24h Nürburgring 2017: Land Motorsport mit Albtraum und Sternstunde

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24h Nürburgring 2017: Land Motorsport mit Albtraum und Sternstunde
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29.05.2017, 12:46

Erst führte der #29 Audi R8 LMS von Land Motorsport souverän, dann platzte der Traum vom Sieg – und am Ende gewann das Team trotzdem die 24h Nürburgring 2017 auf der Nordschleife.

Zieldurchfahrt: 1. #29 Audi Sport Team Land-Motorsport, Audi R8 LMS: Christopher Mies, Connor De Phillippi, Markus Winkelhock, Kelvin van der Linde
Teambesitzer Wolfgang Land, Land Motorsport
Podium nach dem 24h-Rennen 2017
1. #29 Audi Sport Team Land-Motorsport, Audi R8 LMS: Christopher Mies, Connor De Phillippi, Markus Winkelhock, Kelvin van der Linde
#29 Audi Sport Team Land-Motorsport, Audi R8 LMS: Christopher Mies, Connor De Phillippi, Markus Winkelhock, Kelvin van der Linde
#29 Audi Sport Team Land-Motorsport, Audi R8 LMS: Christopher Mies, Connor De Phillippi, Markus Winkelhock, Kelvin van der Linde
#29 Audi Sport Team Land-Motorsport, Audi R8 LMS: Christopher Mies, Connor De Phillippi, Markus Wink
#29 Audi Sport Team Land-Motorsport, Audi R8 LMS: Christopher Mies, Connor De Phillippi, Markus Winkelhock, Kelvin van der Linde
#29 Audi Sport Team Land-Motorsport, Audi R8 LMS: Christopher Mies, Connor De Phillippi, Markus Winkelhock, Kelvin van der Linde
#29 Audi Sport Team Land-Motorsport, Audi R8 LMS: Christopher Mies, Connor De Phillippi, Markus Wink

Dramatischer hätte die Schlussphase des 24h-Rennens für die Mannschaft von Wolfgang Land also kaum verlaufen können.

"Wir waren 22 Stunden lang in Führung, also fast die ganze Renndistanz", sagt Markus Winkelhock, der den #29 Audi gemeinsam mit Connor de Phillippi, Christopher Mies und Kelvin van der Linde gesteuert hat.

Ein technisches Problem im Motorenumfeld warf das Team jedoch nur 1,5 Stunden vor der Zieldurchfahrt auf den 3. Platz zurück. Da lagen die Nerven blank.

"Wenn du hier beim 24h-Rennen startest, willst du ganz einfach gewinnen. Der 2. und 3. Platz ist zwar schön, doch dieses Rennen ist etwas ganz Besonderes, das du nur einmal im Jahr gewinnen kannst", erklärt Winkelhock.

Und das Blatt wendete sich wieder zugunsten von Land Motorsport: Der Regen kam, aber erst im Zuge eines verpatzten letzten Boxenstopps kam der #29 Audi zurück auf die Siegerstraße, weil das Team volles Risiko ging und Regenreifen aufziehen ließ – ein Glücksgriff.

"Wir hatten schon die neuen Slicks montiert und haben uns dann doch noch im letzten Moment dafür entschieden, auf Regenreifen zu wechseln. Das war letztlich der entscheidende Punkt", sagt Mies.

Winkelhock ergänzt: "Wir konnten selbst kaum glauben, was da draußen abging. Ehrlich gesagt bin ich jetzt noch immer etwas sprachlos."

Denn Land Motorsport war auf nasser Strecke wieder voll da und zog an seinen Rivalen vorbei, um nach 24 Stunden eben doch als Sieger abgewinkt zu werden.

"Das war ein echter Hitchcock-Krimi", sagt Teameigner Wolfgang Land. "Ich bin erleichtert und riesig stolz auf meine Truppe, die nie aufgegeben und immer gesagt hat: Das Rennen ist erst bei der schwarz-weiß-karierten Flagge zu Ende."

Für Audi war es der 4. Sieg beim 24h-Rennen nach 2012, 2014 und 2015, was den Audi R8 LMS zum bisher erfolgreichsten Rennwagen der GT3-Ära auf der Nordschleife macht.

"Wir haben eines der härtesten, dramatischsten und schnellsten Rennen der Geschichte erlebt", sagt Chris Reinke, Kundensport-Leiter bei Audi. "Das ist ein dramatisch errungener Erfolg, der in die Motorsport-Geschichtsbücher eingehen wird."

In jedem Fall war es eine der denkwürdigsten Schlussphasen bei den 24h Nürburgring aller Zeiten.

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