24 Stunden Nürburgring: Doppelte Chance für Nico Müller

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24 Stunden Nürburgring: Doppelte Chance für Nico Müller
Peter Wyss
Autor: Peter Wyss , Motorsport.com Switzerland
25.05.2017, 15:56

Gut zwei Dutzend Schweizer starten am Wochenende beim 45. ADAC 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Die besten Aussichten auf den Gesamtsieg hat der Berner DTM-Pilot, der gleich auf zwei Audi R8 fahren wird.

Urs Bressan, Ford Mustang GT WR, Wölflick Racing
Edoardo Mortara, Mercedes AMG-GT3, Team HTP Motorsport, paddock
Nicola Bravetti, Ivan Reggiani, Ivan Jacoma, Porsche
24 Stunden Nürburgring, Audi R8 LMS, Marcel Fässler, Nico Müller, Audi Sport Team WRT.jpg
Rahel Frey, Phoenix Racing, Audi R8 LMS GT4, garage
#9 Audi Sport Team WRT, Audi R8 LMS: Nico Müller, Frederic Vervisch
Boxenstopp, #9 Audi Sport Team WRT, Audi R8 LMS: Nico Müller, Frederic Vervisch
Nico Müller, Marcel Fässler, Audi R8 LMS, Audi Sport Team WRT, garage
Yannick Mettler, BMW M235i Racing Cup, Team FK Performance, P2
#318 FK Performance, BMW M235i Racing Cup: Martin Kaemena, Thomas Müller, Udo Schauland, Yannick Mettler
#5 Belgian Audi Club Team WRT, Audi R8 LMS: Marcel Fässler, Dries Vanthoor, Will Stevens
Edoardo Mortara, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM

„Es ist eine tolle Chance, dir mir Audi gibt“, freut sich Müller auf die Doppelbelastung. WRT aus Belgien ist eines von zwei Teams, das beim grössten Langstreckenrennen Deutschlands die Werksinteressen von Audi vertritt.

Die beiden DTM-Piloten René Rast und Nico Müller werden auf beiden Audi R8 LMS von WRT zum Einsatz kommen. Im einen Sportwagen sind Marcel Fässler und Robin Frjins ihre Partner, auf dem anderen Frank Stippler und Frédéric Vervisch. 

Müller ahnt nur, was ihn erwartet. „Schon nur auf einem Auto zu fahren, kann anstrengend sein. Ich werde mir meine Ruhezeit gut einteilen müssen, um über die volle Distanz bei voller Konzentration zu bleiben. Aber ich freue mich enorm auf diese Herausforderung.“

Doppelter Einsatz = doppelte Chance für Nico Müller, dieses Rennen auf der 25,4 km langen Nürburgring-Nordschleife zum zweiten Mal nach 2015 zu gewinnen. Das ist Marcel Fässler bisher noch nie gelungen. Keine Frage, dass alle Schweizer Fans vor allem dem Schweizer Superduo mit Startnummer #9 den Daumen drücken werden.

Fässler selbst wagt keine Prognose, auch wenn er am 8. April zur Vorbereitung mit Müller und Frjns den guten dritten Gesamtrang beim VLN-Rennen über 4 Stunden belegte. „Wie bei jedem 24-Stunden-Rennen muss alles passen, um zu gewinnen. Auf dem Nürburgring ist das besonders schwierig. Bei 30 GT3-Autos ist die Leistungsdichte derart enorm, dass es viele Kandidaten auf den Sieg gibt.“ 

Edoardo Mortara zählt sich mit seinem der insgesamt sieben Mercedes-AMG GT3 nicht dazu, obwohl die Marke im Vorjahr einen Vierfachsieg errungen hat. „Für uns wird es dieses Jahr von der Einstufung her schwierig. Wir waren in den ersten beiden VLN-Rennen nicht so konkurrenzfähig und jetzt kriegen alle Mercedes 10 Kilo mehr. Wir sind sehr schnell in den Kurven, aber leider auf der Geraden zu langsam.“

Ob das nur Tiefstapeln ist, wird man spätestens im Qualifying am Freitag sehen. Passend zum 50-Jahr-Jubiläum von AMG fährt Mortara mit Startnummer #50. Seine Teampartner sind Dominik Baumann, Maximilian Buhk und Edward Sandström.

Einem speziellen Einsatz sieht Rahel Frey entgegen. Die Solothurnerin ist dazu auserkoren worden, im Audi Sport Team Phoenix einen von zwei brandneuen R8 LMS in GT4-Version zu steuern. Ihre Partner auf dem Wagen #17 sind Christian Abt, Patrick Huisman und Peter Terting. Der Testeinsatz unter Rennbedingungen dient der Weiterentwicklung des GT4-Sportwagens für Kundenteams. 

 

Eine interessante Konstellation ergibt sich für Manuel Amweg und Frédéric Yerly. Das Duo von Toyota Swiss Racing fährt zusammen mit den Deutschen Nils Jung und Florian Wolf bei Ring Racing, die normalerweise zu ihren härtesten Gegnern zählen. Weil das 24-Stunden-Rennen nicht zum TMG GT86 Cup zählt, wird der Toyota GT86 fahrerisch top besetzt, um in der Klasse SP3 auf die lange Distanz eine grössere Chance gegen die Renault Clio zu haben.

Mit der Startnummer #1 geht der Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon ins Rennen, die 2016 den Gesamtsieg holten. Wieder mit im Team ist der in der Schweiz heimische Deutsche Manuel Metzger. 

Weitere Schweizer Fahrer und Teams in diesem Feld sind: Urs Bressan (#2 Ford Mustang GT WR), Ronnie Saurenmann (#34 Audi R8 LMS), Ivan Reggiani/Nicola Bravetti (#55 Porsche 911 Cup), Patrik Kaiser (Liechtenstein) /Jean-Louis Hertenstein ( #61 Porsche 911 GT3 Cup), Willy Hüppi (#68 Porsche 911 Cup), Andreas Baenziger/Florian Kamelger (#70 Aston Martin Vantage GT4), Martin Kroll/Chantal Kroll/Michael Kroll/Roland Eggimann (#80 BMW M3 GTR/Hofor Racing), Roger Vögeli (#93 Opel Astra OPC Cup), Ralph Beck (#112 BMW Mini Cooper JCW), Luigi Stanco/Sandro Rothenberger/Sarah Toniutti (#114 Renault Clio IV Endurance/Stanco & Tanner Motorsport), Nicolas Abril (#118 Renault Clio RS Cup), Manuel Amweg/Fred Yerly (#126 Toyota GT86), Ivan Jacoma (#137 Porsche Cayman S), Urs Zünd (#151 Porsche Cayman), Sascha Aebi (#153 BMW Z4 3.0si), Dario Corsini (#160 BMW 325i), Guido Wirtz (#238 BMW M235i Racing) und Yannick Mettler (#249 BMW 235i Racing).

Das 45. ADAC 24-Stunden-Rennen Nürburgring wird am Samstag, 27. Mai, um 15.30 Uhr gestartet. Der frei empfängliche TV-Sender RTL Nitro überträgt das komplette Rennen ab Samstag 15 Uhr bis nach der Siegerehrung am Sonntag live! 

 

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