"Das Feuer in ihm brennt noch": BMW hält Alessandro Zanardi die Türe offen

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Co-Autor: Andrew van Leeuwen
08.02.2019, 09:59

BMW-Sportchef Jens Marquardt zieht vor der Leistung von Alessandro Zanardi bei den 24h Daytona den Hut und hält weitere Rennstarts des Italieners für möglich

Aufgrund zahlreicher technischer Probleme am BMW M8 GTE mit der Startnummer 24 war der Einsatz von Alessandro Zanardi bei den 24 Stunden von Daytona Ende Januar aus sportlicher Sicht nicht von Erfolg gekrönt, doch die Leistung des Italieners war nach Einschätzung von BMW-Motorsportchef Jens Marquardt über jeden Zweifel erhaben.

"Alex ist 158 Runden gefahren und seine beste Rundenzeit war nur einige Hundertstel von den anderen Jungs entfernt", sagt Marquardt. "Ich habe mir unsere internen Vergleiche angesehen und muss sagen, dass Alex auf Augenhöhe mit den anderen war", so Marquardt über der Leistung von Zanardi, der sich das auf seine Bedürfnisse umgebaute Auto mit Jesse Krohn, John Edwards und Chaz Mostert geteilt hatte.

Damit habe Zanardi sein wichtigstes Ziel beim Langstreckenrennen in Florida erreicht. "Er hat mir immer gesagt: 'Jens, ich will das wirklich machen, aber nur wenn klar ist, dass ich nichts das schwächste Glied in der Kette bin.' Und das war er definitiv nicht. Letztlich war er sehr konkurrenzfähig", stellt Marquardt fest.

Und daher hält es der Sportchef des Münchener Autobauers durchaus für wahrscheinlich, dass Zanardis Start in Daytona nicht der letzte für BMW war. "Wir haben ein solches Niveau erreicht und er ist gerade einmal über 50. Daher würde ich nie sagen, dass wir das nicht noch einmal machen", so Marquardt. "Wenn er ins Auto gestiegen ist, war er wirklich aufgeregt. Das Feuer in Alex brennt immer noch."

Für Zanardi selbst rückt der Rennsport nun allerdings erst einmal in den Hintergrund. "Es ist Zeit, das Training wieder aufzunehmen, denn meine Muskeln sind etwas aus der Übung. Mein Ziel sind die nächsten Paralympischen Spiele, und es gilt, sich darauf vorzubereiten", sagt der Italiener. Bei den Weltspielen der Behinderten 2020 in Tokio will er im Paracycling antreten.

"Ich werde die Zeit nun nutzen, wieder in Wettkampfform zu kommen. Und dann habe ich hoffentlich eine gute Saison, in der ich die nötigen Punkte sammle, um mich für die Paralympischen Spiele in Tokio zu qualifizieren", so Zanardi.

Mit Bildmaterial von BMW AG.

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Rennserie IMSA
Autor Markus Lüttgens