Alle Formel-1-Fahrer mit Sieg beim Indy 500

geteilte inhalte
kommentare
Alle Formel-1-Fahrer mit Sieg beim Indy 500
Autor: Mario Fritzsche
13.04.2017, 19:16

22 Fahrern ist es bisher gelungen, vor, während oder nach ihrer Formel-1-Karriere die 500 Meilen von Indianapolis zu gewinnen. Hier sind sie und ihre jeweilige Geschichte dazu.

In den ersten 11 Jahren der Formel-1-Weltmeisterschaft (1950 bis 1960) waren die als Indy 500 bekannten 500 Meilen von Indianapolis teil des Formel-1-Kalenders und hatten damit offiziellen WM-Status. Die Siege gingen in diesem Zeitraum aber ausnahmslos an die Ovalspezialisten aus den USA. Der Vollständigkeit halber sind diese Sieger hier mit aufgeführt, auch wenn es keine Formel-1-Piloten im klassischen Sinne waren.

Anders sieht es bei den Fahrern aus, die das Indy 500 vor, während oder nach ihrer aktiven Formel-1-Karriere gewonnen haben. Wer das geschafft hat, zeigen wir hier ab dem Jahr 1965:

Fotostrecke
Liste

Johnnie Parsons (1950)

Johnnie Parsons (1950)
1/22

Foto: : IndyCar Series

Lee Wallard (1951)

Lee Wallard (1951)
2/22

Foto: : IndyCar Series

Troy Ruttman (1952)

Troy Ruttman (1952)
3/22

Foto: : IndyCar Series

Bill Vukovich (1953 und 1954)

Bill Vukovich (1953 und 1954)
4/22

Foto: : IndyCar Series

Bob Sweikert (1955)

Bob Sweikert (1955)
5/22

Foto: : Indianapolis Motor Speedway

Pat Flaherty (1956)

Pat Flaherty (1956)
6/22

Foto: : Indianapolis Motor Speedway

Sam Hanks (1957)

Sam Hanks (1957)
7/22

Foto: : IndyCar Series

Jimmy Bryan (1958)

Jimmy Bryan (1958)
8/22

Foto: : IndyCar Series

Rodger Ward (1959 und 1962)

Rodger Ward (1959 und 1962)
9/22

Foto: : IndyCar Series

Neben seinen Starts beim Indy 500, von denen er 2 als Sieger beendete, fuhr Rodger Ward 2 Formel-1-Rennen, bei denen es sich nicht um das Indy 500 handelte: Sebring 1959 und Watkins Glen 1963.

Jim Rathmann (1960)

Jim Rathmann (1960)
10/22

Foto: : IndyCar Series

Jim Clark (1965)

Jim Clark (1965)
11/22

Foto: : Indianapolis Motor Speedway

Als Jim Clark 1965 seinen Indy-500-Sieg einfuhr, war er bereits einmal Formel-1-Weltmeister und befand sich gerade auf dem Weg zu seinem 2. WM-Titel. Diesen errang der Schotte, obwohl er den Grand Prix von Monaco aufgrund des Indy-Termins ausließ.

Graham Hill (1966)

Graham Hill (1966)
12/22

Foto: : Indianapolis Motor Speedway

Etwas anderes hat 1966 Graham Hill geschafft: Anders als Clark holte er sich den Indy-500-Sieg direkt bei seinem 1. Start. 1963 war Hill zwar schon mal in Indy unterwegs, schaffte aber nicht die Qualifikation für das Rennen. Wie Clark, so war Hill zum Zeitpunkt seines Indy-500-Sieges schon einmal Formel-1-Weltmeister und holte sich später einen 2. Titel - im Unterschied zu Clark aber nicht im Jahr seines Indy-Sieges.

Bobby Unser (1968, 1975 und 1981)

Bobby Unser (1968, 1975 und 1981)
13/22

Foto: : IndyCar Series

Zwischen dem 1. und dem 2. seiner insgesamt 3 Indy-500-Siege fuhr Bobby Unser ein Formel-1-Rennen: Watkins Glen 1968. Schon in Monza wollte er in jenem Jahr antreten, nachdem er das Training bereits absolviert hatte. Doch eine Teilnahme am Rennen wurde Unser untersagt, weil er weniger als 24 Stunden zuvor in Indianapolis noch ein IndyCar-Rennen gefahren war. Dabei handelte sich nicht um das Indy 500, sondern das Hoosier 100.

