Für mehr Sicherheit: IndyCars bald mit Windschutzscheibe?

IndyCar-Technikchef Bill Pappas und seine Kollegen arbeiten daran, den Cockpitschutz der Fahrzeuge zu verbessern.

"Wir beschäftigen uns derzeit am meisten mit einer Windschutzscheiben-Lösung", sagte Pappas auf einer Motorsport-Messe in Indianapolis.

Der tödliche Unfall von Justin Wilson wäre damit wohl nicht zu verhindern gewesen, wohl aber der schwere Unfall von Formel-1-Fahrer Felipe Massa in Ungarn 2009, meint Pappas.

"Hätte er eine Art Windschutzscheibe vor sich gehabt, hätte dies die Feder wohl abgeleitet. Deshalb halten wir eine solche Lösung für wahrscheinlich."

Möglich ist zudem, dass die Sicherheitsmaßnahme schon am aktuellen IndyCar-Fahrzeug, dem DW12 von Dallara, umgesetzt wird. "Allerdings dürfen wir uns da keine Fehler erlauben. Das System muss gut durchdacht und erforscht sein. Erst dann treffen wir eine Entscheidung."

Generell lasse man sich von der Luftfahrt inspirieren. "Kampfjets fliegen beispielsweise mit hoher Geschwindigkeit und treffen dabei immer wieder auf Vögel. Es gibt also entsprechende Materialien", sagt Pappas. "Die Frage ist nur: Wie lässt sich dergleichen für Rennautos verwenden, ohne dass es zu sperrig wird?"

Denn geschlossene Cockpits seien kein Thema für IndyCar, meint er. "Wir wollen auch künftig offene Cockpits haben. Das ist auch eine Sicherheitsfrage. Denn bei einem Unfall muss der Fahrer schnell aus dem Auto geholt werden können."

"Mit einer Cockpithaube dauert es seine Zeit, bis man sich Zugang zum Fahrer verschafft hat. Und das könnte lebensgefährlich sein."

Einen Kommentar schreiben
Kommentare anzeigen
Über diesen Artikel
Rennserien IndyCar
Artikelsorte News
Tags aeroscreen, bill pappas, cockpit, crash, dallara, dw12, gefahr, indycar, sicherheit, unfall, windschutzscheibe