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IndyCar-Präsident Jay Frye über Hybrid 2022: Es bleibt laut!

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IndyCar-Präsident Jay Frye über Hybrid 2022: Es bleibt laut!
Autor:
Co-Autor: Heiko Stritzke
07.08.2019, 16:03

Jay Frye verspricht den Fans, dass sie in der Hybrid-Ära ab 2022 nicht auf lauten Sound verzichten müssen - 900 PS könnten schnell erreicht werden

Die IndyCar-Serie hat einen radikalen Schwenk vollzogen: Nachdem sich kein dritter Hersteller unter den ursprünglichen, für 2021 ins Auge gefassten Regeln ohne Hybrid fand, wird nun die Elektrifizierung ab 2022 kommen.

IndyCar-Präsident Jay Frye stellt sich den Fragen von 'Motorsport.com' und beruhigt in erster Linie die Fans: Auch unter dem neuen Reglement werde es martialischen Sound geben, für die Rennställe werde das Paket erschwinglich bleiben und das Feld werde eng beisammen bleiben.

So sollen die neuen Regeln auf die Fans wirken

Frage: Es wird besorgte Fans geben, die gesehen haben, was in der Formel 1 passiert ist: Steigende Kosten, schlechterer Sound und ein auseinandergerissenes Feld. IndyCar ist nie umkämpfter gewesen als jetzt.

Frye: "Was den letzten Punkt betrifft: Das wird bei uns nicht passieren, weil unser Hybridsystem für alle Motoren vom selben Ausrüster kommen wird. Deshalb sollte das Feld auch in der nächsten Ära weiterhin so eng beisammen liegen."

Zum Thema Sound: Wir haben uns darauf festgelegt, dass unser Grundkonzept 'laut und schnell' erhalten bleibt. Die neuen Regeln sollten dieses Konzept nur noch weiter verbessern."

"Bezüglich der Kosten für die Teams schauen wir uns alles aus einer Teamperspektive an, vor allem von einem ökonomischen Standpunkt aus. Wie beim Fahrzeug der nächsten Generation schauen wir auf die Teile, die von diesem Fahrzeug ins nächste übernommen werden können."

"Das ist alles Teil des Prozesses, den wir jetzt durchlaufen, und wir stehen mit den Teams in ständigem Kontakt; wenn wir Fakten und Preise von den Zulieferern vorlegen können, dann informieren wir sie. Und noch davor sprechen wir mit den Teambesitzern über die Kosten, hören uns an, welche Ideen sie haben, und manchmal befragen wir sie über bestimmte Zulieferer. Wir holen uns den Input von allen Seiten ein, bevor wir eine Entscheidung treffen."

Frage: Die Fans werden über Push-to-Pass auf Ovalen diskutieren. Darüber haben wir schon einmal vor zwei Jahren geredet. Ist das jetzt möglich? Oder bedeutet das fehlende Bremsen auf Speedways, dass nicht genug Energie zurückgewonnen wird, um das möglich zu machen?

Frye: "Hmmm, womöglich... Wir haben das schon einmal an ein paar Orten über die vergangenen zwei Jahre getestet."

"Das Problem ist eher, wann man es abdreht. Den Knopf zu drücken und es zu aktivieren, ist nicht das Problem; es geht darum, wann man den Cut setzt und wie der Fahrer das managt. Soll es graduell weniger werden oder abrupt aufhören? Wenn Letzteres der Fall sein sollte: Was passiert, wenn man gerade in eine Kurve einlenkt? Das dürfte nicht gut sein."

900 PS und weiter wenig Abtrieb

"Ob wir uns das nochmal ansehen können? Absolut. Aber da spielt viel mit hinein. Wir haben über diese Möglichkeit nachgedacht, als wir zu viel Abtrieb auf den Kurzovalen hatten - speziell in Phoenix, wo alle Autos quasi die ganze Zeit Vollgas gefahren sind, ohne dass es Überholmanöver gegeben hat."

Spencer Pigot, Ed Carpenter, James Hinchcliffe

Das Racing auf Kurzovalen ist mittlerweile so gut, dass es kein Push-to-Pass mehr braucht

Foto: LAT

"Aber wir haben den Abtrieb zurückgenommen und sehen das gar nicht mehr als nötig an. Das Racing auf Kurzovalen ist jetzt gut, weil es einen viel größeren Unterschied zwischen dem Topspeed auf der Geraden und den Kurvengeschwindigkeiten gibt."

Frage: Als die neuen Motorregularien ursprünglich verkündet wurden, hatten Sie von 900 PS gesprochen, die am Ende jenes Zyklus erreicht werden sollten, damals 2026. Könnten wir diese Zahl jetzt bereits ab dem Start der neuen Regeln im Jahr 2022 erreichen?

Frye: "Ich denke, dass wir dicht herankommen. Das ultimative Ziel sind 900 PS."

"Diese Regularien sollten den Prozess beschleunigen. Vielleicht beginnen wir bei rund 880 PS mit Push-to-Pass. Aber bis wir da sind, möchte ich keine Vorhersagen treffen. Ja, es könnte direkt vom Start weg so sein, aber festlegen möchte ich mich nicht."

"In jedem Fall wird es ein großer Sprung in der Leistung werden. Dabei werden wir das Abtriebsniveau weiter geringhalten, sodass das Auto für die Fahrer weiter anspruchsvoll zu fahren sein wird. Das ist ja auch unsere Philosophie mit unserem aktuellen Fahrzeug."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie IndyCar
Autor David Malsher