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IMSA lässt DPi-Kategorie von der Leine: Leichter und stärker

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IMSA lässt DPi-Kategorie von der Leine: Leichter und stärker
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23.12.2018, 14:20

Nach der Trennung von den LMP2 darf die DPi-Kategorie bei den 24h von Daytona 2018 aufdrehen: Mehr Leistung trifft auf weniger Gewicht - GTLM-BoP trifft Ford hart

Das Potenzial darf jetzt ausgeschöpft werden: Weil das schwierige Balancing mit den LMP2 in der kommenden Saison in der IMSA SportsCar Championship wegfällt, dürfen die DPi aufdrehen. Cadillac, Mazda, Nissan und Acura dürfen entweder höhere Ladedrücke fahren oder erhalten größere Luftmengenbegrenzer. Außerdem wird die Maximaldrehzahl angehoben und die Prototypen werden leichter.

Die größten Änderungen hat der Mazda RT24-P erfahren, der einen völlig neuen 2-Liter-AER-Turbomotor bekommen hat. Aufgrund der höheren Drehzahl (bis 9.300 U/min) wurde die Boost-Kurve völlig neu angepasst. Die V6-Turbos von Nissan und Acura haben im oberen Drehzahlbereich (von knapp 6.000 bis zum Drehzahlbegrenzer bei 7.100 U/min) mehr Ladedruck zugesprochen bekommen. Der Cadillac DPi V.R erhält zwei jeweils 0,3 Millimeter größere Luftmengenbegrenzer und darf nun 7.600 mal pro Minute drehen - 100 U/min mehr als zuvor.

Außerdem wurde das Gewicht bei drei von vier DPi reduziert:

Fahrzeug Gewicht Veränderung gegenüber PLM
Acura ARX-05 930 kg -10 kg
Cadillac DPi V.R 930 kg -20 kg
Mazda RT24-P 905 kg +/-0 kg
Nissan Onroak DPi 935 kg -5 kg

LMP2 wird verlangsamt

Die LMP2-Kategorie, die ab 2019 eine eigene, voraussichtlich ziemlich dünn besetzte Klasse bilden wird, wird eingebremst. Der Gibson-V8-Motor bekommt 500 Umdrehungen gestrichen und darf nur noch 8.250 mal die Kurbelwelle drehen. Das Gewicht wurde von der IMSA auf 940 Kilogramm festgelegt. Klare Ansage: Die LMP2 sollen die DPi in Ruhe lassen. Der ACO dürfte wenig begeistert sein.

Für die GT-Kategorien hat die IMSA wie üblich eine eigene Balance of Performance (BoP) für die 24 Stunden von Daytona festgelegt. Die Eingriffe fallen gegenüber dem Petit Le Mans 2018 jedoch recht klein aus: Ferrari muss fünf Kilogramm zuladen, Ford gar deren 20. Corvette und Ferrari bleiben unverändert beim Gewicht, Porsche wird 15 Kilogramm leichter.

Auf Motorenseite bekommt Corvette zwei 0,9 Millimeter kleinere Restriktoren, Porsche kommt ungeschoren davon. BMW darf den Ladedruck am M8 GTE erhöhen, der Ferrari bleibt gleich, Ford muss Ladedruck zurücknehmen.

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Rennserie IMSA
Autor Heiko Stritzke