Crash in der Boxengasse: Helio Castroneves versteht Strafe nicht

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Crash in der Boxengasse: Helio Castroneves versteht Strafe nicht
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27.05.2019, 12:58

Kein vierter Indy-Sieg für Helio Castroneves: Für einen Crash mit James Davison fasst der "Spiderman" eine Strafe aus - Die Hintergründe zur Situation in der Boxengasse

Nichts wurde es mit dem vierten Indy-500-Sieg von Helio Castroneves. Die Hoffnungen verpufften schon während der ersten Boxenstoppphase unter Grün, aber schon in der Anfangsphase hatte der "Spiderman" keine Rolle im Spitzenfeld gespielt. Als Castroneves in die Boxengasse einbog, folgte er James Davison. Dieser fuhr rechts auf der schnellen Spur in der Boxengasse. Castroneves war zunächst auf der inneren, langsameren Spur.

"Ich war mir nicht sicher, was er in der schnellen Spur macht. Er war richtig langsam", sagt der Brasilianer zu dieser Situation. "Ich wusste nicht, ob ich ihn ohne Strafe in der langsamen Spur überholen hätte dürfen." Dann zog Castroneves nach rechts, während gleichzeitig Davison bremste und nach links abbog, um seine Crew anzusteuern. "Er hat nach seiner Box Ausschau gehalten. Ich sah seine Box. Ich sah, dass er seine Box verpassen wird und plötzlich bremste er."

 

Castroneves fuhr Davison ans Hinterrad. Davison drehte sich. Glücklicherweise wurde kein Mechaniker getroffen - auch nicht von einem herumfliegenden Reifen. "Der Geschwindigkeitsbegrenzer hat nicht funktioniert. Deshalb musste ich es im NASCAR-Stil machen und auf die Drehzahl schauen", verteidigt sich der Australier. "Helio war leider das Opfer dieser Umstände. Er versuchte mich zu überholen, weil ich nicht genau 60 Meilen pro Stunde gefahren bin."

Die Berührung hatte letztendlich größere Auswirkungen für Castroneves. "Nicht nur der Frontflügel wurde beschädigt, sondern auch die Lenkung." Obendrein erhielt er auch noch eine Durchfahrtsstrafe. Das stößt dem 44-Jährigen sauer auf: "Die Offiziellen hätten sich das genau ansehen sollen, bevor man mir eine Durchfahrtsstrafe gibt." Mit einer Runde Rückstand wurde Castroneves schließlich 18. Seinen dritten und bisher letzten Sieg hat er 2009 gefeiert.

Trotz dieses Zwischenfalls war Davison nach 200 Runden in der Führungsrunde und belegte Rang zwölf. Das war bei seinem fünften Indianapolis-Start sein bestes Ergebnis. "Wir waren zwei Runden hinten und konnten aufholen", freut sich der 32-Jährige. "Ich hatte einen fantastischen Restart und wurde Zwölfter. Das war das Beste, das wir machen konnten. Ich freue mich sehr für meine Crew. Es war ein epischer Tag."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie IndyCar
Event 500 Meilen von Indianapolis
Subevent Rennen
Autor Gerald Dirnbeck