IndyCar-Pilot Mikhail Aleshin: Heftige Kritik an Sicherheitsfanatikern

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IndyCar-Pilot Mikhail Aleshin: Heftige Kritik an Sicherheitsfanatikern
David Malsher
Autor: David Malsher
Co-Autor: Valentin Khorounzhiy
Übersetzung: Mario Fritzsche
02.02.2017, 20:44

Für Mikhail Aleshin, der auch in der IndyCar-Saison 2017 für das Team von Sam Schmidt fährt, macht die Gefahr den Reiz am Motorsport aus: "Wer sich Sorgen macht, soll etwas Sicheres tun."

Mikhail Aleshin, Schmidt Peterson Motorsports, Honda
Mikhail Aleshin, Schmidt Peterson Motorsports, Honda
Mikhail Aleshin, Schmidt Peterson Motorsports, Honda
Mikhail Aleshin, Schmidt Peterson Motorsports, Honda
Start: Mikhail Aleshin, Schmidt Peterson, Motorsports, führt
Mikhail Aleshin, Schmidt Peterson Motorsports, Honda
Mikhail Aleshin, Schmidt Peterson Motorsports, Honda
Mikhail Aleshin, Schmidt Peterson Motorsports Honda

Mikhail Aleshin hat Gefallen an der IndyCar-Serie gefunden. Nach einigem Hin und Her hinter den Kulissen steht er vor seiner 3. vollen Saison bei Schmidt/Peterson Motorsports. In seiner Rookie-Saison 2014 hatte Aleshin auf dem Superspeedway in Fontana einen heftigen Crash, bei dem er sich Knochenbrüche an Rippen und Hüfte zuzog. Ungeachtet dessen sind es gerade die Highspeed-Ovale, die für den Russen den größten Reiz ausmachen.

So hält Aleshin nicht viel von den Bestrebungen, für die IndyCar-Saison 2018 einen Cockpitschutz einzuführen. "Das Thema Sicherheit ist bei uns ein schwieriges, denn die Geschwindigkeiten sind wirklich hoch. Ich finde das großartig. Das ist ein Teil dessen, warum ich die IndyCar-Serie so mag", gesteht Aleshin im Gespräch mit Motorsport.com.

Der 29-jährige Russe, der aus seiner Zeit in der Formel Renault 3.5 (inzwischen Formel V8 3.5) sowie der GP2-Serie und dem Langstreckensport auch zahlreiche europäische Rennstrecken kennt, findet einen blumigen Vergleich: "Strecken wie Paul Ricard... Da kann man auch ein Computerspiel spielen und hat wahrscheinlich mehr Spaß daran."

Mit Sicherheitsfanatikern, die nach immer größeren Auslaufzonen und zusätzlichen Maßnahmen wie etwa Cockpitschutz und dergleichen schreien, geht Aleshin hart ins Gericht: "Ich verstehe, dass das alles sehr gefährlich ist. Wir können uns noch so lange darüber unterhalten, aber Entschuldigung: Die Leute, die sich aufgrund der Gefahr wirklich Sorgen machen, denen rate ich, den Sport zu verlassen und etwas Sicheres zu tun."

Fotos: Die IndyCar-Karriere von Mikhail Aleshin

"Das ist Rennsport. Rennsport war immer brutal. Das ist normal. Es gibt keinen Grund, die Dinge sicherer zu machen als sie sein müssen", betont Aleshin und sinniert: "Wenn ein Fahrer ohne jede Angst Rennen fährt, weil er weiß, dass er sich sowieso nicht verletzten kann, dann nimmt das einen Teil des Kampfs und einen Teil der menschlichen Psychologie weg."

So kommt Aleshin mit Blick auf den aktuellen Sicherheitsstandard in der IndyCar-Serie zum Schluss: "Das alles ist sehr interessant. Es geht darum, deine Emotionen und deine Ängste zu überwinden. Nimmt man das weg, was hat das dann noch mit Sport zu tun?"

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Artikel-Info

Rennserie IndyCar
Fahrer Michail Aljoschin
Teams Schmidt Peterson Motorsports
Autor David Malsher
Artikelsorte News