IndyCar und Le Mans: Mammutprogramm für Bourdais und Dixon

Die beiden IndyCar-Stars Scott Dixon und Sebastien Bourdais treten im Juni für das neue Ford-Werksteam bei den 24 Stunden von Le Mans an – Logistik wird zur Herausforderung.

50 Jahre nach dem ersten Sieg eines Ford GT40 bei den 24 Stunden von Le Mans kehrt die Marke mit dem blauen Oval an die Sarthe zurück und gibt mit seinem neuen Werksteam ein Comeback beim größten und wichtigsten Langstreckenrennen der Welt. In der GTE-Pro-Klasse schickt Ford mit Unterstützung von Chip Ganassi Racing vier der brandneuen GT an den Start.

Am heutigen Montag wurde das Fahreraufgebot bekanntgegeben. Neben den Stammfahrern aus der IMSA treten bei den 24 Stunden von Le Mans (18./19. Juni) auch zwei Vollzeit-IndyCar-Piloten für Ford an: Scott Dixon und Sebastien Bourdais. Aufgrund des eng gesteckten IndyCar-Kalenders wird der Monat Juni für den Neuseeländer und den Franzosen zum Mammutprogramm.

„Der Le-Mans-Testtag liegt am Detroit-Wochenende (5. Juni; Anm. d. Red.)“, stöhnt Dixon gegenüber Motorsport.com und fügt hinzu: „ Am darauffolgenden Sonntag muss die technische Abnahme absolviert werden.“ Diese ist für alle Le-Mans-Teilnehmer Pflicht und ist für den 12. Juni angesetzt. Für Dixon und Bourdais bedeutet dies, dass sie am späten Abend des 11. Juni direkt im Anschluss an das IndyCar-Flutlichtennen auf dem Texas Motor Speedway ins Flugzeug steigen und nach Le Mans jetten müssen.

Immerhin: Am Rennwochenende der 24 Stunden von Le Mans ist kein IndyCar-Rennen angesetzt. Direkt am darauffolgenden Wochenende aber sind Dixon und Bourdais wieder gefordert, denn vom 24. bis 26. Juni steht das IndyCar-Comeback in Elkhart Lake auf dem Programm.

Ungeachtet der logistischen Herausforderung herrscht sowohl bei Dixon als auch bei Bourdais große Vorfreude auf das Le-Mans-Abenteuer. „Für mich wird es das erste Mal sein, dass ich in Le Mans antrete. Das heißt, für einmal bin auch in ein Rookie“, so der viermalige und amtierende IndyCar-Champion Dixon, der seit nunmehr 15 Jahren für Chip Ganassi Racing ins Lenkrad greift und sich in Le Mans den Ford GT mit der Startnummer 69 mit Ryan Briscoe und Richard Westbrook teilt.

Für Bourdais sind die Vorzeichen andere. Der in der IndyCar-Serie für KV Racing startende Franzose wurde in Le Mans geboren, hat den Langstreckenklassiker in seiner Heimatstadt bereits zehnmal bestritten und in den Jahren 2007, 2009 und 2011 jeweils auf Platz zwei abgeschlossen. Nun greift er an der Seite von Joey Hand und Dirk Müller im Ford GT mit der Startnummer 68 nach dem Sieg in der GTE-Pro-Klasse.

„Le Mans liegt mir unglaublich am Herzen. Weil ich dort geboren wurde, ist es für mich jedes Mal etwas ganz Besonderes, an diesen Ort zurückzukehren“, bemerkt Bourdais, der sich der großen Le-Mans-Tradition von Ford bewusst ist: „Wenngleich es lange zurückliegt, haben die Leute die Geschichte und das Erbe von Ford in Le Mans nicht vergessen. Wir hoffen, dass sich der Kreis schließt und wir die Geschichte wiederholen können.“

Nach dem Premierensieg im Jahr 1966 mit Bruce McLaren und Chris Amon triumphierte Ford mit dem GT40 auch in den Jahren 1967, 1968 und 1969 an der Sarthe. 1967 hieß die siegreiche Fahrerpaarung Dan Gurney und A.J. Foyt. 1968 gewannen Pedro Rodriguez und Lucien Bianchi, der Großonkel des im Sommer 2015 verstorbenen Formel-1-Piloten Jules Bianchi. 1969 schließlich fuhren Le-Mans-Legende Jacky Ickx und Jackie Oliver für Ford zum Sieg.

Die Starterliste für die 24 Stunden von Le Mans 2016:

# Team Auto Bestätigte Fahrer

LMP1

1  Porsche Team Porsche 919 Hybrid  Timo Bernhard
 Mark Webber
 Brendon Hartley
2  Porsche Team Porsche 919 Hybrid  Romain Dumas
 Neel Jani
 Marc Lieb
4  ByKolles Racing CLM P1/01 - AER  Simon Trummer
5  Toyota Racing Toyota TS 050 Hybrid  Anthony Davidson
 Sebastien Buemi
 Kazuki Nakajima
6  Toyota Racing Toyota TS 050 Hybrid

