starterfeld.

Die GTD-Klasse wird auch den Auftakt beim Qualifying machen, das um 21:35 Uhr MEZ startet. Danach ist die GTLM dran, bevor DPi und LMP2 gemeinsam auf die Bahn gehen. Es gilt der klassische Qualifying-Modus: Im Qualifying stehen jeder Klasse 15 Minuten zur Verfügung, es zählt nur die schnellste gefahrene Einzelrunde.

Mit Bildmaterial von Art Fleischmann.

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Rennserie IMSA
Autor Heiko Stritzke