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Cadillac-Schwäche: Action-Express-Pilot glaubt an Acura-Sandbagging

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Cadillac-Schwäche: Action-Express-Pilot glaubt an Acura-Sandbagging
Autor:
Co-Autor: Jamie Klein
09.08.2019, 07:35

Die politischen Diskussionen um die plötzliche Chancenlosigkeit des Cadillac DPi-V.R gehen weiter: Filipe Albuquerque glaubt, dass Penske schummelt

Nicht nur Renger van der Zande ist von der fehlenden Pace von Cadillac in der IMSA SportsCar Championship 2019 verblüfft. Auch die Markenkollegen von Action Express sind alles andere als glücklich mit der Situation in der DPi-Klasse.

Filipe Albuquerque, der gemeinsam mit Joao Barbosa in Long Beach den bisher letzten Sieg eines Cadillac DPi-V.R eingefahren hat, glaubt, dass insbesondere Acura die Regelhüter an der Nase herumführt.

"Sie versuchen, alle Autos auf ein Niveau zu bringen", so der ehemalige DTM-Pilot gegenüber 'Motorsport.com'. "Aber das funktioniert in jüngster Zeit nicht mehr, weil Spielchen gespielt werden. Penske fährt nicht so schnell, wie sie können, weil sie Angst vor einer schlechten Einstufung haben."

"Wenn ich hinter einem Acura liege, dann muss ich das Auto komplett überfahren, nur um dranzubleiben. Ich blockiere die Reifen, knalle volles Rohr über die Randsteine und muss über das Limit hinausgehen. Sie sehen viel besser aus, weil sie sich überhaupt nicht anstrengen müssen."

"Momentan kann man mit dem Cadillac kein Rennen gewinnen", konstatiert der Portugiese. "Wir haben für Elkhart Lake zwar mehr Leistung bekommen, aber ich verstehe nicht, warum wir dafür 20 Kilogramm einladen mussten. Ich kann den Grund dafür nicht nachvollziehen, weil wir in den zwei Rennen zuvor bereits keine Pace mehr hatten."

"Es läuft definitiv etwas bei der BoP falsch. Wir liegen viel weiter zurück als sie denken. Schon in Mosport hat uns eine Sekunde gefehlt. Und dann kriegen wir nochmal 20 Kilogramm rein nebst ein bisschen Leistung, das uns nicht hilft. Ich bin mir sicher, dass die IMSA das Problem erkannt hat. Sie haben ja jetzt ein bisschen Zeit bis Laguna Seca." Das Rennen in Monterey findet am 15. September statt.

Warum Cadillac nicht sandbaggen kann

Seit dem Sieg des Action-Express-Cadillacs #5 in Long Beach kam überhaupt nur noch einmal ein Caddy aufs Podium - in Detroit, also wieder auf einem Stadtkurs, auf dem der drehmomentstarke V8-Bolide seine Stärken ausspielen kann.

Acura ARX-05, Cadillac DPi-V.R

Der Meisterschaftsstand im Bild: Penske knapp vor Action Express

Foto: LAT

Felipe Nasr und Pipo Derani liegen im Action-Express-Cadillac #31 momentan dank konstanter Leistungen noch auf Position zwei in der Tabelle nur drei Punkte hinter den Spitzenreitern Juan Pablo Montoya und Dane Cameron im Penske-Oreca #6. Handelt es sich also vielleicht gar nicht um ein Acura-, sondern ein Cadillac-Sandbagging für die entscheidende Phase im Titelkampf zwei Runden vor Schluss?

Albuquerque winkt ab: "Wir kämpfen im Cadillac-Lager doch gegeneinander. Action Express kämpft gegen das Wayne-Taylor-Auto #10. Da ist es unmöglich, Spielchen zu spielen. Ich glaube, Acura gefällt das."

In eine ähnliche Kerbe schlägt im Gespräch mit 'Motorsport.com' auch Renger van der Zande aus jenem WTR-Team: "Acura und Mazda haben nur zwei Autos, die sie selbst einsetzen. Damit können sie das BoP-Spiel viel besser spielen, wenn sie wollen. Wir müssen immer Vollgas geben. Denn wenn wir das nicht tun, dann machen das Action Express oder JDC-Miller. Keine Chance, Sandbagging zu betrieben."

Sehr zum Leidwesen der Cadillac-Teams stehen in dieser Saison nur noch Naturrennstrecken auf dem Programm. Während auf dem Laguna Seca Raceway noch einmal die Stärken des Fahrzeugs aufgrund einiger enger Kurven zum Tragen kommen, wird es auf der flüssigen Road Atlanta am Saisonende schwieriger werden.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie IMSA
Autor Heiko Stritzke