 Stephane Sarrazin

 Mike Conway

 Kamui Kobayashi

7  Audi Sport Team Joest Audi R18 e-tron quattro 

 Andre Lotterer

 Benoit Treluyer

 Marcel Fassler

8  Audi Sport Team Joest  Audi R18 e-tron quattro 

 Lucas di Grassi

 Loic Duval

 Oliver Jarvis

12  Rebellion Racing Rebellion R-One - AER   Nicolas Prost
13  Rebellion Racing  Rebellion R-One - AER  Matheo Tuscher

LMP2

22  SO24 by Lombard Racing
Ligier JS P2 - Judd

 Vincent Capillaire

23  Panis Barthez Competition
Ligier JS P2 - Nissan

 Fabien Barthez

26  G-Drive Racing Oreca 05 - Nissan

 Roman Rusinov

 Nathanael Berthon

27  SMP Racing BR01 - Nissan 

 Nicolas Minassian

28  Pegasus Racing Morgan - Nissan 

 Julien Schell

30  Extreme Speed Motorsports Ligier JS P2 - Nissan

 Scott Sharp

31  Extreme Speed Motorsports Ligier JS P2 - Nissan

 Ryan Dalziel

33  Eurasia Motorsport Oreca 05 - Nissan

 Pu Jun Jin

34  Race Performance Oreca 03R - Judd

 Nicolas Leutwiler

35  BAXI DC Racing Alpine Alpine A460 - Nissan 

 David Cheng

 Ho-Pin Tung

36  Signatech Alpine Alpine A460 - Nissan 

 Gustavo Menezes

37  SMP Racing BR01 - Nissan 

 Vitaly Petrov

38  G-Drive Racing Gibson 015S - Nissan 

 Giedo van der Garde

 Simon Dolan

 Jake Dennis

40  Krohn Racing Ligier JS P2 - Nissan  Tracy Krohn
41  Greaves Motorsport Ligier JS P2 - Nissan  Memo Rojas
42  Strakka Racing Gibson 015S - Nissan 

 Nick Leventis

43  RGR Sport by Morand Ligier JS P2 - Nissan

 Ricardo Gonzalez

 Filipe Albuquerque

 Bruno Senna

44  Manor Oreca 05 - Nissan 

 Tor Graves

46  Thiriet by TDS Racing Oreca 05 - Nissan 

 Mathias Beche

47  KCMG Oreca 05 - Nissan   Tsugio Matsuda
48  Murphy Prototypes Oreca 03R - Nissan   Greg Murphy
49  Michael Shank Racing Ligier JS P2 - Honda

 Laurens Vanthoor

 Oswaldo Negri

 John Pew

GTE-Pro

51  AF Corse Ferrari 488 GTE

 Gianmaria Bruni

 James Calado

63   Corvette Racing - GM Chevrolet Corvette C7R 

 Jan Magnussen

 Antonio Garcia

 Ricky Taylor

64   Corvette Racing - GM Chevrolet Corvette C7R 

 Oliver Gavin

 Tommy Milner

 Jordan Taylor

66  Ford Chip Ganassi Racing Ford GT

 Stefan Mücke

 Olivier Pla

 Billy Johnson

67  Ford Chip Ganassi Racing Ford GT

 Marino Franchitti

 Andy Priaulx

 Harry Tincknell

68  Ford Chip Ganassi Racing Ford GT

 Joey Hand

 Dirk Müller

 Sebastien Bourdais

69  Ford Chip Ganassi Racing Ford GT

 Ryan Briscoe

 Richard Westbrook

 Scott Dixon

71  AF Corse Ferrari 488 GTE

 Davide Rigon

 Sam Bird

77  Dempsey Proton Racing
Porsche 911 RSR

 Richard Lietz

 Michael Christensen
82  Risi Competizione Ferrari 488 GTE

 Giancarlo Fisichella

91  Porsche Motorsport
Porsche 911 RSR

 Nick Tandy

 Patrick Pilet

 Kevin Estre

92  Porsche Motorsport
Porsche 911 RSR 

 Earl Bamber

 Frederic Makowiecki

 Jörg Bergmeister

95  Aston Martin Racing

Aston Martin Vantage

 Nicki Thiim

 Marco Sorensen

 Darren Turner

97  Aston Martin Racing  Aston Martin Vantage

 Richie Stanaway

 Fernando Rees

 Jonny Adam

GTE-Am

50  Larbre Competition Chevrolet Corvette C7R 

 Yutaka Yamagishi

55  AF Corse Ferrari 458 Italia  Duncan Cameron
57  Team AAI Chevrolet Corvette C6-ZR1  Jun-San Chen
58  Clearwater Racing Ferrari 458 Italia  Mok Weng Sun
59  TDS Racing Aston Martin Vantage V8

 Eric Dermont

60  Formula Racing Ferrari 458 Italia

 Christina Nielsen

 Mikkel Mac

 Johnny Laursen

62  Scuderia Corsa Ferrari 458 Italia  William Sweedler
78  KCMG Porsche 911 RSR 

 Christian Ried

83  AF Corse  Ferrari 458 Italia 

 Francois Perrodo

 Emmanuel Collard

 Rui Aguas

86  Gulf Racing Porsche 911 RSR 

 Michael Wainwright

88  Abu Dhabi-Proton Racing Porsche 911 RSR 

 Khaled Al Qubaisi

89  Proton Competition Porsche 911 RSR

 Gianluca Roda

98  Aston Martin Racing Aston Martin Vantage V8  Paul Dalla Lana
99  Aston Martin Racing Aston Martin Vantage V8 

 Andrew Howard

Sondereinladung

84  SRT 41 Morgan LMP2

 Frederic Sausset

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