Kanaan: "Keine Ausreden, bei Ganassi nicht zu gewinnen"

Tony Kanaan freut sich "wie ein kleines Kind, dem man Eiscreme anbietet": Warum er den Druck, möglichst Siege einfahren zu müssen, gelassen entgegen

Kanaan: "Keine Ausreden, bei Ganassi nicht zu gewinnen"

Es ist die bisher größte Überraschung des IndyCar-Fahrermarkts 2021: Tony Kanaan erklärt seinen Rücktritt vom Rücktritt und wird im kommenden Jahr die vier Ovalrennen für Chip Ganassi Racing bestreiten. Die Ziele sind hoch.

"Ich kann nicht einmal in Worte fassen, wie euphorisch ich darüber bin", sagt der 45-Jährige, der den Honda #48 des gleichaltrigen Jimmie Johnson bei den Ovalrennen steuern wird, gegenüber 'Motorsport.com'. "Ich hätte niemals erwartet, dass wir so schnell eine Übereinkunft finden."

"Noch einmal für Chip zu fahren, ist ein Traum, der wahr wird. Sie sind die Spitze des US-amerikanischen Motorsports. Wir haben Rekordzeit einen komplizierten Deal hinbekommen."

Womit bereits klar ist: Einfach nur mitrollen und die Karriere ausklingen lassen will Tony Kanaan nicht. Und auch Chip Ganassi hat klare Erwartungen an den Veteranen, der bereits zwischen 2014 und 2017 für das Team gefahren ist.

‘¿’"Chip ist hier, um Rennen zu gewinnen. Das ist alles, was ihn interessiert", weiß der Brasilianer. "Meine ganze Karriere habe ich unter Druck gestanden. Ich glaube, dass ich unter Druck besser bin. Wenn ich ein Rennauto fahre, genieße ich es immer. Aber ich genieße noch mehr, wenn ich gewinne."

"Es ist doch ein schönes Problem, das man haben kann: Keine Ausrede zu haben, dass man nicht gewinnt. Ich hatte das schon einige Male zuvor, damit kann man leben. Für den Moment habe ich einfach Schmetterlinge im Bauch. Es ist, wie wenn man einem kleinen Kind Eiscreme anbietet."

Der IRL-Champion von 2004 und Indy-500-Sieger von 2013 brachte in seinem vierjährigen Stint bei Ganassi nur einen einzigen Sieg zusammen (Fontana 2014) - zu wenig für ein Topteam wie Ganassi. Sein damaliger Teamkollege Scott Dixon ist nach wie vor im Team und die unangefochtene Messlatte.

Mit Bildmaterial von Chris Jones.

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