Saisonaus für Bourdais nach Crash im Qualifying für Indy 500 2017

Sebastien Bourdais wird, trotz einer erfolgreichen Operation im Methodist Hospital am Samstagabend, in dieser IndyCar-Saison nicht mehr starten, sagt Teambesitzer Dale Coyne.

Coyne sagte gegenüber Motorsport.com, dass die Operation erfolgreich gewesen sei und die Ärzte nicht nur Bourdais' mehrfache Beckenfrakturen, sondern auch seine gebrochene Hüfte operiert hätten.

"Das waren großartige Neuigkeiten, denn sie waren davon ausgegangen, dass 2 Operationen notwendig wären", sagte Coyne, "Er ist sehr stark und sehr fit. Das hilft. IndyCar hat Claire [Bourdais' Ehefrau] gestern Abend eingeflogen, das war sehr gut."

"Sebastian ist um 22:40 Uhr aus dem OP gekommen und etwa 20 Minuten später kam der Chirurg und sagte uns, dass alles gut verlaufen sei."

Coyne lobte auch Dallara für die Widerstandsfähigkeit des Autos und wie gut die SAFER-Barrieren funktioniert hätten.

"Es ist noch nicht so lange her, da wäre so ein Unfall tödlich gewesen", sagte er. "Der Einschlag war bei 118G und trotzdem hat das Auto seinen Job gemacht. Es sind keine Teile ins Cockpit eingedrungen und die Platte, die ins Auto eingebaut wurde, als Justin [Wilson] seinen Unfall in Fontana hatte [2013] und sein Becken gebrochen hat, hat das getan, was sie tun sollte: dem Sitz eine bessere Möglichkeit gegeben, viel Energie zu absorbieren."

Coyne bestätigte, dass er nun einen Ersatz für den viermaligen Champ-Car-Champion finden müsse, der nach 3 Jahren bei DCR bei KV Racing unterschrieben hat.

"Man hat uns gesagt, dass er 6 bis 8 Wochen auf Krücken und dann in Reha sein wird" sagte er. "Das war es dann mit der Saison."

"Es ist schade für Sebastien, dass es passierte, als wir wirklich gut aussahen. Ich meine, er war die ganze Woche hier 1. Klasse. Wir waren im Training im Verkehr stark und wir waren auch ohne Windschatten superschnell."

"Diese Runden mit 231 Meilen pro Stunde waren Wahnsinn", sagte Coyne über Bourdais' 2 Runden im Qualifying am Samstag. "Er war auf den Geraden 239 Meilen pro Stunde schnell und die Rundenzeit war mehr als 1 Meile pro Stunde schneller als alle anderen. Es sah wirklich gut für die Pole-Position aus."

"Als wir vor der Operation gesprochen haben, hat er sich an alles erinnert. Er sagte, dass das Auto in Kurve 1 etwas gezuckt hätte und er daher wusste, dass er am Limit war und dann ist er einfach etwas zu hart in Kurve 2 gefahren."

Coyne gab zwar zu, dass er eine Liste potentieller Fahrer habe, die Bourdais ersetzen könnten, das habe "im Moment aber keine Priorität."

"Wir müssen das Ersatzauto aufbauen", sagte er. "Ich habe die Jungs gestern Abend heimgeschickt. Sie waren am Boden zerstört, wie man sich vorstellen kann."

"Es wird für heute nicht mehr fertig, aber vielleicht für morgen."

Coyne wollte nicht sagen, wer als Ersatz für Bourdais in der engeren Wahl sei. Als ein potentieller Kandidat kommt aber Stefan Wilson infrage, der seinen Platz bei einem anderen Team mit Honda-Motor, Andretti Autosport, in diesem Jahr aufgegeben hat, um für Fernando Alonso Platz zu machen. Eine weitere Möglichkeit könnte auch Tristan Vautier sein, der schon 2 Starts beim Indy 500 hinter sich hat, einen mit Schmidt Peterson Motorsports und einen mit Dale Coyne Racing.

James Davison war ebenfalls mit Coyne für das diesjährige Rennen in Verhandlungen.

Eine Außenseiterchance könnte Bruno Junqueira haben, einer von Doyles Lieblingsfahrern, der 2 Mal (2009 und 2011) seinen Platz für einen Fahrer aufgegeben hat, der sich nicht qualifiziert hatte. Der Brasilianer, der 2002 in Indianapolis auf der Pole-Position stand, hat noch nie einen Dallara IR12 in einem Oval gefahren und hätte daher eine steile Lernkurve vor sich.

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Über diesen Artikel
Rennserien IndyCar
Veranstaltung Indy 500
Rennstrecke Indianapolis Motor Speedway
Fahrer Sébastien Bourdais
Teams Dale Coyne Racing
Artikelsorte News
Tags bourdais, crash, indianapolis, indy 500, indycar, qualifying, unfall