Titelverteidigung: IndyCar-Champion Palou möchte sich massiv verbessern!

IndyCar-Champion Alex Palou bereitet sich auf seine Titelverteidigung im Jahr 2022 vor - Der Spanier möchte in sämtlichen Bereichen an sich arbeiten

Titelverteidigung: IndyCar-Champion Palou möchte sich massiv verbessern!

"Ich denke, dass es ein großartiges Jahr wird und mehr als zehn Fahrer in der Lage sein werden, den Titel zu holen, was wirklich toll ist", sagt der aktuelle IndyCar-Champion Alex Palou gegenüber 'Racer.com'. Der Spanier, der in seiner zweiten IndyCar-Saison den Titel geholt hat, sieht noch eine Menge Luft nach oben und möchte sich deshalb in allen Bereichen verbessern, ehe er versuchen wird, seinen Titel zu verteidigen.

Drei Siege und neun Top-5-Ergebnisse haben dem 24-Jährigen in der Saison 2021 gereicht, um sich vor Josef Newgarden und Patricio O'Ward den Titel zu holen. Jedoch hat Palou bereits Schwächen bei sich ausgemacht, die ihm im Jahr 2022 einen Strich durch die Rechnung machen könnten. Um zweimal in Folge Meister zu werden, müsse er sich deshalb massiv steigern.

"Ich fühle mich nach meiner ersten Saison im Auto und im Team immer wohler", so der Spanier. "Wir haben den Titel geholt, aber es gibt noch so viele Dinge, die ich in einem neuen Team auf für mich neue Strecken lernen muss. Dazu gehört auch der Ovalrennsport, der nicht mein Fall ist. Ich gewöhne mich aber langsam dran und baue Selbstvertrauen auf."

Mehr Erfahrung ein Vorteil

Palou, der im Jahr 2020 mit Dale Coyne seine erste IndyCar-Saison bestritten hat und im Folgejahr mit Ganassi den ersten Platz holte, war auf vielen Rennstrecken in den USA erst ein- oder zweimal unterwegs, weshalb es noch viele Geheimnisse gibt, die er lüften kann. "Es wird mir helfen, mehr Erfahrung zu haben, wenn wir kommendes Jahr wieder loslegen", freut sich der Spanier.

Der aktuelle IndyCar-Champion geht sehr selbstkritisch mit seiner Leistung ins Gericht. "Es gibt viele Dinge, die wir besser hätten machen können", erklärt er. "Das kann ich aber erst dann beweisen, wenn wir wieder Rennen fahren." Das Qualifying hat beim Spanier hohe Priorität, denn in diesem Bereich sei es "am einfachsten", deutlich besser zu werden. Im Jahr 2021 holte er in Portland die Pole und startete insgesamt dreimal aus der ersten Startreihe.

Qualifying der Knackpunkt?

"Sich im Qualifying zu verbessern, wäre großartig, weil es unsere Rennen deutlich einfacher machen wird, wenn wir es schaffen, immer etwas weiter vorne zu starten", so der 24-Jährige aus Sant Antoni de Vilamajor. "Wir haben einen guten Job gemacht, aber andere Fahrer hatten bis zu drei Polepositions oder standen weiter vorne als ich. Ich muss da nächstes Jahr etwas mehr geben."

Alex Palou

Alex Palou sieht noch viel Luft nach oben und möchte sich verbessern

Foto: Art Fleischmann

Seine Portland-Pole kam aber nicht von ungefähr: Palou hatte einige Wochen vor dem Rennen die Möglichkeit, auf dem Kurs zu testen. "Ich bin dort mit einer Menge Selbstvertrauen angereist und konnte 100 Prozent aus dem Auto herausholen", erinnert sich der Champion.

"Es gab aber andere Rennen, bei denen ich auf der Strecke keine Erfahrung hatte. Ich konnte es mir nicht leisten, im ersten Training einen Fehler zu riskieren und das Wochenende wegzuwerfen."

Vorgehensweise bleibt bestehen

Im kommenden Jahr hat Palou einen reicheren Erfahrungsschatz, der ihm erlaubt, gleich zu Beginn deutlich mehr zu attackieren. "Ich habe mehr Selbstvertrauen und das ist für mich sehr wichtig!" An seiner Vorgehensweise möchte der Spanier aber dennoch nicht zu viel ändern, da sie im Jahr 2021 vom Erfolg geprägt war.

Alex Palou

Hat Palou was es braucht, um zweimal hintereinander Champion zu werden?

Foto: Motorsport Images

"Super-aggressiv zu sein, ist nicht immer der richtige Weg", mahnt er. "Wir werden immer versuchen, zu siegen und regelmäßig auf das Podium zu fahren. Diese Podien sind meine besten Freunde."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Reha-Klinik verlassen: Alex Zanardi ist wieder zu Hause
Vorheriger Artikel

Reha-Klinik verlassen: Alex Zanardi ist wieder zu Hause

Nächster Artikel

IndyCar-Saison 2022: So möchte McLaren-SP Felix Rosenqvist an die Spitze hieven

IndyCar-Saison 2022: So möchte McLaren-SP Felix Rosenqvist an die Spitze hieven
Kommentare laden