Michael Andretti gibt zu: Gespräche mit Alonso über Indy 500

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Michael Andretti gibt zu: Gespräche mit Alonso über Indy 500
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13.11.2019, 14:15

Im neuen McLaren-Team könnte Fernando Alonso die 500 Meilen von Indianapolis 2020 in einem dritten Auto fahren, aber auch im Andretti-Lager denkt man an ihn

Zweimal hat sich Fernando Alonso bislang an einem Start bei den 500 Meilen von Indianapolis 500 versucht - 2017 mit Andretti Autosport und 2019 mit McLaren Racing. Der Unterschied: 2017 schaffte er im Andretti-Honda die Qualifikation locker und verbuchte im Rennen als Rookie sogar Führungsrunden, bevor ihn ein Motorschaden stoppte. 2019 allerdings scheiterte Alonso im McLaren-Chevrolet schon an der Qualifikationshürde.

Dass Alonso im Mai 2020 einen dritten Indy-500-Anlauf nehmen will, hat er mehrfach wissen lassen. Erstmals tat er dies direkt in den Minuten nach seiner bitteren Nicht-Qualifikation 2019. Einen Arbeitgeber hat Alonso für den Mai 2020 noch nicht, dafür aber gleich zwei, die an ihm interessiert sind.

McLaren-Boss Zak Brown hat mehrfach betont, dass Alonso im neuen Rennstall McLaren SP (der Kooperation mit Schmidt Peterson Motorsports) beim Saisonhöhepunkt einen dritten Boliden mit Chevrolet-Power fahren könnte. Die beiden Stammfahrer von McLaren SP sind Patricio O'Ward und Oliver Askew. O'Ward scheiterte 2019 genau wie Alonso an der Indy-500-Qualifikation. Askew steigt als frischgebackener Indy-Lights-Champion in die IndyCar-Serie auf und fährt 2020 seine Rookie-Saison.

Andretti-Idee mit Haken: "Es müsste viel passieren"

Aber nicht nur bei McLaren, sondern auch bei Andretti ist Alonso nach wie vor ein Thema, wenn es darum geht, beim Indy 500 ein zusätzliches Auto einzusetzen. "Wir haben darüber gesprochen und ich würde ihn liebend gerne wieder für uns fahren lassen", gibt Teambesitzer Michael Andretti zu.

Die Andretti-Idee hat allerdings einen Haken, an dem sie letztlich scheitern könnte: Motorenpartner Honda, mit dem sich Alonso gegen Ende seiner Formel-1-Zeit bei McLaren überworfen hat. Und weiß Michael Andretti genau, dass ein Alonso-Comeback am Steuer eines Andretti-Honda "eine Möglichkeit, aber keine wahrscheinliche Möglichkeit" ist.

Schriftzug: Honda

Andrettis Motorenpartner Honda könnte sich beim Thema Alonso querstellen

Foto: LAT

"Es müsste viel passieren", sinniert Andretti über Alonso. "Zunächst einmal muss er entscheiden, was er machen will. Er könnte nach wie vor bei McLaren unterkommen, aber es gibt noch andere Dinge, die es zu klären gilt. Wir haben oft darüber gesprochen, auch darüber, dass er andere Sachen [Rennserien] für uns fährt. Bis jetzt sind es aber nicht mehr als Gespräche."

Sechster Andretti-Honda in Indy: Wenn nicht Alonso, dann Hinchcliffe?

Abgesehen von der IndyCar-Serie ist Andretti Autosport unter anderem in der Supercars-Serie in Australien (in Kooperation mit Ryan Walkinshaw), in der Amerikanischen Rallycross-Meisterschaft (ARX) und auch in der Formel E (als Einsatzteam für BMW) aktiv.

Im IndyCar-Programm sind für 2020 die bisherigen Stammfahrer Zach Veach, Alexander Rossi und Ryan Hunter-Reay gesetzt. Dazu kommen Marco Andretti im bewährten Andretti-Satellitenteam mit Bryan Herta Autosport und Colton Herta im neuen Andretti-Satellitenteam mit Mike Harding und George Michael Steinbrenner.

James Hinchcliffe

James Hinchliffe könnte das Indy 500 für Andretti fahren, wenn Alonso nicht will/darf

Foto: LAT

Somit ist man bei Andretti Autosport auch ohne die neue technische Allianz mit Meyer Shank Racing schon bei fünf IndyCars auf Vollzeitbasis. Beim Indy 500 plant man den Einsatz eines sechsten Autos. Geht dieses nicht doch noch an Alonso, dann könnte der bei McLaren SP vor die Tür gesetzte James Hinchcliffe dieses Auto pilotieren. Priorität hat für den Kanadier derzeit aber die Suche nach einem Vollzeitprogramm.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie IndyCar
Autor Mario Fritzsche