Mario Andretti (1969)

Mario Andretti (1969)
14/22

Foto: : IndyCar Series

Aus demselben Grund wie Bobby Unser musste auch Mario Andretti sein Formel-1-Renndebüt von Monza 1968 auf Watkins Glen 1968 verschieben. 1969 siegte Andretti beim Indy 500 und fuhr anschließend jahrelang konsequent zweigleisig Formel 1 und IndyCar. Als er 1978 Formel-1-Weltmeister wurde, war er bereits 3 Mal IndyCar-Champion. Titel Nummer 4 holte er sich 1984 nach Ende seiner Formel-1-Karriere. In der Formel 1 gewann Andretti 12 Rennen, im IndyCar sogar 52 Rennen.

Mark Donohue (1972)

Mark Donohue (1972)
15/22

Foto: : IndyCar Series

Mark Donohue fuhr insgesamt 14 Formel-1-Rennen, wovon eines (Mosport 1971) vor seinem Indy-500-Sieg lag. Auf dem hier gezeigten Siegerfoto ist neben Donohue übrigens Roger Penske zu sehen, der es als Teambesitzer neben zahlreichen Indy-500-Siegen auch auf einen Formel-1-Sieg gebracht hat: Zeltweg 1976 mit John Watson.

Danny Sullivan (1985)

Danny Sullivan (1985)
16/22

Foto: : IndyCar Series

Nach sporadischen Starts beim Indy 500 fuhr Danny Sullivan eine komplette Formel-1-Saison: 1983 für Tyrrell. Ab 1984 fuhr er auf Vollzeitbasis IndyCar. Seinem Indy-500-Sieg 1985 ließ er 1988 den Titel folgen.

Bobby Rahal (1986)

Bobby Rahal (1986)
17/22

Foto: : IndyCar Series

Als Bobby Rahal 1986 das Indy 500 gewann, lagen seine beiden einzigen Formel-1-Rennen schon weit zurück. 1978 hatte Rahal für das Team von Walter Wolf die Rennen in Watkins Glen und Montreal bestritten. Seine IndyCar-Karriere begann er 1982. Neben dem Indy-500-Sieg holte er 3 Titel (1986, 1987 und 1992).

Emerson Fittipaldi (1989 und 1993)

Emerson Fittipaldi (1989 und 1993)
18/22

Foto: : Ron McQueeney - IMS

Als Emerson Fittipaldi 1989 den 1. seiner 2 Indy-500-Siege errang, hatte er seine Formel-1-Karriere bereits beendet. Diese war mit 2 WM-Titeln (1972 und 1974) und 14 Siegen ähnlich erfolgreich wie seine IndyCar-Karriere. Dort gewann er 1989 den Titel und errang neben seinen 2 Indy-500-Siegen 20 weitere Rennsiege.

Jacques Villeneuve (1995)

Jacques Villeneuve (1995)
19/22

Foto: : IndyCar Series

Jacques Villeneuve machte es umgekehrt. Er gewann 1995 auf dem Weg zum IndyCar-Titel das Indy 500. Nach insgesamt 5 IndyCar-Siegen wechselte Villeneuve unmittelbar nach dem Titelgewinn in die Formel 1. Dort gewann er insgesamt 11 Rennen und holte sich 1997 den WM-Titel.

Eddie Cheever (1998)

Eddie Cheever (1998)
20/22

Foto: : IndyCar Series

Eddie Cheever hingegen hatte seine Formel-1-Karriere längst beendet, als er 1998 das Indy 500 gewann. In der Formel 1 war er im Zeitraum 1978 bis 1989 bei insgesamt 132 Rennen am Start, von denen er 9 auf dem Podest beendete. Einen Formel-1-Sieg schaffte Cheever im Gegensatz zu seinen 5 IndyCar-Siegen nicht.

Juan Pablo Montoya (2000 und 2015)

Juan Pablo Montoya (2000 und 2015)
21/22

Foto: : IndyCar Series

Wie Villeneuve so gewann Juan Pablo Montoya erst einen IndyCar-Titel und das Indy 500, bevor er in die Formel 1 wechselte. Nach dem Ende seiner von 7 Siegen gekennzeichneten Grand-Prix-Karriere fuhr Montoya aber wieder erfolgreich IndyCar. So ließ er 2015 einen weiteren Indy-500-Sieg folgen und hätte im selben Jahr um ein Haar einen 2. Titel gewonnen. Übrigens: Bei seinem Indy-500-Sieg im Jahr 2000 war Montoya der erste Rookie seit Graham Hill 1966, dem auf Anhieb der ganz große Triumph gelang.

Alexander Rossi (2016)

Alexander Rossi (2016)
22/22

Foto: : IndyCar Series

Ebenfalls Rookie-Sieger beim Indy 500 ist Alexander Rossi. Als er im Jahr 2016 die 100. Auflage des "Greatest Spectacle in Racing" für sich entschied, hatte er bereits 5 Formel-1-Rennen hinter sich.

Nächster IndyCar Artikel
Fotostrecke: Alle Sieger des Indy 500

Previous article

Fotostrecke: Alle Sieger des Indy 500

Load comments