Vortest 24h Daytona: Alonso mit Premiere, Albuquerque mit Bestzeit

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Vortest 24h Daytona: Alonso mit Premiere, Albuquerque mit Bestzeit
Mario Fritzsche
Autor: Mario Fritzsche , Redakteur
05.01.2018, 22:48

Erster Tag des dreitägigen "Roar before the 24" in Daytona: Bestzeit für Filipe Albuquerque, Fernando Alonso sammelt erste Erfahrungen, Scott Pruett verkündet Rücktritt.

#85 JDC/Miller Motorsports ORECA 07: Simon Trummer, Robert Alon, Austin Cindric, Devlin DeFrancesco , #912 Porsche Team North America Porsche 911 RSR: Gianmaria Bruni, Laurens Vanthoor, Earl Bamber, #44 Magnus Racing Audi R8 LMS GT3: John Potter, Andy Lally, Andrew Davis, Markus Winkelhock
Phil Hanson, Lando Norris, Fernando Alonso, Will Owen, Hugo de Sadeleer, Bruno Senna, United Autospo
#5 Action Express Racing Cadillac DPi: Joao Barbosa, Christian Fittipaldi, Filipe Albuquerque
#5 Action Express Racing Cadillac DPi, P: Joao Barbosa, Christian Fittipaldi, Filipe Albuquerque
#54 CORE autosport ORECA LMP2: Jon Bennett, Colin Braun, Romain Dumas, Loic Duval
#10 Wayne Taylor Racing Cadillac DPi: Jordan Taylor, Renger Van Der Zande
Fernando Alonso, United Autosports
Fernando Alonso, United Autosports gets into the car for his first stint
Phil Hanson, Fernando Alonso, Lando Norris, United Autosports
Fernando Alonso, United Autosports
#912 Porsche Team North America Porsche 911 RSR: Patrick Pilet, Laurens Vanthoor
#67 Ford Performance Chip Ganassi Racing Ford GT: Ryan Briscoe, Richard Westbrook
Scott Pruett, 3GT Racing
#15 3GT Racing Lexus RCF GT3: Jack Hawksworth, Scott Pruett, David Heinemeier Hansson, Dominik Farnb

Am 27./28. Januar beginnt mit den 24 Stunden von Daytona die IMSA-Saison 2018. Doch schon drei Wochen vorher sind die Teams vor Ort, um sich beim offiziellen Vortest, dem sogenannten "Roar before the 24", auf die 5,73 Kilometer lange Kombination aus Infield-Kurs und Steilkurven des Daytona International Speedway einzuschießen.

Bildergalerie: Vortest 24h Daytona

Bis Sonntag drehen insgesamt 50 Autos, verteilt auf die drei IMSA-Klassen Prototyp (20 DPi- und LMP2-Autos, GTLM (9 Autos) und GTD (21 Autos), ihre Runden. Beim Auftakt am Freitag standen zwei Sessions über 75 beziehungsweise 120 Minuten auf dem Programm. Die Temperaturen waren dabei alles andere als typisch für Florida, denn das Quecksilber kletterte nur knapp über die Marke von zehn Grad Celsius.

Die Tagesbestzeit ging an den #5 Cadillac DPi von Action Express, der von Joao Barbosa, Filipe Albuquerque und Christian Fittipaldi gesteuert wird. Albuquerque war in beiden Sessions der schnellste Fahrer. Am Vormittag legte er zunächst 1:37,266 Minuten vor. Am Nachmittag steigerte sich der Portugiese auf 1:37,196 Minuten.

Die ersten Verfolger im Tagesklassement waren Bennett/Braun/Dumas/Duval im #54 Oreca 07 von Core Autosport auf Platz zwei (0,107 Sekunden Rückstand) und Taylor/van der Zande/Hunter-Reay im #10 Cadillac DPi von Wayne Taylor Racing auf Platz drei (0,200 Sekunden Rückstand).

Fernando Alonso mit Daytona-Premiere

Im Fokus stand am Freitag insbesondere Fernando Alonso. Der Formel-1-Star drehte am Steuer des #23 Ligier JS P217 von United Autosports seine ersten Runden in Daytona, nachdem er das Auto im November im Motorland Aragon in Spanien zum ersten Mal überhaupt bewegt hatte. Alonsos Formel-1-Boss, McLaren-Chef Zak Brown, ist einer von zwei Teameignern bei United Autosports.

In Daytona teilt sich der 36-jährige Alonso das Cockpit des LMP2-Ligier mit zwei 18-jährigen Youngsters: dem amtierenden Formel-3-Europameister Lando Norris und dem auf der Langstrecke bereits erfahrenen Phil Hanson. "Das bislang größte Problem dabei waren die Sicherheitsgurte", so Alonso, für den die 24 Stunden von Daytona 2018 das erste 24-Stunden-Rennen seiner Karriere und das zweite große US-Abenteuer nach den 500 Meilen von Indianapolis 2017 sein werden.

In der Ergebnisliste des ersten Testtages landeten Hanson/Norris/Alonso in der ersten Session auf Platz sechs und in der zweiten auf Platz 13. Für die jeweils schnellste Runde des Trios war sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag Norris verantwortlich. Alonsos persönliche Bestzeit (1:38,602 Minuten) war eine halbe Sekunde langsamer als der Richtwert seines jungen Teamkollegen.

Scott Pruett verkündet Rücktritt

In der GTLM-Klasse gingen die Sessionbestzeiten am Freitagvormittag an den #67 Ford GT von Chip Ganassi Racing, der von Ryan Briscoe, Richard Westbrook und Scott Dixon gefahren wird, und am Freitagnachmittag an den #912 Porsche, in dem sich Laurens Vanthoor, Earl Bamber und Gianmaria Bruni die Arbeit teilen. Die am Nachmittag von Vanthoor gefahrene Runde (1:44,065 Minuten) war gerade mal 0,030 Sekunden schneller als die Vormittagsbestzeit von Westbrook. In der GTD-Klasse ging die Tagesbestzeit mit 1:47,104 Minuten an Ineichen/Bortolotti/Perera/Breukers im #11 Lamborghini Huracan des Grasser Racing Teams aus Österreich.

Indes verkündete Scott Pruett in der Pause zwischen den beiden Sessions, dass die 24 Stunden von Daytona 2018 das letzte Rennen seiner Karriere sein werden. Allein diesen Klassiker hat der 57-jährige US-Amerikaner fünfmal gewonnen. Hinzu kommen unter anderem fünf Grand-Am-Titel, zwei IMSA-Titel, zwei Trans-Am-Titel sowie ein Sieg bei den 12 Stunden von Sebring, ein Klassensieg bei den 24 Stunden von Le Mans und zwei IndyCar-Siege. Bei seiner Abschiedsvorstellung steuert Pruett am 27./28. Januar zusammen mit Jack Hawksworth, David Heinemeier Hansson und Dominik Farnbacher den #15 Lexus RCF in der GTD-Klasse.

Zum weiteren Daytona-Programm für diese Woche: Am Samstag stehen drei Testsessions auf dem Plan, wobei die dritte am Abend unter Flutlicht über die Bühne geht. Am Sonntag geht der dreitägige Fahrbetrieb mit drei weiteren Sessions zu Ende, wobei die am Mittag gefahrenen Runden bereits als "Qualifying" zählen.

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