Vorschau: Die IndyCar-Saison 2016

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Vorschau: Die IndyCar-Saison 2016
Pete Fink
Autor: Pete Fink
09.03.2016, 18:28

Scott Dixon (Ganassi-Chevrolet) geht als Titelverteidiger in die neue IndyCar-Saison. Wer außer Team Penske hat sonst noch Chancen?

Takuma Sato, A.J. Foyt Enterprises Honda
Juan Pablo Montoya, Team Penske Chevrolet
Helio Castroneves, Will Power, Team Penske Chevrolet
Scott Dixon, Chip Ganassi Racing Chevrolet
Tony Kanaan, Chip Ganassi Racing Chevrolet
Ryan Hunter-Reay, Andretti Autosport Honda
Max Chilton, Chip Ganassi Racing Chevrolet
Marco Andretti, Andretti Autosport Honda
Will Power, Team Penske Chevrolet
Josef Newgarden, Ed Carpenter Racing Chevrolet
Sébastien Bourdais, KV Racing Technology Chevrolet
James Hinchcliffe, Schmidt Peterson Motorsports Honda
Alexander Rossi, Herta - Andretti Autosport Honda
Conor Daly, Dale Coyne Racing Honda

Wieder Penske gegen Ganassi? Oder kann ein Außenseiter, sozusagen ein Mister-X, in die Phalanx der beiden IndyCar-Schwergewichte eindringen? So, wie es 2015 Graham Rahal (Rahal-Honda) fast bis zum Saisonende gelang?

Dies dürfte, in kurzen Worten formuliert, die Ausgangssituation für die anstehende IndyCar-Saison 2016 sein.

Unsere große Fotostrecke: Alle IndyCar-Teilnehmer 2016

Wobei sich die Ganassi-Fraktion in den Vorjahren als Langsamstarter auszeichnete. Erst in der zweiten Saisonhälfte gab vor allem Scott Dixon so richtig Gas, und holte sich 2013 und 2015 den Titel.

Der Neuseeländer ist im Ganassi-Team die klare Nummer eins und dies könnte im Vergleich zu Team Penske ein kleiner Vorteil sein. Denn dort müssen sich Juan Pablo Montoya, Will Power, Helio Castroneves und Simon Pagenaud auch gegen die jeweiligen bärenstarken Teamkollegen durchsetzen.

Unter dem Strich durfte Roger Penske in den vergangenen zehn Jahren nur eine Meisterschaft (Will Power 2014) feiern. Im gleichen Zeitraum holten Dixon und Dario Franchitti (jeweils dreimal) hingegen sechsmal den Pokal für Chip Ganassi.

Das Ganassi-Problem: Wer außer Scott Dixon?

Klar: Auf dem Papier sollte das Penske-Quartett die Szenerie beherrschen, während sich bei Chip Ganassi die Frage stellt, wer außer Dixon diesem starken Vierer die Stirn bieten kann?

Der IndyCar-Kalender 2016

IndyCar-Oldie Tony Kanaan fremdelt bisher noch in seiner Startnummer 10. Dem Brasilianer gelang in seinen beiden Ganassi-Jahren bisher nur ein einziger Sieg. Gleiches gilt für Charlie Kimball. Und für den Briten Max Chilton im vierten Ganassi-Chevy ist 2016 die IndyCar-Rookiesaison.

Klarer Vorteil Penske also? Titelverteidiger Dixon wird dies sicherlich verneinen.

Und wie sieht es mit dem dritten IndyCar-Schwergewicht der vergangenen Jahre aus, Andretti Autosport?

Michael Andretti setzt auch 2016 wieder auf die Honda-Triebwerke und Aero-Kits. Alleine damit grenzt er sich schon von Ganassi und Penske (beide Chevy) ab.

Andretti-Speerspitze Ryan Hunter-Reay war seit seinem Titeljahr 2012 zwar immer für Rennsiege gut, im Gesamtklassement spielte er seitdem jedoch keine herausragende Rolle mehr.

Die Meldeliste für St. Petersburg

Die Geschichte vom ewig junggebliebenen Talent kennt der bald 29-jährige Marco Andretti nur zu gut. Und was der Kolumbianer Carlos Munoz und Rookie Alexander Rossi über eine gesamte Saison zustandebringen können, wird Chip Ganassi und Roger Penske sicherlich keine schlaflosen Nächte bereiten.

Drei starke Einzelkämpfer

Doch neben der Andretti-Frage gibt es noch ein paar weitere Unbekannte.

War zum Beispiel das Jahr 2015 für Graham Rahal nur eine Ausreißersaison? Oder kann sich der 27-Jährige an der IndyCar-Spitze festbeißen? Fakt ist: Zwei Siege und jeweils zwei zweite und dritte Plätze werden schwer zu toppen sein.

Von Josef Newgarden (Carpenter-Chevrolet) schwärmen viele US-Szenebeobachter. Der 25-Jährige geht 2016 in seine fünfte IndyCar-Saison. Im Vorjahr gelang ihm mit zwei Erfolgen der endgültige Durchbruch. Somit stellt sich die Frage: Kann Newgarden in dieser Saison noch einmal ein Pfund draufpacken?

Der dritte aussichtsreiche Einzelkämpfer ist Sebastien Bourdais im KV-Chevrolet. Wie Rahal und Newgarden fuhr auch der so erfahrene Franzose im Vorjahr gleich zweimal in die Victory Lane. Sein großes Problem 2015: Mangelnde Konstanz.

Festzuhalten bleibt: Die Teams von Ganassi, Penske, Andretti, sowie die drei Einzelkämpfer Rahal, Newgarden und Bourdais belegten 2015 die ersten 13 Plätze der IndyCar-Gesamtwertung.

In dieser Liste fehlt selbstverständlich James Hinchcliffe, der die Saison 2015 nach seinem schweren Indy-500-Unfall früh beenden musste. Was kann der nun wiedergenesene Kanadier in seinem Schmidt-Honda erreichen?

Auftakt in St. Pete

Mit dem Russen Mikhail Aleshin hat Hinchcliffe einen Teamkollegen, der ebenfalls nach einem Jahr IndyCar-Pause ins Cockpit zurückkehrt.

Die Mannschaft von Sam Schmidt ist also eine genauso große Unbekannte wie Takuma Sato im Foyt-Honda. Der 39-jährige Japaner geht bereits in sein siebtes IndyCar-Jahr und blieb 2014/2015 jeweils sieglos.

Sein Foyt-Teamkollege ist der Brite Jack Hawksworth, der im Titelkampf 2016 vermutlich eine genauso große Außenseiterrolle spielen wird, wie das Dale-Coyne-Duo Conor Daly und Luca Filippi.

Alle IndyCar-Bilder

Der IndyCar-Saisonauftakt 2016 geht an diesem Wochenende wie immer in den Straßen von St. Petersburg über die Bühne.

Auf dem 1,8 Meilen langen Kurs mit seinen 14 Kurven stehen am Freitagabend zwei Freie Trainings auf dem Programm.

Nach dem samstäglichen Abschlusstraining wird es ab 21:40 Uhr MEZ ernst, wenn die erste Qualifikation des Jahres beginnt.

Der Firestone Grand Prix von St. Petersburg über 110 Runden startet dann am Sonntagabend um 17:45 Uhr MEZ.

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